Severin Freund: “Längerer Weg zur Weltspitze”

Severin Freund sieht sich wenige Tage vor dem Weltcup-Auftakt auf einem langen Weg zurück zur Weltspitze. Der 28-Jährige und sechs weitere Athleten bestreiten für Deutschland die ersten Wettkämpfe in Kuusamo.

Nach einer mehrmonatigen Verletzungspause hat Severin Freund mit Trainingsrückstand zu kämpfen. Dennoch blickt der in den vergangenen Jahren erfolgreichste deutsche Skispringer dem Saison-Auftakt im nordfinnischen Kuusamo zuversichtlich entgegen. “Ich freue mich auf den Saisonstart. Endlich geht es wieder in den Wettkampfrhythmus”, sagte der 28-Jährige am Dienstag.

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Freund spricht davon, noch nicht auf dem Niveau angekommen zu sein, dass er sich wünsche: “Aktuell fühle ich mich gesund und bin bereit für den Weltcup. Gleichwohl haben mir die letzten Wochen in der Vorbereitung gezeigt, dass ich noch etwas zu tun habe und es noch ein längerer Weg sein wird, bis ich da bin, wo ich hin will: in die Weltspitze.”

Sieben Athleten für Kuusamo nominiert

Freund ist Teil des siebenköpfigen Aufgebotes des Deutschen Skiverbandes (DSV) für die ersten beiden Wettbewerben auf der Rukatunturi-Schanze am nördlichen Polarkreis. Neben Freund nominierte die Sportführung des DSV auch Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Karl Geiger, Stephan Leyhe, David Siegel und Andreas Wellinger.

Hüttel: WM-Titelverteidigung als Ziel

“Wir starten mit einer bemerkenswert jungen Mannschaft in den WM-Winter. Ein Indiz für eine gewachsene Dynamik in unserem System und für eine gut funktionierende und qualitativ hochwertige Nachwuchsarbeit, die in unserer Disziplin geleistet wird”, erklärte Horst Hüttel, Sportlicher Leiter beim DSV: “Auf der anderen Seite fehlen mit Andreas Wank und Marinus Kraus zwei der vier Team-Olympiasieger von Sotschi im Aufgebot. Beide werden den Winter-Einstieg im Contintentalcup in Norwegen bestreiten, und wir sind zuversichtlich, dass sie spätestens bei der Vierschanzentournee unser Team verstärken können.”

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Severin Freund sei zwar noch nicht in Bestform, so Hüttel, aber er sei zuversichtlich, “dass er bis zu den Weltmeisterschaften in Lahti das Niveau vergangener Jahre wieder erreichen kann, um seinen WM-Titel verteidigen zu können”.