Werner Schuster: Wellinger kann noch besser springen

Mit dem zweiten deutschen Saisonsieg in der Tasche erklärt Werner Schuster, dass Andreas Wellingers Siegsprung in Willingen eigentlich nicht optimal war. Der Bundestrainer räumt ein, dass die Windbedingungen zugunsten des Deutschen “mitentschieden” haben.

Lange musste die deutsche Mannschaft auf den nächsten deutschen Saisonsieg warten, zwei Monate nach dem letzten des inzwischen verletzten Severin Freund ist es Andreas Wellinger in Willingen gelungen. Den Ausfall des ehemaligen deutschen Vorfliegers scheint die Mannschaft von Werner Schuster jedenfalls gut verkraftet zu haben. Der Bundestrainer findet nach dem starken Auftritt Wellingers am gesamten Weltcup-Wochenende lobende Worte.





“Es war heute zwar eine extrem knappe Geschichte, aber er war an diesem Wochenende hier der beste Springer, hatte in fast jedem Durchgang den weitesten Sprung”, analysierte Schuster. Wellinger habe das Tief nach seinem ersten Weltcupsieg vor mehr als drei Jahren überwunden und sich erfolgreich zurückgekämpft: “Jetzt hat er einen vorläufigen Gipfel erreicht. Ich hoffe, dass er dran bleibt und in den nächsten Wochen daran anknüpft.”

“Die Verhältnisse haben mitentschieden”

Schuster räumt aber auch ein, dass das Glück diesmal auf der Seite des 21-Jährigen war. “Ich bin ein bisschen gespalten, denn wir hatten eigentlich Glück. Sein zweiter Sprung war nicht so gut, wie er hier eigentlich springen kann”, so der Bundestrainer: “Die Verhältnisse haben mitentschieden am Ende.”

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Wellingers Sieg überstrahlt das mäßige Abschneiden der übrigen deutschen Skispringer – zweitbester DSV-Adler wurde Markus Eisenbichler als 18. Auch Leyhe, Freitag, Geiger und Wank sind auf der Mühlenkopfschanze hinter den Erwartungen geblieben. “Sie können mehr und haben ihr Potenzial nicht gezeigt”, analysierte Schuster, der von einem “eigenartigen” Wettkampf spricht: “In dieser Saison hatten wir immer fünf, sechs Leute unter den besten 15, hatten aber nie etwas mit dem Sieg zu tun. Sie können sich aussuchen, was Ihnen nun lieber ist.”

14 Kommentare

  1. Man sollte Wellinger jetzt nicht so unter Druck setzen. Man hat oft genug gesehen dass aus der deutschen Mannschaft einzig Severin Freund mit Druck halbwegs zurecht kommt.

  2. Ganz toller Wettkampf. Mich hat auch die ZDF Übertragung erfreut aber vollkommen unverständlich dass man im 1. Durchgang erst so spät eingestiegen ist.

  3. Hallo Herr Schuster !!!
    Warum war Wellinger, Tande , Kraft , Haybaeck und manche Skispringer von Rang 14 – 20 besser . Die Skispringer haben sich bei Anzug ein kleine Vorteil verschafft gegenueber Ski springer aus Slovenien, Polen oder Japan. Man konnte deutlich sehen und vergleichen in Bereich Unterlaib und Schritt Bereich wurde am Stoff nicht gespart (Sepp Kratzer soll naechste mal besser nachmessen Oberschenkeln erlaubt sind nur paar mm). Am meisten hat Tande und Wellinger bei letzten Springen in Deutschland gehabt. Man konnte auch bei Frauen SPRINGEN in Rasnov (Ich war live dabei ) sehen Norwegen , Japan und Russland haben in den Bereich viel Stoff gehabt

    • Du hast die Springer angefasst, weil du weißt, dass es viel Stoff ist?
      Die Springer von Rang 14-20 waren besser, weil sie nicht auf Rang 21-30 sind.
      Gratzer könnte sicher noch mehr kontrollieren. Am besten gleich den Körper nach Sensoren untersuchen.
      Du bezahlst es, ich weiß, ich weiß.

  4. Hallo WW wo Stoch !!!!!!
    Man braucht die Skispringen nicht anzufassen man kann sehen das Anzug nicht am Koerper anliegt . Sehe bitte bei Springen in Willingen wenn der Skispringer sich am Balken hinsetzt oder Ski Schuhe auszieht bilden sich bei vielen Skispringer auf Ski anzug falten in Bauch Bereich. Wenn bei den Skispringer mehr Stoff in den Bereich ist wird zum eine Vorteil. Mehr Stoff flaeche in Bereich von 5cm /Q bringt bis 7 Meter Vorteil, Ueber so was kannst du nachlesen in Google oder bei Fallschirm springen

    • Im Winter können die Athleten sich am Balken nicht einfach umziehen. Dafür ist es zu kalt.
      Wenn dir der Athlet zu weit springt, ist doch kein Problem: Du springst mit dem Fallschirm eh weiter.

  5. WW Stoch !!!!
    Wir wollen alle ein Fair Play . Es gibt Gesetzte ueberall auch in Sport . Oder moechtest du dass alle Sportler Doping nehmen . Ueber mehr Stoff oder zu lange Ski ist auch ein Gesetzt in Bereich von Ski springen. Mach bitte eine Experiment zu Hause lass bitte ein 5 Euro Schein und 10 Euro Schein aus gleiche hoehe fallen dann siehst denn unterschied. Mit Fallschirm springen habe ich zu tun . Lass es in raum stehen und bitte keine weiter Kommentare

    • Hab aber auch noch nie einen Skisprunganzug gesehen, der aus Geldscheinen gemacht wurde.
      Aber ich geb dir einen Rat: Nimm bei deinem nächsten Sprung einen Zehneuroschein statt einen Fallschirm. Weil der hat in dem Experiment, was du erwähnt hast, jeden Test bestanden. Er ist nie abgestürzt, als ich das Experiment in Polen durchgeführt habe.

  6. WW Stoch .
    Ich glaube wir komme niemals zusammen bei Ski Springen auf eine Loesung, Technik und Mathe sind nicht dein staerke (Welt] . Ich werde zum 100 % in Kranjska Gora dabei sein. Vielleicht kenne wir da , eine Tea oder Kaffee trinken. In den Hotel wo in Jahr 2015 auch Polnische Springer untergebraucht waren . Schade ich bin kein Fan von Springer aus Polen. Mein herz schlaegt mehr fuer Austria und Japan Springer

    • Ich würde an deiner Stelle auf diese Trolle gar nicht erst eingehen. Es ist reine Zeitverschwendung, denen auch nur irgendwas zu erklären.

      Zu deiner Kritik bzgl. Skisprunganzüge:
      Völlige Gerechtigkeit wird es nie geben, eine strenge Kontrolle wird jedoch immer wichtiger, da der Sport immer materiallastiger wird. Früher hat es keine Windregel gebraucht und trotzdem hat der Beste gewonnen. Heutzutage ist man in der Technologie schon so fortgeschrittenen, dass kleine Unterschiede im Material oder Wind große Ergebnisveränderungen zur Folge haben. Soll heißen: Wenn ein Team die besseren Technologien zur Verfügung hat, dann können sie sich einen Vorteil verschaffen ohne die Regeln brechen zu müssen. Um Fairness zu erhalten, müsste man den Sport in Zukunft dann noch mehr regulieren. Der Nachteil ist nur: Dann gibt es mehr Disqualifikationen und das Problem ist nicht von Tisch, weil es immer Schwachstellen im Regelwerk gibt, die diverse Teams dann ausnutzen.
      Um das Problem zu lösen, muss man sich überlegen, wie man den Sport wieder weniger materiallastig macht. Das ist sicher ganz nicht einfach, aber erstrebenswert!

      • Bravo Lenny ich bin deine Meinung. Aber es war auch Thema 2010-2012. Normal muss Sport sauber bleiben .Aber fuer viel Nation heisst nur erste Platz zaehlt. alle andere sind Verlierer .
        Viel spass in Oberstdorf

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