Mit deutlichem Vorsprung

Auftakt-Sieg! Karl Geiger triumphiert in Nischni Tagil

Karl Geiger feiert einen Auftakt nach Maß in die Olympia-Saison. In einem hochspannenden Finale setzt sich der Oberstdorfer mit deutlichem Vorsprung gegen die versammelte Konkurrenz durch. Zuvor sorgen Corona-Fälle für Aufregung.

Mit Sprüngen auf 134,5 und 133 Meter sicherte sich Karl Geiger den Sieg beim Weltcup-Auftakt der Skispringer. Der Oberstdorfer erzielte am Samstagabend im russischen Nischni Tagil insgesamt 252,4 Punkte und setzte sich damit gegen Ryoyu Kobayashi aus Japan durch, der auf 128 und 131 Meter (243,7 P.) kam. Den dritten Platz belegte Halvor Egner Granerud aus Norwegen mit 133 und 125 Metern (239,7 P.).

Nach dem ersten Durchgang sah es noch nach einem Sieg von Gesamtweltcup-Titelverteidiger Granerud aus, der zur Halbzeit mit einem Vorsprung von 0,7 Punkten hauchdünn vor Geiger und Kobayashi in Führung lag. Doch während der Deutsche mit der Bestweite im Finaldurchgang ein deutliches Ausrufezeichen setzen konnte, hatte der Norweger schon während der Luftfahrt zu kämpfen und fiel auf den dritten Platz zurück.

Geiger: „Ich komme aus dem Grinsen nicht mehr raus“

„Ich bin sehr glücklich. Natürlich wusste ich vorher nicht, wo wir zum Saisonstart stehen. Jetzt weiß ich es und komme aus dem Grinsen gar nicht mehr raus“, sagte Geiger und ergänzte: „Ich weiß aber auch, dass ich vom Wind auf der glücklichen Seite war. Aber das gehört zum Skispringen auch dazu.“

Daneben präsentierte sich aus der deutschen Mannschaft auch Markus Eisenbichler stark. Mit 122,5 und 119,5 Metern konnte sich der Siegsdorfer im Vergleich zum Vortag deutlich steigern und belegte den sechsten Platz. Noch vor ihm landeten der Japaner Naoki Nakamura, der als Vierter für die Überraschung des Tages gesorgt hat, sowie Qualifikationssieger Kamil Stoch aus Polen (5.).

Wellinger knapp ausgeschieden

Erste Weltcuppunkte in dieser Saison haben außerdem Stephan Leyhe (14.), Constantin Schmid (22.) und Pius Paschke (26.) gesammelt. Aus der deutschen Mannschaft ist einzig Andreas Wellinger vorzeitig ausgeschieden. Mit 114 Metern und Platz 31 ist der Olympiasieger von 2018 denkbar knapp am Einzug ins Finale gescheitert. „Es war definitiv der beste Sprung hier. Ich bin ganz happy und konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen habe“, sagte Wellinger in der ‚ARD‘.

Österreicher verpassen Top Ten

Hinter dem sechstplatzierten Eisenbichler überzeugten die beiden Slowenen Anze Lanisek (7.) und Cene Prevc (8.). Daneben gelang zum Saisonstart auch dem Norweger Robert Johansson (9.) und Yukiya Sato (10.) der Sprung unter die besten Zehn.

Nicht viel zu holen gab es hingegen für Team Österreich, die nach dem überraschenden Qualifikations-Aus von Stefan Kraft die Top-Ten-Plätze verpasst haben. Bester Springer der Alpenrepublik wurde am Ende Manuel Fettner als Zwölfter.

» Event-Übersicht: Zeitplan & Infos zum Weltcup in Nischni Tagil

Für Aufregung sorgte im Vorfeld ein zusätzlicher PCR-Test, den die Verantwortlichen aufgrund der dynamischen Infektionslage kurzfristig verlangt haben. Neben dem Polen Klemens Muranka wurde dabei auch ein Betreuer der deutschen Mannschaft positiv getestet, wie der DSV gegenüber skispringen.com bestätigt hat. Auch ein weiterer Skispringer musste sich nach einem positiven Testergebnis in Quarantäne begeben und wird morgen nicht starten.

Um 14:30 Uhr startet dann zunächst die Qualifikation, um 16 Uhr (MEZ / alles live bei skispringen.com) folgt der Wettkampf.

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Über Marco Ries 727 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

13 Kommentare

  1. Gratulation an Karl und an alle Springer. Respekt von euren Leistung. Ich habe schon gestern gesagt, das im Wettbewerb darauf ankommt und nicht in der Qualifikation. Diese Gelaber vom Windglück kann ich nicht mehr hören.

  2. Also bei dem Wind hätte auch jeder andere vorne gelandet, er hat selbst zugegeben, das es Glück war. In diesem Winter leider sehr schwach die DSV Springer.

    • Glück und Pech gleichen sich während der Saison aus.
      Trotzdem gute Leistung von allen Deutschen.
      Nur bei Wellinger weiß ich nicht so genau, wo die Reise hingeht.
      Heute ganz knapp die Punkte verpasst.
      Mit Freund und Hamann stehen zwei Springer bereit, die im Gegensatz zu Wellinger letzte Saison auf mal Punkte eingefahren haben.

      Am meisten hab ich mich aber über Leyhe gefreut. Nach seiner langen Verletzung ist Platz 14 top. Ich denke den werden wir die Saion paar mal unter Top-10 sehen.

      • Geb ich dir im grossen und ganzen recht,nur finde ich,dass für den Wellinger immer Entschuldigungen und Ausreden gesucht werden warum es nicht klappt,statt mal zu hinterfragen wie es sein kann,das ein Leyhe und ein Tande nach schwerer Verletzung bzw. schwerem Sturz besser dastehen. Irgendwann sollte der Olympiasiegerbonus auch für ihn nicht mehr gelten…

        • Ich kann natürlich die Entscheidung aus Sicht des Trainers verstehen.
          Hier geht es ja „nur“ um Springer Nr.6.
          Und der Trainer, der fast täglich mit den Springern zusammen ist, kann die Situation am besten einschätzen.
          Ich denke, man sieht in Wellinger das Potenzial wieder nach vorne zu kommen.
          Falls er sich im Laufe der Saison nicht verbessert und andere im COC gute Leistung zeigen, wird er sich nicht im ersten Kader halten können.

          So sehr ich Severin Freund auch mag, drücke dich trotzdem Wellinger die Daumen, dass er sich verbessert.

    • Schlechte Grammatik, dumme Aussagen.

      Geiger mit schwachen Sprüngen gewonnen, nur Windglück.
      Eisenbichler mit schwachen Sprüngen und schlechtem Wind 6.
      Leyhe nach Kreuzbandriss sehr schwach zurück gekommen als 14.

      Merkst du was?

      Klar hatte Geiger Glück mit dem Wind, das hatte Kobayashi im 2. Durchgang auch und Karl ist trotzdem weiter gesprungen. Im ersten Durchgang war er bei gleichem Wind auf Augenhöhe mit Granerud.

      Diese Webseite hier ist so gut.. wenn sich nur nicht immer hier diese ahnungslosen Idioten und Spammer rumtreiben würden

    • Wer sich hier in der Kommentarspalte sammelt, da muss man ja immer den Kopfschütteln…aber bei zwei Springern in den Top 6, davon sogar einem Sieg, von sehr schwach zu sprechen, ist einfach nur noch unverschämt und zeigt ihren fehlenden Intellekt.
      Jeder Sportler weiß, was Disziplin, Ehrgeiz und Arbeit bedeutet, die Kritik und Beleidigungen die hier zu finden sind, sind unter aller Sau und sollten auch konsequenter einfach gelöscht werden. Bei dermaßen Beleidigungen kann man auch nicht die allgemein so gern genannte Meinungsfreiheit mehr anführen.

    • So schwach, dass am Sonntag 3 der Top 10 Deutsche waren.
      So schwach, dass am Sonntag alle 6 in den Punkten waren.
      So schwach, dass Deutschland aktuell die Nationenwertung anführt.
      Junge, mach den Kopf zu, bevor du so ne Sch**** schreibst.

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