Das
Team Österreich
Auf dem Papier sind viele Sachen vorher schon
glasklar so auch, dass es eigentlich
nur eine Nation geben konnte, die sich überlegen
das Mannschaftsgold schnappt. Denn während
des ganzen Winters waren die Österreicher
mannschaftlich so dominierend wie selten zuvor.
Aber man konnte heute beispielsweise am Team
Finnland sehen, wie schnell klare Fakten plötzlich
nicht mehr der Realität entsprechen.
Deshalb mussten Wolfgang Loitzl, Gregor Schlierenzauer,
Andreas Kofler und Thomas Morgenstern voll
konzentriert in jeden Sprung gehen, um am
Ende gemeinsam ganz oben auf dem Podest zu
stehen. Genau das hat jeder einzelne der ÖSV-Adler
getan, und so sind sie zurecht Mannschafts-Weltmeister
2007 geworden. Und jeder, der die lustige,
sympathische Truppe kennt, weiß genau,
dass dieser Titel mit allen im Team geteilt
wird: Trainern, Physiotherapeuten, Servicemännern,
Pressebetreuern, Ärzten und natürlich
auch den Mannschaftskameraden, die nicht mit
nach Japan geflogen sind. Herzlichen Glückwunsch,
Team Österreich!
Daiki Ito (JPN)
Unter anderem war es sein Traumsprung auf
131.5m, der dem japanischen Team die unverhoffte
Bronzemedaille brachte. Ausgerechnet von Ito
hatten dies wahrscheinlich die wenigstens
erwartet, denn der 21-Jährige kam in
diesem Winter bisher noch überhaupt nicht
in Fahrt. Sein bestes Ergebnis in der laufenden
Saison war Rang 19 in Titisee-Neustadt
davor hatte Daiki Ito nicht ein Mal das Finale
der besten Dreißig gesehen. Dabei kennt
sich der Mann von der Firma Tsuchiya
Home bereits mit Top-Ergebnissen und
Podestplätzen ganz gut aus. Ito gewann
2002 bei den Junioren-Weltmeisterschaften
die Silbermedaille, drei Jahre später
wurde er beim Vierschanzentourneespringen
in Bischofshofen Dritter, wieder ein Jahr
danach beim Heim-Weltcup auf der Großschanze
in Sapporo erkämpfte er sich den zweiten
Platz. Punktgenau zum Großereignis präsentierte
Daiki Ito einen wunderschönen Sprung,
der unterstreicht, welch großes Talent
in dem kleinen Japaner steckt.