Die Österreicher
sind mit Wolfgang Loitzl, Gregor Schlierenzauer,
Andreas Kofler und Thomas Morgenstern Goldmedaillengewinner
von der Großschanze bei der Nordischen
Ski-Weltmeisterschaft in Sapporo.
Das Team Österreich gewann mit 1000.2
Punkten deutlich vor den Norwegern Tom Hilde,
Anders Bardal, Anders Jacobsen und Roar Ljoekelsoey
(953.3 Punkte). Bronze ging überraschend
an das Team Japan, denn Shohhei Tochimoto,
Takanobu Okabe, Daiki Ito und Noriaki Kasai
ersprangen zusammen 905.9 Punkte.
Bereits im ersten Durchgang machten die Österreicher
klar, dass sie ihre Mission Gold in die Tat
umsetzen wollen und setzten sich vor Norwegen
und Japan an die Spitze. Der große Gegner
Finnland sprang sich selbst ins Aus, denn
erst hatte Arttu Lappi bei seinem ersten Sprung
ziemliches Pech mit dem Wind, und dann konnten
auch seine Mannschaftskollegen leider nicht
überzeugen. Team Suomi landete deshalb
nach Rund eins sogar nur auf dem siebten Rang.
Dahinter schaffte es Deutschland gerade noch
so als letzte Nation in den zweiten Durchgang.
Tschechien, Slowenien, Kasachstan, Kanada
und die Ukraine schieden hingegen aus.
Im Finale versuchten die Norweger den Österreichern
noch Punkte abzukämpfen, die Finnen katapultierten
sich vor allem durch einen 135.0m-Flug des
Silbermedaillensiegers Harri Olli noch auf
Rang vier, aber am spannendsten war der Kampf
um Bronze. Japan, Polen und Russland wollten
das Edelmetall und lieferten sich ein heißes
Gefecht. Erst nachdem Robert Mataja nur einen
94.5m-Satz sprang, die Russen außer
Dmitry Ipatov nicht ihre Glanzleistung vom
ersten Durchgang wiederholen konnten und Daiki
Ito auf 131.5m segelte war klar: Team Japan
gewinnt bei der Weltmeisterschaft auf heimischem
Boden die Bronzemedaille!
Bester Einzelspringer des Tages war eindeutig
Simon Amman, der mit Flügen auf 136.0m
und 135.0m unterstrich, warum er einen Tag
zuvor die Goldmedaille im Einzelwettbewerb
gewonnen hatte.
Unzufrieden und etwas geknickt waren die
DSV-Adler. Nach allen Querelen und dem Verletzungspech
mit Michael Uhrmann wollte es im Teamwettkampf
nicht wirklich laufen. Rang 8 im Endergebnis
war ein erneuter Schlag. Es ist ein
typischer Mannschaftswettkampf: Erst läuft
alles super, dann bekommt man einen Dämpfer,
so Martin Schmitt. Natürlich erhofft
man sich immer, dass mehr rauskommt. Aber
es hat eben nicht sein sollen. Ich denke nicht,
dass wir auf Wunder auf der kleinen Schanze
angewiesen sind. Ich traue mir einiges zu,
und hoffe, dass ich dort besser zurechtkomme
als auf der Großschanze.
Der letzte WM-Wettkampf der Skispringer findet
am Samstag, 3. März 2007 von der Kleinschanze
um 10:00 deutscher Zeit statt.