Nach sieben Jahren Horngacher beginnt beim DSV eine neue Ära: Kurz nach Abschluss der Weltcup-Saison hat der Verband seinen Nachfolger für das Amt des Bundestrainers benannt.
Die Entscheidung ist gefallen: Der Deutsche Skiverband (DSV) hat am Mittwoch den neuen Bundestrainer benannt, der das Amt von Stefan Horngacher übernimmt. Der Österreicher hatte bereits vor Saisonbeginn seinen Rücktritt zum Abschluss des Olympia-Winters verkündet.
Wie der DSV nun auch offiziell bestätigt hat, übernimmt Andreas Mitter die Führung der deutschen Skisprung-Männer. Der österreichische Diplomtrainer ist im Verband kein Unbekannter: In den vergangenen drei Jahren agierte er bereits als Co-Trainer unter Horngacher.
Zweites Cheftrainer-Amt für Mitter
Für den 44-Jährigen ist es das zweite Mal, dass er einen Posten als Cheftrainer übernimmt: Bereits zur Saison 2016/2017 sammelte er internationale Erfahrungen als Cheftrainer in Finnland, wo er aber schon nach zwei Jahren seinen Rücktritt bekannt gab. Zuvor war er auch für den Österreichischen Skiverband aktiv.
Mitter selbst blickt voller Tatendrang auf die neuen Aufgaben an der Spitze der Lehrgangsgruppe 1a. „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe im DSV und möchte mein Kow-how und meine Erfahrung als langjähriger Trainer einbringen“, erklärte der neue Bundestrainer.
Für ihn stehe vor allem die Zusammenarbeit im Fokus, um die Mannschaft weiter voranzubringen. „Zusammen mit meinen Trainerkollegen wollen wir neue Impulse in der Trainingsarbeit setzen, um das Potenzial der Mannschaft bestmöglich zu entwickeln. Darüber hinaus gilt es, mit den Trainern aller Lehrgangsgruppen im DSV inhaltliche Schwerpunkte für eine langfristige und positive Entwicklung für den Skisprung in Deutschland zu setzen“, so Mitter weiter.
Hüttel: „Er kennt das System in Deutschland in all seinen Facetten“
Die sportliche Leitung des Verbandes setzt großes Vertrauen in die Expertise des neuen Mannes. Sportdirektor Horst Hüttel hob hervor, dass Mitter das deutsche System von der Basis auf kennt, da er seine Laufbahn bereits vor 20 Jahren als Clubtrainer in Garmisch-Partenkirchen begann.
„Andreas kennt daher das System Skisprung in Deutschland in all seinen Facetten. Er hat sich über die letzten Jahre sowohl in Deutschland als auch international eine sehr hohe Wertschätzung erarbeitet. Wir vertrauen darauf, dass Andreas mit seiner Expertise und seinem hohen Engagement notwendige neue Impulse setzen kann“, begründete Hüttel die Entscheidung, die sich nach Horngachers Rücktrittsankündigung über mehr als fünf Monate gezogen hatte.
Weitere Co-Trainer an Mitters Seite benannt
Unterstützt wird Mitter von einem erfahrenen Stab: Neben Paul Winter kehren mit Jens Deimel und Tino Haase zwei Trainer in die erste Trainingsgruppe zurück, die bereits unter Werner Schuster Verantwortung trugen. Auch an den Stützpunkten gibt es personelle Veränderungen, die für einen besseren Wissenstransfer sorgen sollen. So wird Maximilian Mechler Mechler künftig die Verantwortung in Oberstdorf übernehmen.
Hüttel betonte die Wichtigkeit dieser Maßnahme: „Gerade von diesem Know-how-Transfer aus der Nationalmannschaft versprechen wir uns neue Impulse über alle Kadergruppen hinweg.“ In der Trainingsgemeinschaft im Chiemgau bleibt zudem Johannes Petrat weiterhin als Betreuer für Athleten wie Andreas Wellinger und Pius Paschke tätig.
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Im übrigen ist die Saiso um. Manchen mag sie gefallen haben, anderen nicht. Ich fand sie nicht von Anfang bis Ende zum jubeln, aber mit den Realitäten müssen wir nun auskommen.
Was freilich für den GP und den nä. WC „daraus lernen“ möglich macht. Da sind alle gefordert, auch und v.a. der Weltverband, der sich (m.E.!) auch nicht immer optimal gegeben hat.
Ob wir in D’land Änderungen oder ein „weiter so“ bekommen, kann auch heute nmd. sagen.
Die Össis verstehen nicht mehr vom Skispringen als andere, aber sie verstehen besser als alle anderen wie man bescheist ohne erwischt zu werden.
w.z.b.w., in Konjunktiv-Form
Also Stams ist bestimmt kein Spielzimmer für die große Gruppe und Schuster würde das auch so sehen.
Ich will nicht aufwärmen, wo betrogen wurde: es sollte Ruhe einziehen. Aber wegen mal zu großen Schuhen einen Generalverdacht auszusprechen sollte man auch Bälle flach halten. Es gab ein DSQ und beide gehören demselben Staat an; ergo sieht es nicht aus, dass im container Delinquenten Extrawürste gebraten werden.
Besonders sympathisch wirkte er nicht in der ARD-Doku über die vorletzte Saison. Da hätte ich mir lieber Martin Schmitt als Bundestrainer gewünscht.
Sympathie ist nun mal nicht der ausschlaggebende Faktor. Talente erkennen und fördern, erkennen was die Fehler bei den Topspringern sind und sie wieder in die Spur bringen…es gibt so vieles, was wichtig ist, aber gut quatschen gehört nun mal nicht dazu. Auch wenn Ich mir auch gut Schmitt als Bundestrainer vorstellen kann, sollte man den neuen nicht gleich absägen und ob Schmitt ein guter Trainer ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Da wissen die verantwortlichen, die ihn kennen, vielleicht mehr.
Wissen wir eigtl., ob Schmitt Ambitionen auf das Amt hegt? (Mir ist nichts bekannt.) Wenn er es gar nicht möchte, wäre es eh vom Tisch. Geht schon los, dass man dann (wieder) Reisekader würde. Nicht „wir“ sind Entscheider, sondern die Involvierten.
Das System Deutschland, Herr Hüttel? Fas ist nicht Ihr Ernst… Das stinkt inzwischen gewaltig! Immer mehr Personal mit immensen Kosten, immer weniger Nachwuchs und Erfolg. Tolles System! Auch im TV-Bereich glänzt Deutschland durch den grössten Personalaufwand, völlig unpassend im Verhältnis zu den Erfolgen. Toll! Es muss ein totaler Neuanfang her…
Man denkt sich beim DSV wir befinden uns im freien Fall, haben die letzten Jahre bis auf ein paar punktuelle Erfolge nichts erreicht und sind im großen und ganzen immer schlechter geworden….. lasst uns doch genau so weitermachen….. Man bekommt echt das k….Armutszeugnis
Schade, ich hatte gehofft das etwas frischer Wind von außen kommt. Scheinbar hatte man auch kein Interesse an der Slowenischen Ski Schule so wie in der Schweiz auch Früchte trägt oder Stöckl der erfolgreich in Norwegen war. Aber jetzt macht man genau so weiter, was soll sich ändern wenn Mitter schon drei Jahre mit im Team ist?
Aber mit dem Motto „Immer weiter so“ kennt man sich ja in Deutschland aus.
Weiter so“ – in allen Sphären – führt das Land in vielen Sphären an den Abgrund. (Ich las: „Nicht die Beschäftigten führen das Land zum Abgrund; sie halten es am laufen. Zum Abgrund führen es die, die es führen.“ Definitiv richtig. Darum rutscht der BRD derzeit so ab.)
Nur taugt „definitiv richtig“ nicht als pauschales Totschlagsargument. Wir hatten doch auch Inlandtrainer (Heß, Rohwein); z.T. waren sie großartig. Darum: Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Person“. Kritik sollte man anspraen, bis es Kritikwürdiges gibt.
oha. Da muss wohl einer von uns beiden demnächst den Namen ändern oder was hinten dran hängen xD
Der DSV vertritt die Meinung, nur Österreicher verstehen etwas vom Skispringen.
Jetzt wäre mal wieder die Chance da gewesen was anderes zu machen, aber Hüttel (den man auch ersetzen müsste) denkt einfach „weiter wie gehabt“.
Ich vermute, dass es unter dem Bundestrainer Mitter ähnlich laufen wird wie unter Horngacher, also ein paar punktuelle Erfolge und überwiegend viel Mittelmaß.
Man soll nmd. voreilig „über den grünen Klee loben“, aber auch nicht voraus-verdammen. Es dauert, bis wir uns ein Urteil erlauben sollten.
In dieser Saison wurden viele runtergemacht und später waren sie wieder gut. Fähnchen nach dem Wind?? Fakt allerdings ist, dass diese Saison ergebnismäßig so unausgewogen und wetterwendisch war wie kaum eine andere. (Was nicht nur am Wetter lag.)