Adam Malysz
ist gerüstet für seinen vierten WM-Titel.
Der Pole scheint auf den Punkt genau fit zu
sein bei der WM in Sapporo. In der Quali am
Freitag zeigte er jedenfalls eine Demonstration
seiner Stärke und siegte trotz verkürzten
Anlaufs mit 139,5 Metern (144,6 Punkten) vor
seinem Landsmann Kamil Stoch, der fünf
Meter weniger weit flog als sein großes
Vorbild und dafür 140,1 Punkte erhielt.
Dritter wurde der Finne Harri Olli (139,1).
Vor den besten 15 schaffte außer Malysz
nur Andreas Kofler (10.) den Sprung unter
die Top Ten. Auch Roar Ljoekelsoey (11.) und
Martin Koch (12.) wussten mit Abstrichen zu
überzeugen. Zur Freude der Japaner kamen
mit Noriaki Kasai (4.) und Takanobu Okabe
(7.) gleich zwei Adler der Air Nippon unter
die Top Ten. Bei widrigen Bedingungen und
am Ende verkürztem Anlauf verpassten
die Top-Springer reihenweise eine gute Platzierung.
Ob Andi Küttel, Janne Ahonen, Dimitri
Wassiliew, Gregor Schlierenzauer oder Weltcup-Leader
Anders Jacobsen - sie alle mussten mit einem
Rang jenseits der Top 30 Vorlieb nehmen.
Positiv aus deutscher Sicht: Alle vier Springer
sind im Wettkampf vertreten, doch mit der
Medaillenvergabe werden sie eher nichts zu
tun haben. Jörg Ritzerfeld war als Neunter
noch der Beste, Martin Schmitt kam auf Rang
30. Kevin Horlacher wurde nach den Trainings-Ergebnissen
von Bundestrainer Peter Rohwein aussortiert
und wird auch im Team-Wettbewerb am Sonntag
fehlen.
Ansonsten erwischte es in der Quali keine
der arrivierten Springer. Es waren wie erwartet
die Ukrainer, die Kanadier und die Weißrussen,
die kleinen Nationen eben, die scheiterten.
Immerhin ist mit Witali Shumbarets ein Ukrainer
und mit Gregory Baxter ein Kanadier im Wettkampf
dabei. Und für diese Athleten ist dabei
sein wirklich alles.