Weltmeisterin! Carina Vogt verteidigt Titel in Lahti

Foto: GEPA

Carina Vogt schafft es wieder! Die deutsche Skispringerin schlägt wieder einmal beim Saisonhöhepunkt zu und verteidigt in Lahti ihren Weltmeistertitel sensationell vor den starken Japanerinnen Yuki Ito und Sara Takanashi. Maren Lundby fällt im Finale zurück.

Carina Vogt hat wieder einmal Nervenstärke bewiesen. Wie schon bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi und den Weltmeisterschaften 2015 in Falun, schlägt die 25-Jährige wieder beim Saisonhöhepunkt zu. Mit Weiten von 98,5 und 96,5 Metern erzielte die Skispringerin aus Degenfeld 254,6 Punkte und setzte sich in einem hochspannenden Finale gegen das starke, im Vorfeld favorisierte Japan-Duo durch. Yuki Ito sicherte sich mit 97 und 96,5 Metern die Silbermedaille vor ihrer Teamkollegin Sara Takanashi (98 und 95 m; 251,1 P.), die die bisherige Weltcupsaison dominiert hat.





Nach dem ersten Durchgang deutete noch alles auf einen Sieg von Maren Lundby hin. Die Norwegerin führte das Feld nach dem ersten Durchgang noch vor Takanashi und Vogt an, fiel dann im Finale mit schwächeren 91 Metern auf den vierten Platz vor der Slowenin Ema Klineczurück.

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Und Vogt, deren Rückstand auf die führende Lundby mit 3,3 Punkten für Normalschanzen-Verhältnisse nicht gerade gering ausfiel, katapultierte sich mit der Bestweite von 96,5 Metern im Finale nach vorne. Die Führung musste sie bis zum Ende des Finales nicht mehr abgeben – Freudentränen bei der ersten Skispringerin, der es gelingt, ihren Weltmeistertitel zu verteidigen.

Drei Deutsche in den Top Ten, Straub scheidet aus

Bundestrainer Andreas Bauer zeigte sich im Anschluss überwältigt von der starken Leistung seiner in den vergangenen Jahren so erfolgreichen Skispringerin. “Sie hat in den letzten Wochen und Monaten so hart gearbeitet und sich diesen Erfolg verdient”, erklärte der Bundestrainer. Der durfte sich auch noch über weitere Spitzenplatzierungen freuen: Svenja Würth landete mit zwei starken Sprüngen auf 97 und 94 Meter auf dem sechsten Platz. Die Oberstdorferin Katharina Althaus, in der aktuellen Weltcup-Saison bislang beste deutsche Skispringerin, landete als Achte ebenfalls unter den Top Ten.

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Die erst 18-jährige Gianina Ernst belegte den 25. Platz. Ramona Straub verpasste mit schwachen 84 Metern und dem 33. Platz den Einzug ins Finale. Die 23-Jährige, die auf der Salpausselkä-Schanze im Vorjahr schwer gestürzt war, konnte ihrer WM-Teilnahme dennoch Positives abgewinnen: “Eigentlich wollte ich auf dieser Schanze nie wieder springen. Ich hatte den ein oder anderen guten Sprung und darüber bin ich froh.”

Österreich nur mannschaftlich stark

Die österreichischen Skispringerinnen hatten mit dem Kampf um Edelmetall in diesem Jahr wenig zu tun,  präsentierten sich aber zumindest in der Breite stark: Jacqueline Seifriedsberger belegte als beste Österreicherin mit 94 und 92,5 Metern den siebten Platz – daneben landeten auch ihre Teamkolleginnen Daniela Iraschko-Stolz (9.) und Chiara Hölzl (10.) unter den Top Ten.





Die zuletzt starken Italienerinnen Manuela Malsiner und Elena Runggaldier sind mit den Plätzen 15 bzw. 18 hinter den Erwartungen geblieben.

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Die Skispringerinnen kommen im Laufe dieser Nordischen Ski-WM noch einmal zum Einsatz: Am Sonntag werden die Medaillen im Mixed-Teamspringen vergeben. Um 15:30 Uhr startet der Probedurchgang, um 16:30 Uhr (MEZ / alles live bei skispringen.com) folgt der Wettkampf.

  • Fred

    Super Carina!!!!

  • Klaus

    Carina, gratuliere!
    Du hasts einfach drauf.