Simon Ammann
ist Weltmeister 2007 von der Großschanze!
In Sapporo sicherte sich der Schweizer durch
Sprünge auf 125.0m und 134.5m (266.1 Punkte)
mit einem denkbar knappen Vorsprung von nur
0.2 Punkten Gold vor Harri Olli aus Finnland
(124.0m/136.5m; 265.9 Punkte). Bronze gewann
Roar Ljoekelsoey aus Norwegen. (123.0m/135.0m;
262.9 Punkte).
Bei für Sapporo relativ stabilen Windverhältnissen
wurden die Zuschauer im ersten Durchgang noch
nicht mit großen Weiten verwöhnt.
Um die 106.0m reichten in Runde eins, um in
das WM-Finale zu kommen. Mit dem knappen Anlauf
und leichtem Rückenwind kamen viele Favoriten
nicht klar, und so wurden beispielsweise die
Geheimtipps Gregor Schlierenzauer oder Andreas
Küttel sowie auch der Weltcupführende
Anders Jacobsen nach hinten durchgereicht.
Die Japaner hingegen schafften es ihr gesamtes
Team mit Shohhei Tochimoto, Noriaki Kasai,
Daiki Ito und Takanobu Okabe unter die Top-30
zu bringen. Bei den Deutschen gelang hingegen
nur Jörg Ritzerfeld und Martin Schmitt
der Sprung ins Finale.
An die Spitze setzte sich nach dem ersten
Durchgang der Schweizer Simon Ammann, der
trotz Rückenwind einen Traumsprung präsentierte.
Hinter Ammann lauerten Harri Olli, Roar Ljoekelsoey
und Adam Malysz auf Gold. Aber auch Thomas
Morgenstern und Janne Ahonen waren nach der
ersten Runde punktemäßig nicht
so weit von den Podestplätzen entfernt
und gaben im Finale alles.
Und so konnte man in einem spannenden, nicht
von Wetterbedingungen gestörten, zweiten
Durchgang einen mitreißenden Kampf um
die WM-Medaillen von der Großschanze
erleben. Janne Ahonen katapultierte sich mit
einem 130.0m-Flug an die Spitze, die ihm Thomas
Morgenstern mit 131.5m wieder abnahm. Aber
auch der Österreicher behielt nicht lange
die Führung: Adam Malysz, Roar Ljoekelsoey,
Harri Olli und zu guter letzt Simon Ammann
schafften es alle ihr Platzierungen von Runde
eins zu verteidigen. Aber es blieb bis zur
letzten Sekunde spannend, denn Simon Ammanns
zweiter Sprung war kürzer als der von
Olli und Ljoekelsoey. Trotzdem gewann der
Schweizer Ammann mit einem minimalen Punktvorsprung
von 0.2 die WM-Goldmedaille von der Großschanze.
Bester Deutscher wurde Jörg Ritzerfeld
auf Rang 15. Martin Schmitt wurde aufgrund
eines schlechten zweiten Sprungs nur 30. Ich
bin hier bis jetzt noch nicht so zu meinem
Sprung gekommen, obwohl einige ganz ordentlich
sind. Aber ich probiere es weiter, und vielleicht
gelingt mir ja noch einer, so Schmitt.
Bei den Japanern präsentierte sich auch
im Finale besonders der junge Shohhei Tochimoto
in toller Form und wurde mit Rang 16 bester
bei der WM auf heimischem Boden.
Schon morgen findet für die Skispringer
in Sapporo die nächste WM-Veranstaltung
statt. Um 10:00 Uhr deutscher Zeit beginnt
in Japan das Teamspringen von der Großschanze,
bei dem die Österreicher ihre goldene
Medaille von 2005 verteidigen wollen.