Nach seinem herausragenden vergangenen Winter sucht Domen Prevc bereits nach den nächsten Reserven. Der Slowene arbeitet dafür intensiv an Technik und Material – und kehrt nun erstmals seit dem Saisonfinale in den Wettkampfmodus zurück.
Während ein Teil der Weltelite derzeit im Sommer-Grand-Prix antritt, hat Domen Prevc in diesem Sommer bislang auf Wettkämpfe verzichtet. Das soll sich in Kürze ändern: Der Gesamtweltcupsieger will beim Continentalcup im österreichischen Stams erstmals wieder starten.
„Ich kann die nächste Woche kaum erwarten, wenn ich nach Stams zum Wettkampf fahre. Ich freue mich schon sehr darauf“, erklärte Prevc bei einer Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung eines neuen Hauptsponsors des slowenischen Skiverbandes. Für den 27-Jährigen wird der Start damit zu einer ersten Standortbestimmung nach mehreren Monaten intensiver Vorbereitung.
Die Erwartungen an den kommenden Winter sind entsprechend groß. „Von mir wird in der kommenden Saison ohne Zweifel viel erwartet. Auch ich selbst habe hohe Erwartungen“, sagte der Gesamtweltcup- und Olympiasieger des vergangenen Winters in Ljubljana.
Sechs Stunden bei Ski-Experte Slatnar
Obwohl Prevc den vergangenen Winter dominierte, sieht er noch einiges an Verbesserungspotenzial. Besonders intensiv beschäftigt er sich mit seinem Material. Unmittelbar nach dem Saisonfinale in Planica verbrachte er dafür sechs Stunden bei Skibauer Peter Slatnar. „Damals ging es vor allem um Gespräche. Danach jeden Tag ein bisschen. Wir suchen ständig nach Kleinigkeiten“, erklärte Prevc. Er selbst gehe dabei „Zentimeter für Zentimeter“ vor.
Die Zusammenarbeit mit Slatnar bezeichnet der Slowene als großen Vorteil. „Wir haben großes Glück, dass wir mit Peter Slatnar eine sehr gute Entwicklung bei Ski, Bindungen und Schuhen haben. Das ist ein Privileg, das man unbedingt nutzen sollte.“
Auch technisch sucht Prevc weitere Reserven. Verbessern möchte er insbesondere seinen Absprung und die Position unmittelbar nach dem Schanzentisch. Bei Explosivität und Schnellkraft habe er während des Sommers bereits Fortschritte erzielt.
Prevc will weiter angreifen
Von der Rolle des Gejagten lässt sich Prevc derweil nicht beeindrucken. Die häufig vertretene Ansicht, dass es schwieriger sei, an der Spitze zu bleiben als diese erstmals zu erreichen, teilt er nicht.
„Ich habe die Ergebnisse, Daten und Statistiken auf meiner Seite. Warum sollte ich nicht weitermachen?“, erklärte der 27-Jährige. Statt seine Erfolge lediglich verteidigen zu wollen, kündigt Prevc den nächsten Angriff an.
Zunächst wartet jedoch der Continentalcup in Stams. Dort wird sich am 19. und 20. September erstmals zeigen, wie sich die zahlreichen kleinen Veränderungen an Technik und Material unter Wettkampfbedingungen auswirken.
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