Kaimar Vagul sorgt für Sensations-Podium

Naoki Nakamura siegt erneut beim Sommer-Grand-Prix in Wisla

Foto: SC Willingen

Naoki Nakamura ist ganz offensichtlich auf den Geschmack gekommen und gewinnt auch das zweite Sommer-Grand-Prix-Springen in Wisla. Für die erste Sensation der Saison sorgt derweil der Este Kaimar Vagul.

Naoki Nakamura ist ganz offensichtlich auf den Geschmack gekommen: Keine 24 Stunden nach seinem Premierensieg legte der Japaner in Wisla nach. Mit 128,5 und 133 Metern und 272,9 Punkten gewann er am Sonntagnachmittag das zweite Einzelspringen. Für die Sensation der noch jungen Saison sorgte der 19-Jährige Este Kaimar Vagul, der mit 136 und 131 Metern und 260,5 Metern Zweiter wurde und damit sein bestes Karriereresultat erzielte. Ebenso überraschend belegte der Slowene Rok Oblak mit zwei Sprüngen auf 131,5 Metern und 254,5 Punkten Rang drei, auch er war noch nie so weit vorne gelandet.

„Es war ein tolles Wochenende! Ich war sehr fokussiert und habe vier enorm gute Sprünge gemacht“, zeigte sich Nakamura nach dem Wettkampf zufrieden. „Hier in Wisla hat alles gepasst, deswegen bin ich jetzt sehr gespannt auf Courchevel und ob es mir gelingt, das auf eine völlig andere Schanze in ziemlich großer Meereshöhe zu übertragen“, blickte er zudem auf die nächste Grand-Prix-Station voraus. Vagul stellte mit seinem zweiten Platz das beste estnische Grand-Prix-Resultat ein, Teamkollege Artti Aigro war in Wisla vor zwei Jahren bereits zwei Mal Zweiter geworden.

No-Name Waszek überrascht vor Disqualifikation

Nur 0,5 Punkte hinter Oblak landete Gregor Deschwanden als bester Schweizer auf Platz vier, vor dem besten Kasachen Danil Vassilyev. Geradezu aus dem Nichts kam der sechste Platz von Kamil Waszek, der am Vortag bei seinem Grand-Prix-Debüt noch die Punkte verpasst hatte. Waszek, der am Dienstag seinen 20. Geburtstag feierte, lag nach 137 Metern bei enorm günstigen Verhältnissen sogar zunächst auf Platz drei und wurde zunächst als Sechster und damit bester Pole gelistet. Nach dem Wettkampf wurde er jedoch wegen zu breiter Ski disqualifiziert.

Bester Pole wurde stattdessen Kacper Tomasiak auf Platz zehn. Bester Norweger wurde Isak Andreas Langmo, der Rang sechs vor dem tschechischen Routinier Roman Koudelka Platz sieben belegte. Mit Marco Wörgötter und Lukas Haagen folgten auf den Positionen acht und neun die beiden besten Österreicher. Simon Steinberger und Julijan Smid rundeten als 17. und 19. das rot-weiß-rote Teamergebnis ab.

Neben Deschwanden sprangen mit Juri Kesseli, Killian Peier, Simon Ammann und Remo Imhof auf den Positionen 19, 25, 26 und 28 gleich vier weitere Schweizer in die Punkte. Einzig Felix Trunz schied als 46. nach dem ersten Durchgang aus.

Deutsches Trio geht leer aus

Keinen guten Tag erwischten dagegen die drei deutschen Teilnehmer. Luca Roth, der am Vortag noch als einziger Springer des Deutschen Skiverbands in die Punkteränge sprang, schied mit 121 Metern als 35. aus. Auch Adrian Tittel und Finn Braun verpassten als 41. und 43. das Finale deutlich.

Ebenfalls keine Grand-Prix-Punkte gab es für die drei Österreicher Jakob Steinberger (32.), Johannes Pölz (37.) und Hannes Landerer (48.). Durch Waszeks Disqualifikation umfasste das Wettkampfresultat lediglich 49 Athleten.

» Sommer-Grand-Prix 2026 (Männer): Alle Termine im Überblick

Die nächste Station des Sommer-Grand-Prix 2026 ist Courchevel. Dort finden am kommenden Wochenende zwei weitere Einzelspringen auf der Großschanze statt (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 649 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

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