Die zweite Reihe des DSV stellt sich dem ersten internationalen Kräftemessen der Saison: Beim FIS-Cup in Villach zeigt der deutsche Nachwuchs zwei Gesichter – mit einem durchaus überraschenden Achtungserfolg.
Während die deutschen Top-Skispringer zuletzt beim Sommer-Grand-Prix um die vorderen Plätze kämpften, stellte sich am Wochenende nun auch die zweite Reihe des Deutschen Skiverbandes einem internationalen Vergleich. Beim FIS-Cup in Villach zeigten die zehn DSV-Starter zwei unterschiedliche Gesichter: Auf einen durchwachsenen Samstag folgte am Sonntag eine deutliche Steigerung.
Im Mittelpunkt stand dabei Ben Bayer. Der 22-Jährige kam zum Auftakt in der Villacher Alpenarena mit Sprüngen auf 95 und 93 Meter zunächst nicht über den neunten Platz hinaus. Einen Tag später präsentierte sich der Springer des VfL Pfullingen deutlich stärker und feierte mit 96 und 97,5 Metern sowie 236 Punkten überraschend den Sieg.
Bayer überrascht mit drittem Sieg
Für Bayer war es der dritte Erfolg im FIS-Cup, der nach Weltcup und Continentalcup sozusagen die dritte Liga der Skispringer darstellt. Seine beiden bisherigen Siege hatte er im März dieses Jahres innerhalb eines Wochenendes in Oberhof gefeiert. In Villach setzte sich der Deutsche nun mit 1,3 Punkten Vorsprung gegen Jakob Steinberger aus Österreich durch.
Auch hinter Bayer zeigte sich die deutsche Mannschaft am Sonntag verbessert: Lasse Deimel, der zum Auftakt geteilter Zehnter geworden war, steigerte sich mit zwei Sprüngen auf jeweils 94,5 Meter auf den fünften Platz. Timon-Pascal Kahofer belegte nach Rang sieben am Samstag diesmal den zehnten Platz, Adrian Tittel verbesserte sich von Position 21 auf Rang 13.
Österreich dominiert am Samstag
Am Samstag war die deutsche Mannschaft dagegen nicht über das Mittelmaß hinausgekommen. Zwar schafften es mit Kahofer, Bayer und Deimel gleich drei DSV-Springer unter die besten Zehn, zum Podium fehlte jedoch ein deutliches Stück. Von den zehn angetretenen Deutschen erreichten außerdem nur vier das Finale.
Bester DSV-Starter war Timon-Pascal Kahofer, der erstmals bei einem internationalen Wettbewerb für Deutschland antrat. Nach Platz 18 zur Halbzeit verbesserte sich der gebürtige Österreicher sich mit 95 Metern noch bis auf Rang sieben. Bayer wurde Neunter, Deimel belegte gemeinsam mit dem Polen Tymoteusz Amilkiewicz den zehnten Platz. Tittel sammelte auf Position 21 ebenfalls Punkte.
Den Maßstab setzte zum Auftakt vor allem die österreichische Mannschaft. Julijan Smid entschied den Wettbewerb mit Sprüngen auf 94,5 und 93,5 Meter sowie 233,5 Punkten für sich. Nur einen halben Punkt dahinter belegte Simon Steinberger den zweiten Platz, Johannes Poelz komplettierte das rein österreichische Podest.
Mit Thomas Gfrerer und Jakob Steinberger auf den Plätzen fünf und sechs landeten zudem fünf Österreicher unter den besten Sechs. Insgesamt schafften es am Samstag acht Springer der Gastgeber unter die Top 15 – ein deutlicher Beleg für die Breite des österreichischen Unterbaus.
DSV-Springer steigern sich deutlich
Auch am Sonntag blieben die Österreicher stark. Hinter Bayer belegten die Zwillingsbrüder Jakob und Simon Steinberger die Plätze zwei und drei, Nikolaus Humml wurde Siebter.
Für den DSV fällt die Bilanz des Wochenendes damit gemischt, insgesamt aber versöhnlich aus. Vor allem im hinteren Teil des zehnköpfigen Aufgebots waren die Abstände an beiden Tagen teilweise erheblich. Gleichzeitig gelang es mehreren Springern, sich innerhalb von 24 Stunden deutlich zu steigern.
Neben Bayer überzeugte dabei vor allem Deimel mit zwei Top-Ten-Platzierungen. Auch Kahofer landete an beiden Tagen unter den besten Zehn, während Tittel am Sonntag den Anschluss an die erweiterte Spitzengruppe herstellte.
Keine Neugikeiten mehr verpassen – Skisprung-News direkt aufs Handy: Jetzt kostenlos WhatsApp-Kanal von skispringen.com abonnieren!

Schreiben Sie jetzt einen Kommentar