Das polnische Sommermärchen geht weiter: Kamil Stoch hat sich heute vor etwa 10 000 begeisterten Fans in Wisla den Sieg gesichert. Der Pole, der in diesem Sommer schon mit tollen Leistungen im Continentalcup von sich reden machte, hat mit Sprüngen von 131 und 129 Metern und insgesamt 261,5 Punkten souverän die Konkurrenz dominiert. Zweiter wurde Daiki Ito (248,4 P.), der abermals eine Topleistung ablieferte und 123,5 und 129 Meter weit sprang. Dahinter auf Rang drei konnte sich Tom Hilde (244,3 P.) einreihen, der zweimal 126,5 Meter erreichte.
Verhaltene Entscheidung der Jury
Der erste Durchgang war geprägt von einer sehr knapp bemessenen Anfahrtslänge, bei der sich der nur flau wehende Wind, der oftmals auch von hinten kam, deutlich in den Sprüngen bemerkbar machte. So rückte der Sieg für Springer wie Adam Malysz schon nach dem ersten Sprung in weite Ferne. Mehr Glück hatten da schon Gregor Schlierenzauer, der mit 129 Metern heute wieder einen seiner starken Sprünge ausgepackt hatte. Übertroffen wurde er nur von Kamil Stoch mit 131 Metern, der auch heute seine tolle Form bestätigen konnte. Dahinter auf Rang drei positionierte sich zur Pause Thomas Morgenstern mit 123 Metern.
Auch im zweiten Durchgang wurden die Sprünge nur unwesentlich weiter. Warum die Jury heute so verhalten reagiert hat und den Anlauf relativ gering ließ, bleibt unklar, zumal die Bedingungen an der Schanze absolut unkritisch waren. Der guten Stimmung vor Ort tat das jedoch keinen Abbruch, bei strahlendem Sonnenschein feierten die Leute an der Schanze genauso ausgelassen, wie man es schon von den Weltcups in Zakopane gewohnt ist. Gegen Ende des Springens mussten einige Springer nochmal Federn lassen, so war zum Beispiel der zweite Sprung von Gregor Schlierenzauer auf enttäuschende 118 Metern nicht überzeugend, er landete schlussendlich auf Rang acht. Auch Thomas Morgenstern auf Rang fünf hatte sich für den heutigen Tag mehr ausgemalt. Erneut in guter Verfassung war heute Dawid Kubacki, der sich mit dem sechsten Platz weiter in der erweiterten Weltspitze etablieren konnte.
Schwache deutsche Leistung
Die deutschen Springer haben heute einen schwarzen Tag erwischt. Die Jungadler des DSV konnten nicht überzeugen, taten sich mit dem geringen Anlauf schwer und mussten sich den zweiten Durchgang fast geschlossen als Zuschauer ansehen. Einzig verblieben waren Michael Uhrmann, der mit Weiten von 119,5 und 121,5 Metern auf dem 15. Rang landen konnte, sowie Andreas Wank, der 119,5 und 114 Meter weit auf Rang 28 sprang. Richard Freitag wurde mit 113 Metern 34., Pascal Bodmer landete mit gleicher Weite zwei Plätze dahinter, Danny Quecks 112 Metern brachte ihm Platz 47 ein, direkt hinter ihm hat sich Felix Schoft mit 107 Metern eingereiht.
Als nächsten wird der Skisprungtross nach Japan ziehen, wo in Hakuba das nächste Springen stattfinden wird. Viele der Athleten haben jedoch schon angekündigt, nicht nach Japan reisen zu wollen. Dies ist gerade für die Nachwuchsspringer eine Chance, mit guten Leistungen zu überzeugen. SKIJUMPING.de wird wie gewohnt für Sie berichten. (ssa)
Die Redaktion von Skijumping.de sollte wissen, dass der Anlauf nicht alles ist. Ich denke wir haben auch so ein attraktives Springen gesehen. Die Schanze lässt mehr zu, und es gab gestern auch mehr Anlauf. Aber sie würde sich schneller Kritik einhandeln, wenn der Anlauf doch mal zu hoch gewählt worden sein könnte. Von daher hat sie heute nichts falsches, oder fragliches getan.
Und ob sich Queck, Schoft und Freitag heute mit der Anlauflänge schwer getan haben, ist doch eher spekulativ. Da fehlt es einfach an vielem anderen. Es sind nicht nur die besten Springer heute deutlich über 120 m gesprungen, sondern auch einige aus dem Mittelfeld, was für ausreichenden Anlauf spricht, aus dem jeder was machen konnte, wenn er denn in Form war.
Hubert | 21.08.2010 | 21:16:13
also stoch, vor ito, hilde, malysz, dann morgenstern,...,
8. wieder schlierenzauer, der diesesmal den 2. verhauen hat. nach dem ersten müsste er 2. gwesen sein. schaaaaade!
val | 21.08.2010 | 19:32:46
Stoch hat gewonnen, dann Ito, Morgenstern ... wo ist der Koch, meine der Martin
koch_der_martin | 21.08.2010 | 19:21:47
Du hast wenigstens die Tabelle. bei mir öffnet sich gar nix :-(
alex | 21.08.2010 | 19:14:45
funktioniert bei euch der ticker? bei mir wird zwar die tabelle angezeigt, aber nur leer?!
val | 21.08.2010 | 18:48:35
Stoch 127,5 m
Kubacki 126,5 m
Malysz 125 m
Lato | 21.08.2010 | 17:09:57
achso, vielen Dank für die Infos!
LG
Fabian | 21.08.2010 | 16:56:28
stoch war wieder der weiteste mit 127,5m. malysz war glaub ich um die 122m. also sie waren eigentlich wieder ganz gut! sooo weit ist es in der quali ja generell ned gegangen.
val | 21.08.2010 | 16:51:21
Achso, dankeschön!
und wie weit waren die Polen?
LG
Fabian | 21.08.2010 | 16:47:53
@Fabian
das kann ich dir ja leider nicht sagen.
morgenstern und zauner waren gut. schlierenzauer nicht. wurde mit kofler 5. der quali, aber beide nur um die 115 m...
die deutschen auch nicht so prächtig.^^
val | 21.08.2010 | 16:44:16
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