Andreas Wellinger nach Raw-Air-Finale “stinksauer”

Nach dem tragischen Ende der Raw-Air-Tour beim Skifliegen in Vikersund fließen bei Andreas Wellinger die Tränen. “Ich bin stinksauer”, erklärt der 21-jährige Deutsche. Auch Bundestrainer Werner Schuster übt scharfe Kritik an der Jury.

Bis zum Finaldurchgang sah es so gut aus – Andreas Wellinger hatte im ersten Durchgang beim abschließenden Skifliegen in Vikersund seinen Vorsprung in der Raw-Air-Gesamtwertung auf seinen österreichischen Konkurrenten Stefan Kraft sogar ausgebaut. Doch bei schwierigen Bedingungen und wenig Anlauf im Finaldurchgang setzte Welinger schon nach 166 Metern zur Landung an. Viel zu früh, um den ersten Sieg der “norwegischen Vierschanzentournee” zu feiern. “Ich bin stinksauer”, schimpfte Wellingernach dem Wettkampf.

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Auch Bundestrainer Werner Schuster übte Kritik an der Jury. “Aus meiner Sicht gab es keinen Grund, den Anlauf zu verkürzen”, erklärte Schuster. Wellingers und Krafts letzten Sprüngen war eine Verkürzung des Anlaufs durch die Jury vorausgegangen: “Und wenn schon, hätte man sich für den letzten Springer mehr Zeit nehmen müssen. Es ist ärgerlich und bitter, dass das so ein Ende genommen hat.”





Wellinger hatte bei seinem Sprung mit die schlechtesten Windbedingungen aller Athleten im zweiten Durchgang. Die niedrige Anlauflänge hat ihr übriges getan – und so sehen sich die Deutschen um den erhofften Raw-Air-Gesamtsieg gebracht. “Für so einen Moment brauchst du die beste Jury. Wir hatten heute eine gute, aber nicht die beste”, urteilte Schuster.

81 Kommentare

  1. ein schwarzer Tag für das Skispringen, ein Skandal,
    das hat mit Sport nichts mehr zu tun
    Wellinger wurden vor dem letzten Sprung alle Chancen genommen,
    er hätte auch gleich auf den Sprung verzichten können

      • gate 8 mit schlechtem wind = keine chance
        so ist die raw air tour zum witz geworden

        der springer muss sich darauf verlassen können, dass grünes licht nicht rotes licht ist

      • Bei Wellingers Sprung war nach dem Absprung aber kein Fehler zu erkennen, im Gegensatz zum Sprung von Kraft, der nur mit Mühe einen Sturz verhindern konnte. Kraft hat eindeutig zu viel forciert, sonst hätte es böse ausgehen können. Gott sei Dank hat er mit hervorragender Körperbeherrschung und mit tollem Fluggefühl das Unglück verhindert, dafür verdient er großen Respekt.

  2. Auf die Gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen: Auch Kamil Stoch hat ähnlich viele Windpunkte zugesprochen bekommen, wie Wellinger, dürfte also ähnliche Verhältnisse gehabt haben. Trotzdem sprang er doch ein paar Meterchen weiter. Es lag also offenbar nicht nur an den Bedingungen. Natürlich trotzdem bitter für Wellinger, dass er ausgerechnet jetzt den mit Abstand schwächsten Sprung der gesamten Tournee springen musste.

    • Warum sollten Sie sich hier unbeliebt machen! Sie können doch Ihre Meinung schreiben! Und selbst wenn Sie sich unbeliebt machen, dann lassen Sie’s abperlen. Glauben Sie mir, ich weiß aus eigener Erfahrung was es heißt, sich hier unbeliebt zu machen, allerdings bei den Österreichern. Stoch hatte bei seinem Sprung ein Drittel mehr Aufwind. Auf einer solchen “Riesenchance” macht das bei dem gegebenen geringen Anlauf sehr viel aus. Vielleicht ist Ihnen bei vielen Springern aufgefallen, dass diese nach ca. zwei Dritteln der Luftfahrt noch einmal richtig vom Hang “weg gestiegen” sind. Genau das war bei Wellinger aber nicht mehr möglich. Der musste an diesem Punkt landen. Abgesehen davon hat Stoch im zweiten Durchgang einen “Zaubersprung” hingelegt, meine Hochachtung dafür. Stoch weiß ganz genau, was mit Wellinger veranstaltet wurde, deshalb hat er seinen Sieg auch dem jungen Deutschen gewidmet. Stoch ist ein wahrer Champion!

      • Stimmt, war eine faire Geste. Aber wie kann es sein, dass Wellinger nur drei Windpunkte mehr bekam als Stoch, wenn er gleich ein Drittel weniger Aufwinds hatte? Ich weiß zugegeben nicht so genau, wie die Windpunkte berechnet werden, aber das erscheint mir doch komisch. Ich vermute auch, dass Stoch einen anderen Flugstil habe, welcher es ihm ermöglicht, auch bei schlechten Windbedingungen weit zu springen. Das war schon bei Adam Malysz so und der wird bei Stochs Entwicklung alles andere als unbeteiligt gewesen sein. Da kann Wellinger noch viel von lernen. Das wird er sicherlich auch tun. Ist ja noch jung, der Mann und er kann noch einiges nachholen 🙂

        • Stoch hatte 0,84 m/s Aufwind und bekam dafür einen Abzug von 12,1 Punkten. Wellinger hatte 0,61m/s Aufwind und bekam dafür einen Abzug von 8,8 Punkten. Also bei beiden Werten können wir von einer Differenz von ziemlich genau einem Drittel sprechen. Dieses Drittel, vor allem wenn es in der Mitte des Hangs oder nach zwei Dritteln des Hangs fehlt, hat leider bei einer Skiflugschanze eine extreme Wirkung, vor allem dann, wenn so wenig Anfahrt zugestanden wird. So unterschiedlich sind die Flugstile von Wellinger und Stoch eigentlich nicht. Beide setzen auf eine Mischung aus starkem Absprung und Tempo. Deshalb kommen Sie auch meistens auf den verschiedensten Anlagen zurecht, von der Normalschanze bis zur Skifluschanze. Die Sprünge von Jurij Tepes sind z.B. fast nur auf Geschwindigkeit ausgelegt, deshalb ist er ein Spezialist für Flugschanzen und hat Probleme auf Normalschanzen.

          • OK, die angezeigten Pluspunkte werden mit den Gatepunkten zusammenhängen, welche mit den Windpunkten verrechnet wurden. Du hast wohl Recht in deiner Argumentation. Ich kenne mich da nicht so gut aus. Ich habe vorhin bei Facebook aber das Argument gelesen, dass der Aufwind zum Zeitpunkt, als Wellinger losfuhr, noch recht ordentlich gewesen sei, dann aber plötzlich stark nachgelassen habe. Das wäre dann einfach Pech und niemand könnte etwas dafür. Was meinst du zu dieser These?

          • Die haben doch aber ewig gewartet. Die hätten ihn sofort nach Kamil losschicken sollen.

          • Ich weiß nicht, vorher Sie die Daten beziehen. Bei der TV-Übertragung werden Gate- und Windpunkte zusammen verrechnet, da liegen Sie absolut richtig. Hier auf dieser Seite unter http://medias4.fis-ski.com/pdf/2017/JP/3820/2017JP3820RL.pdf erhalten Sie die genauen Einzelwerte. Die These aus “Facebook” halte ich für sehr gewagt um nicht zu sagen unwahrscheinlich. Widerlegen kann ich sie aber nicht. Dazu bräuchte man die exakten Daten der Windmessungen. Die werden von der Jury aber kaum veröffentlicht werden, sonst verlöre sie ja eine Rechtfertigungsmöglichkeit. Da von “Grün” bis zum Flug aber nur max. 20 Sekunden vergehen, müsste es sich schon um einen außergewöhnlichen Zufall gehandelt haben. So etwas passiert eigentlich nur bei extrem böigen Bedingungen, die herrschten heute aber ganz sicher nicht. Laut Hayböck waren die Bedingungen sogar ausgezeichnet.

          • Man berief sich auf das Schweizer Fernsehen. Die Kommentatoren hätten sich dementsprechend geäußert. Ich halte allgemein auch gar nichts von Verschwörungstheorien und bin daher geneigt, dem Glauben zu schenken. Außerdem: Was soll schon dabei sein, wenn der Aufwind mal für eine kurze Zeit ein wenig nachlässt? So unrealistisch ist das doch nicht.

  3. ganz klar,wellinger beschissen,dem ösi zugespielt. den raw käse braucht keiner wenn man beim letzten sprung angeschissen wird.pfui jury.von anfang an mit dabei.

  4. Die Jury hat alles richtig gemacht.
    Wellinger hatte eh schon so viel Glück diese Saison. Er hat zwei mal Silber gewonnen, ist jetzt auch noch Dritter in der Raw-Air-Wertung obwohl er normalerweise nicht unter den Top 10 zu finden ist. Er sollte zufrieden sein mit dem was er diese Saison erreicht. Das ist weit mehr als er sich erträumen konnte.
    Ich muss zugeben, ich bin etwas entäuscht, dass Krafti den zweiten Sprung vermasselt. Jetzt ist seine Podestserie gerissen. Ich bin allgemein etwas mit unseren Jungs unzufrieden. Normalerweise müssten wir jedes Jahr den Nationencup holen, dieses Jahr wirds aber schwierig. Mit dem Weltrekord und dem Gesamtweltcupsieg nähern wir uns aber schon wieder dem Niveau zu Zeiten Pointners.

    • oh man was ist das denn für ein Ösi Gequatsche eines Östereichischen Ultra Fans? Warum wird das denn hier überhaupt erlaubt?
      Wellinger ist nicht unter den Top 10 zu finden? Dann guck dir mal den Gesamtweltcupstand ganz genau an.
      Ihr müsst jedes Jahr den Nationencup holen? Wie oft habt ihr den denn in den letzen Jahren gewonnen?

      • ganz meine Meinung , wie kommt Wuffi drauf das nur die Ösis gewinnen dürften, die waren alle nicht so gut außer kraft aber Welli ist sehr wohl unter die top 10 braucht Wuffi ne Brille?

    • eine goldmedaille hat wellinger aufgrund der zweifelhaften haltungsnotenvergabe bereits nicht bekommen, kraft wird permanent besser benotet und hat dadurch bereits mehrere springen durch die haltungsrichter gewonnen

      • Während der WM flog Kraft einfach sauberer. Aber Wellinger hat seitdem seinen Flugstil entschieden verbessert und ist daher auch während der Raw-Air zum Teile mit wesentlich besseren Noten belohnt worden. Die Welt hat sich nicht gegen Wellinger verschworen, keine Sorge 🙂

        • Bei der Entscheidung auf der Normalschanze kann man durchaus noch so argumentieren. Auf der Großschanze sah die Sache anders aus. Da springt Wellinger im zweiten Durchgang über Hillsize und landet auch noch mit einem sauberen Telemark. Kraft springt unter Hillsize und bekommt teilweise um 1,5!!! Punkte bessere Noten als Wellinger. Das widerspricht vollkommen der gängigen Wertungspraxis, wie sie eigentlich immer zu beobachten war, egal bei welchen Sportlern. Dieselbe Bewertung für Kraft oder von mir aus auch 0,5 Punkte weniger für Wellinger wären noch irgendwo vertretbar gewesen. Aber die Differenz der dann ausgesprochenen Wertungen war im Vergleich der beiden Sprünge viel zu groß. Schade, dass die Wertungsrichter solche “Urteile” nicht öffentlich begründen, dann bekäme man vielleicht einen anderen Eindruck. Aber so bleibt für den Skisprungfan ein schaler Beigeschmack.

          • Naja, selbst Dieter Thoma sagte in der ARD, dass Wellingers Sprung auch auf der Sprungschanze wesentlich unsauberer gewesen wäre als der Krafts. Eine tolle Weite plus Telemark alleine garantieren noch keinen sauberen Sprung. Da spielt noch viel mehr eine Rolle, z.B. keine Korrekturen während des Fluges.

          • Die HS der Salpausselkä-Schanze ist genau 130m, Wellinger landete bei 129m, Kraft bei 127.5m und hatte schlechteren Wind. 0.5 Punkte weniger von jedem Kampfrichter für Wellinger hätten noch immer den Sieg für Kraft (um 0.8 Punkte) bedeutet. Die Diskrepanz pro Kampfrichter im zweiten Durchgang betrug maximal 1,0 Punkte

    • mit Brille wäre so ein Blödsinn nicht geschrieben worden und bitte wieso ist das normal das ihr ösis jedes jahr den nationencup gewinnen müßt ? Normal ist das jeder mal gewinnt siehe Prevc und da wird auch nicht gesagt letztes jahr haben sie gewonnen nun müßten sie wieder gewinnen, dusseliges geschreibsel ist von dir

      • Wieso dumm? Du hast wohl keine Ahnung.
        Welche Nation hat 7 mal in Folge die Vierschanzentournee gewonnen? Welche Nation hält den Weltrekord und hat die meisten Weltcupsiege erreicht? Welche Nation hält den Punktrekord im Nationencup?

        Welche Erfolge könnt ihr denn schon aufzählen? Seid zufrieden mit dem was ihr erreicht habt.

        • Normalerweise müssten wir jedes Jahr den Nationencup holen.
          Wenn ich so einen Scheiß schon höre. Da spricht die pure Arroganz heraus. Im Moment haben die Österreicher genau einen Topspringer. Lasst den mal ausfallen, so wie es bei den Deutschen der Fall ist. Dann gehen in Österreich die Lichter aus.
          Hinter Kraft sieht es nämlich ganz schön dunkel aus. Hayböck war dieses Jahr eine Riesenenttäuschung, der war letztes Jahr noch 4. Fettner war sehr ordentlich im Vergleich zu den Erwartungen. Und danach kommt genau….nichts!

          Dann kommt schon Andi Kofler.
          Wäre Freund fit, dann wäre Deutschland vor dem ÖSV im Nationencup.
          Stefan Kraft überstrahlt momentan alles und verdeckt, dass es schon lange nicht mehr so gut um das österreichische Skispringen steht.
          Schlierenzauer wird meiner Meinung nach nie wieder in die Form kommen, in der er als junger Bursche war. Und wer kommt denn nach?
          Die deutsche Mannschaft ist wesentlich geschlossener mit sechs Springern unter den ersten 21 im Gesamtweltcup.
          Die letzten 2 Jahre hat Deutschland Österreich im Nationencup jedes Mal überflügelt. Nur so zur Information. Auch die Polen habe den Österreichern in den letzten Jahren den Rang abgelaufen und die Norweger im letzten Jahr auch. Und wen soll es interessieren, wer irgendeinen Rekord im Nationencup hält oder den weitesten Flug hat?

          • Und wer ist dafür verantwortlich? Wir Österreicher! Die Polen, Deutschen, die Norweger, sie alle vertrauen auf österreichische Trainer. In jedem dieser Springer steckt also ein bisschen österreichischer Stil. Unsere Konkurrenten wären ja alle auf verlorenem Posten, würden nie den Nationencup gewinnen, nie! Fehlendes Talent und unqualifzierte Fachkräfte, das ist eben eine schlechte Kombination.

          • Gottes Willen, was ein Schwachsinn. Anfang der 2000er waren die besten Trainer alle Finnen. Selbst die der ÖSV-Adler. Mussten die Finnen deshalb auch jedes Jahr den Nationencup gewinnen? Ihre kausale Ketten sind zum Davonlaufen.

          • Komm mir nicht mit den Finnen. Die waren damals in einem Dopingskandal verwickelt. Dann ist es bergab gegangen mit denen. Schau, wo sie jetzt stehen.

            Wir Österreicher sind noch die konstantesten von allen!

  5. kraft wurden 21,6 und wellinger 8,8 windpunkte im zweiten durchgang abgezogen
    beide mit gate 8, das ist absoluter betrug, bei dem wenigen anlauf und schlechten wind kann man in keinster weise mehr von sport sprechen
    wellinger war vor dem sprung bereits chancenlos
    so ist die gesamte raw air tour ein witz
    die jury hat absolut versagt bzw. absichtlich versagt?

    • Soweit ich mich erinnere, hat Kraft 8 Komma nochwas Wind/Gate-Punkte ZUgesprochen (und nicht etwa ABgesprochen) bekommen und Wellinger über 18 – Sprich, es wurde sehr wohl anerkannt, dass Wellinger entschieden schlechtere Bedingungen hatte.

      • Beim Skifliegen hat der Wind aber ganz andere Auswirkungen als auf der Großschanze. Die meisten Springer kratzen beim Fliegen doch mit den Skienden fast auf dem Vorbau. Und an dem Punkt brauchst du dem Aufwind, damit du erst zum Fliegen kommst. Die haben doch eine ganz andere Flugkurve. Und wenn zum fehlenden Aufwind noch mangelnde Anlaufgeschwindigkeit kommt, dann Gute Nacht. Da kannst du gleich ohne Skier vom Schanzentisch Standweitsprung machen. Danke “liebe” Jury!!!!!!!!!!!!!!

        • Soweit ich weiß, hatte Wellinger, als er losfuhr, noch guten Aufwind, welcher sich aber plötzlich massiv abschwächte. Da kann niemand etwas dafür, die Jury hat ihn extra zu einem guten Zeitpunkt losgelassen. Skispringen ist nun einmal eine Freiluftsportart. Da hat sich, abgesehen vom Winde, niemand gegen irgendwen verschworen, keine Sorge 🙂

          • Direkt nach Kamils Flug waren die Bedingungen noch super. Aber die haben Welli 4 Minuten warten lassen. Keiner wußte warum. Selbst Hanni auf Eurosport hat es nicht verstanden. Warum war die Ampel rot? In der Windgrafik war nicht rotes zu sehen. Da ware noch um die 2,5 – 3 m Aufwind und alles hätte gepasst. Und dann flaute der Wind ab (ca. 0,8m Aufwind) und promt wurde es grün. Sorry, aber für sowas habe ich kein Verständnis! Das ist Mauschelei hoch zehn!

      • Der User “john lemon” hat schon recht, beide Springer erhielten Abzüge, weil Sie beide Aufwind hatten. Im ersten Durchgang hatte Kraft 1,57 m/s Aufwind, dafür wurden 22,6 Punkte abgezogen, Wellinger hatte 1,33 m/s Aufwind, dafür wurden 19,2 Punkte abgezogen. Im zweiten Durchgang hatte Kraft 1,50 m/s Aufwind, dafür wurden 21,6 Punkte abgezogen, Wellinger hatte 0,61 m/s Aufwind, dafür wurden 8,8 Punkte abgezogen. Während Kraft
        also bei beiden Sprüngen annähernd gleiche Bedingungen hatte
        (Anlaufluke 8), war die Differenz bei Wellinger gewaltig: Er hatte um
        mehr als die Hälfte weniger Aufwind als im ersten Durchgang und dazu noch eine Luke weniger Anfahrt (im ersten Durchgang fuhr er aus Luke 9 an). Eine solche Umstellung innerhalb eines Wettbewerbs ist für einen Springer eigentlich kaum zu bewältigen

      • Stellen Sie sich vor, Sie überholen einen Lastwagen. Einmal haben Sie ein Auto mit 100 PS und einmal mit 40 PS zur Verfügung. Die
        Geschwindigkeit des Lastwagens und die Straße bleiben gleich. Das
        Schlimme ist: Sie wissen beim zweiten Mal nicht, dass Ihr Wagen nur noch 40 PS hat und gehen weiterhin von 100 PS aus. Kommt dann Gegenverkehr, vor dem Sie beim ersten Versuch noch locker einscheren konnten, so werden Sie beim zweiten Versuch unweigerlich einen Unfall verursachen.

  6. einmal sind es die ungerechten Haltungsnoten, dann die Bedingungen, die Wellingers Siege verhindern. Die besseren Springer sind halt doch Stoch und Kraft.

  7. Ein Deutscher darf doch nicht gewinnen…das weiß die Jury zu verhindern. Nachweislich hatte Wellinger die schlechtesten Bedingungen aller Topspringer. Das hat mit fairem Sport nichts zu tun – so etwas ist Betrug.

    • Genau so sehe ich das auch. Das verwunderliche daran ist, dass Kamil noch gute Bedingungen hatte und 240+ geflogen ist. Aber bei Andy hat man unverständlicher Weise 4-5 Minuten gewartet, ehe man ihm grün gegeben hat. Man hat offensichtlich mit Erfolg auf schlechten Wind gewartet. Was hat das noch mit fairem Sport zu tun?
      Alles gut und schön mit dem Variieren der Anlauflänge. Aber es ist Irrsinn, dass z.B. Kevin Bickner im 1. Dg aus Luke 12 auf 244m fliegt und Andy aus Luke 8 auf 242,5m. Das ist aus meiner Sicht eine totale Verzerrung des Wettbewerbs.

    • Wetter lässt sich nurmal nicht beeinflussen und auch die Jury besteht nur aus Menschen.
      Dabei von Betrug zu sprechen ist das unfaire, nicht der Wettbewerb! Wenn die Jury auf Risiko gegangen wär und Wellinger jetzt im Krankenhaus liegen würde, wäre sie doch genauso kritisiert werden und es wurde doch oft genug gesagt, dass es dieses Wochenende vor Allem um die Sicherheit der Athleten geht.

  8. Es ist sportlich einfach nicht OK gewesen, Wellinger bei diesen Bedingungen Grün zu geben. Leider können wir nichts dran Ändern, auch Kraft verdient den Sieg in der Raw Air und auch dem im Weltcup. Aber ich würde mal eine Diskussion mit der Jury und allen Offiziellen halten, da herscht eindeutig Bedarf!!

  9. Wellinger ist halt nicht der wahre Siegspringer – betrachtet man die ganze Saison, hat er ein bisserl zuviel “Pech” immer!

    • Man könnte auch sagen, Wellinger darf noch kein “Siegspringer” sein. Ich finde es auch seltsam, dass alle knappen Entscheidungen immer zugunsten des Herrn Kraft ausfallen. Etwas zu viel profitiert immer ausgerechnet Kraft, finden Sie nicht? Aber wir wollen mal kein System dahinter vermuten, ich vertraue auf die Neutralität der Jury und der Wertungsrichter.

      • Zur WM flog Kraft einfach sauberer, das muss man so sagen. Zuletzt hat sich Wellinger aber diesbezüglich deutlich verbessert, weshalb er nun auch bei den letzten Springen bessere Haltungsnoten bekommen hat. Das mit dem Winde heute war einfach Pech.

      • Solche Zufälle gibts. Außerdem war Kraft in den letzten Bewerben immer besser als Wellinger. Es ist nur spannend geworden, weil Kraft bei der Quali Windpech hatte.
        Bei der WM waren sie beide fast gleich gut. Aber einer muss eben gewinnen und wenn es so knapp hergeht gewinnt halt nicht immer der Bessere, ist halt so.

  10. Was hat das mit Pech zu tun? Erst wird Welli mit den Haltungsnoten beschissen und jetzt lassen sie ihn mit zu wenig Anlauf bei schlechten Bedingungen runter. Ist doch nicht.fair.
    Zur Erinnerung: Beim Einzelfliegen in Oberstdorf wurde nach dem 1. Durchgang abgebrochen. Wer führte- Kraft!!! Und Wellinger hätte ihn im 2. Durchgang gepackt. Und das geht doch nicht. Also Abbruch… Diese Jury mit Hofer, Tepecz und Konsorten gehören in die Wüste geschickt. Alles nur Betrug!

      • Ruhe da unten!!!!!!!!!!!
        Wir können erhobenen Hauptes verlieren, solange es mit rechten Dingen zugeht. Heute war das nicht der Fall

        • Es war alles korrekt. Wäre doch unfair, wenn sie bei Wellinger auf besseren Wind gewartet hätten. Das haben sie ja bei niemanden gemacht.
          Was ist bitte nicht mit rechten Dingen zugegangen?

          • Ganz fair ist es sowieso nie. Man könnte höchstens den Windkorridor verkleinern, dann würde sich der Bewerb aber in die Länge ziehen. Wellinger hatte einfach Pech, mehr nicht.

          • Na dann wollen wir sehen, ob sich die Österreicher das nächste Mal nicht beschweren, wenn der Fall umgedreht einkehren sollte. 🙂

    • Leute, Skispringen ist ein Freiluft Sport und die Wetterbedingungen waren schon seit Tagen schwierig. Ihr tut ja so, als ob unbedingt Jemand euren geliebten Deutschen auf die Füße steigen wollte aber diese Anschuldigungen von eurer Seite sind meiner Meinung nach noch weniger sportlich fair als die Entscheidung der Jury.

  11. Die Raw-Air besteht übrigens nicht nur aus dem heutigen Bewerb:
    Heute hatte Wellinger Pech, aber auch einen schlechten Sprung im 2.DG.
    Aber was in der Quali für Trondheim? Als Kraft als einziger bei startendem stürmischem Schneefall und deutlich schlechterem Wind runter musst und über 30 Punkte verloren hat? An das erinnert sich wieder keiner…
    Kraft ist einfach der konstantere Springer in dieser Saison und vor allem seit der WM und deshalb der verdiente Sieger der Raw-Air!
    Übrigens hatte Kraft bei der WM stets schlechteren Wind als W
    ellinger, was man beim Vergleichen der Weiten klar erkennen kann…

  12. erinnert irgendwie an die Moto GP, wo immer ein Spanier WM werden muß.

    Hier muß halt ein Ösi gewinnen, komme was wolle ….

  13. Natürlich ist es sehr ärgerlich für Andreas Wellinger aber man muss auch bedenken, dass in Vikersund schon das ganze Wochenende sehr schwierige Windbedingungen vorherrschten und die Jury eigentlich einen guten Job gemacht hat (besonders was die Sicherheit der Athleten anbetrifft).
    Skispringen ist halt ein Outdoor-Sport, der von den Wetterbedingungen maßgeblich beeinflusst wird und damit muss man leben. In so einem Fall die Jury zu beschuldigen, einem Deutschen den Sieg nicht zu gönnen (was man hier in den Kommentaren öfter liest) finde ich ziemlich kindisch und das sage ich nicht als Kraft Fan sondern als Skisprungbegeisterter 😉 Diese Anschuldigungen haben dann nämlich auch nichts mehr mit Fairness zu tun!

  14. Wellinger ist einfach noch zu unkonstant für grosse Siege. Das muss man einfach einsehen, denn mit den Bedingungen mussten alle Sportler kämpfen. Stoch hatte in den vorhergehenden Sprüngen durchweg Pech und so konnten Kraft und Wellinger mit besseren Bedingungen triumphieren. Trotzdem holen gute Sportler auch aus schlechten Bedingungen dann noch 200m, was Wellinger nicht geschafft hat. Man sieht bei Wellinger einfach eins: Wenn der Aufwind nicht gut ist fällt er wie ein Stein. Andere Top-Springer fliegen da trotzdem über 200m. Auch wenns für einige Fans bitter ist aber momentan sind Kamil und Stefan die besten Springer / Flieger.

    • Ich behaupte einfach mal, dass Kraft mit Wellingers Bedingungen keine 200 Meter gesprungen wäre.
      Kraft hatte von allen Springern im zweiten Durchgang die drittbesten Bedingungen (nur Polasek und Geiger hatten bessere). Das heißt er hatte die besten Bedinungen aller Topspringer (und zwar mit ziemlichem Abstand).Wellinger hatten die siebstschlechtesten Windbedinungen im 2. Durchgang und außer Zyla hatte kein Topspringer schlechtere Windbedingungen.

      Listet man die Einzelsprünge auf:
      Quali Oslo: Besser Bedingungen für Wellinger
      Team Oslo: Einmal besser Bedingungen für Kraft, einmal Wellinger
      Einzel Oslo: Einmal Kraft, einmal Wellinger
      Quali Lillehammer: Wellinger mit besseren Bedingungen
      Quali Trondheim: Wellinger mit besseren Bedingungen
      Einzel Trondheim: Kraft beides Mal mit besseren Bedingungen
      Quali Vikersund: Kraft mit besseren Bedingungen
      Team Vikersund: Einmal Kraft mit besseren Bedingungen, einmal Wellinger
      Einzel Vikersund: Kraft beides mal mit besseren Bedingungen

      Somit hatte Kraft 8-mal die besseren Bedingungen, Wellinger 6-mal.

      In der Summe aller Sprünge hat Wellinger 29 Punkte Windkompensation abgezogen bekommen.
      In der Summe aller Sprünge hat Kraft 45 Punkte Windkompensation abgezogen bekommen.
      Kraft hatte also auch in der Summe die besseren Windbedingungen.

      Zu dem Punkt, dass Wellinger ein Aufwindspringer sei:
      In der Qualifikation in Oslo beide mit Rückenwind. Wellinger besser.
      In der Quali in Vikersund: Kraft mit Aufwind, Wellinger mit Rückenwind. Wellinger besser.
      Es ist also Stuss, dass Wellinger ein Aufwindspringer sei. Kraft ist vll der besser Rückenwindspringer, aber Wellinger ist beileibe kein schlechter Rückenwindspringer.

  15. Es war und bleibt unverantwortlich. Von wenig Erfahrung des Springers konnte nicht ausgegangen werden, weil Andreas in den letzten Wochen super drauf War. Hätte man hier mehr Zeit gegeben oder den Anlauf geändert der wäre der Wettkampf bis zum Schluss Fer gewesen. Aber so bleibt ein Nachgeschmack übrig. Tina 1957

  16. Es ist wirklich erstaunlich, wie zu Gunsten des Prestiges, dass man als Veranstaltung höchstmöglicher Spannung schaffen will, die Fairness und ein Athlet geopfert wird, von dem selbst Kamil Stoch sagt, er sei der Konstanteste gewesen (s. Nachrichten auf dieser Homepage). Die Gunst, die Stefan Kraft erfahren hat, ist nicht leicht zu verstehen, die Gründe liegen wohl in einem dem Zuschauer nicht so offensichtlichen Bereich. Es ist wirklich sehr, sehr schade, dass den Veranstaltern Punkte wie “Krimi”, Spannung, Härte am Ende wichtiger waren, sonst wäre es wirklich eine rundum tolle Sache geworden.

  17. Früher gab’s keine Windpunkte. Da wären gewisse Herren und Damen nicht gleich auf die Barrikaden gegangen, weil der Wind nicht sooo toll war. Also Klappe jetzt!

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