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  Mission Olympia 2006 in Turin läuft auf Hochtouren
 

Wer ein guter Skispringer werden will, sollte im Alter zwischen 5 und 10 Jahren mit diesem Sport beginnen. Jedes Jahr das man später beginnt, verringert die Chancen, irgendwann international erfolgreich zu sein erheblich. Besonders in jungen Jahren entwickeln die Springer das für weite Sprünge wichtige Fluggefühl.
So eine Faustregel die normalerweise prinzipiell Gültigkeit besitzt. Aber bekanntlich bestätigen Ausnahmen die Regel.

Das sich jetzt allerdings gleich ein ganzes Nationalteam aufmacht diese Regel zu brechen, resultiert nicht aus einem Zufall.
Durch das Sponsoring-Engagement der Firma Gericom bietet sich fünf jungen Athleten und mit ihnen einem ganzen Reich die Möglichkeit ein Team in einer der populärsten Sportarten überhaupt zu stellen.

Eigentlich zehn Jahre zu spät begonnen
Im Alter zwischen 15 und 18 Jahren haben sie mit dem Skispringen angefangen. Die Männer aus dem Reich der Mitte, die zu Beginn des Jahres auserwählt wurden, die Fahne Chinas bei den Olympischen Spielen 2006 im Skispringen zu vertreten.
Unter normalen Voraussetzungen eigentlich keine Chance mehr ein richtig 'Guter' zu werden.
Bei den Männern aus China ist das aber etwas anders. Mit ihrer unglaublichen Energie machen sie die fehlenden Jahre quasi auf der Überholspur wieder gut.
"Es ist unglaublich, für diese Männer gibt es seit wir begonnen haben nur noch Skispringen, sonst nichts" sagt Trainer Heinz Koch.

Rückblende:
Als die fünf Athleten im Januar 2003 in China durch Koch, den
Trainer der Gruppe, aus einer Reihe von aktiven Springer ausgewählt wurden, hatten sie praktisch keine Erfahrung mit Großschanzen (es gibt in China keine Großschanze) und verwendeten teilweise furchterregendes, weil völlig veraltetes Material. Alle bewegten sich auf dem Niveau von Hobbyspringern.
Gut sechs Monate nachdem die Gruppe ihr Trainingslager im österreichischen Stams bezogen hat, haben sich Bedingungen und Leistungsfähigkeit enorm verändert. Inzwischen springen vier der fünf Athleten problemlos über eine K-120 Schanze.

Hartes Trainingsprogramm
Der Trainingsplan ist straff und fordert von den Athleten ein kompromissloses Engagement.
Seit Mitte Juli trainiert die Gruppe unter Leitung von Heinz Koch abwechselnd zwei Wochen an der Basis in Stams und eine Woche beim Sprungtraining in Ramsau, Villach oder Predazzo.
Beim 'Heimattraining' in Stams wird sechs Mal pro Woche vormittags trainiert, nachmittags gibt es dann Deutschunterricht. "Innerhalb der Gruppe gibt es derzeit noch ziemlich starke Leistungsunterschiede" sagt Trainer Heinz Koch. "Das liegt daran, dass alle sehr spät mit dem Skispringen begonnen haben und es allen noch an der nötigen Flugerfahrung fehlt. Zwei aus der Gruppe springen aber bereits auf einem guten technischen Niveau" erklärt Koch weiter.

Ehrgeizige Ziele
"Unser Ziel ist es mit mindestens einem Springer Continentalcup-punkte zu machen. Aus heutiger Sicht könnten im kommenden Winter 2-3 Athleten das Potenzial dazu haben. Mittelfristig könnte es schon nächste Saison einige Einsätze im Sommer Grand Prix und im WC geben. Bis 2006 sollte dann eine Mannschaft stehen bei der der eine oder andere bereits in die WC-Punkteränge springen kann" sagt Koch.

Im kommenden Winter auf internationaler Bühne
Bereits mit dem Beginn der kommenden Saison wird man das chinesische Team auf internationaler Bühne erleben können.
"Heuer werden wir in erster Linie die Continentalcupwettkämpfe bestreiten. Je nach Resultat in der ersten Periode (COCS-Punkte = WC- Qualifikation) könnte es dann sporadisch auch Einsätze im Weltcup geben. In Willingen ist der Teamwettkampf geplant - vorausgesetzt 4 Springer meistern zu diesem Zeitpunkt die Schanze in Willingen auch unter schlechten Windbedingungen" sagt Heinz Koch abschließend.

Das Team/ die Athleten:
WANG Jianxun * 14.11.1981 in Jilin

LI Yang * 31.03.1980 in Jilin

LI Chengbo * 15.11.1984 in Liaoning

TIAN Zhandong * 13.04.1983 in Jilin

LI Cungang * 02.01.1982 in Jilin

Trainer: Heinz Koch







 
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