Kopf-an-Kopf-Rennen beim zweiten Wettkampf in Courchevel: Während Daniel Tschofenig erneut nicht zu schlagen ist, bestätigt Philipp Raimund seine starke Form und landet erneut auf dem Podest. Auch ein anderer DSV-Mann landet in den Top Ten.
Mit Sprüngen auf 125,5 und 128,5 Meter sicherte sich Daniel Tschofenig auch beim zweiten Einzelspringen des Wochenendes im französischen Courchevel den Sieg. Der Österreicher erzielte am Sonntagabend insgesamt 278,3 Punkte und setzte sich damit knapp gegen Philipp Raimund durch, der mit 123 und 132 Metern (277,1 P.) wie schon am Samstag wieder Zweiter wird. Der dritte Platz geht mit Stefan Kraft (131,5 und 131,5 m; 272,7 P.) an einen weiteren Österreicher.
Am Ende war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um den Sieg zwischen den beiden schon beim ersten Wettkampf am Samstag besten Skispringern: Nachdem Philipp Raimund zunächst starke 132 Meter vorlegte und sich damit gegen Kraft durchsetzen konnte, konterte Vortagessieger Tschofenig – bei etwas schwierigeren Bedingungen sprang er zwar dreieinhalb Meter kürzer als der Deutsche, sicherte sich aber seinen zweiten Sieg und bleibt in diesem Sommer ungeschlagen.
„Ich war etwas überrascht, weil die Zuschauer vorher schon sehr laut waren und mein Sprung dann nicht so weit war. Der Wind hatte ein bisschen zugenommen, daher war ich überrascht, dass es gereicht hat“, erklärte Tschofenig und lobte das hohe Niveau im zweiten Durchgang: „Der Wind war ein bisschen wechselhaft, doch die Jury hat alles richtig gemacht. Das Niveau war wirklich sehr hoch.“
Schwierige Bedingungen: Wind und Regen im Finaldurchgang
Dass es kein einfacher Wettkampftag zum Abschluss des zweiten von von vier Grand-Prix-Wochenenden des Sommers war, wurde vor allem im zweiten Durchgang deutlich. Eine Unwetterfront mit Regen und wechselhaften Windbedingungen sorgte dafür, dass die Jury gezwungen war, mehrere Unterbrechungen einzulegen.
Schon im ersten Durchgang sorgten die äußeren Bedingungen für einige Probleme und Verzögerungen – und auch dafür, dass namhafte Skispringer punktlos geblieben sind: So sind etwa Halvor Egner Granerud aus Norwegen (36.) und der Schweizer Simon Ammann (40.) schon nach dem ersten Durchgang ausgeschieden.
Auch Wellinger wieder in den Top Ten
Aus mannschaftlicher Hinsicht war es das Wochenende der Österreicher: Neben Tschofenig und Kraft überzeugte auch Maximilian Ortner, der zur Halbzeit noch auf Podestkurs lag, mit 135,5 Metern im Finale dann trotz Bestweite aber noch auf den vierten Platz zurückgefallen ist. Daneben landeten aus dem Team von Cheftrainer Andreas Widhölzl aber auch noch Jonas Schuster (6.) und Stephan Embacher (9.) unter den besten Zehn.
Das gelang auch Andreas Wellinger, der zu diesem Zeitpunkt der Saisonvorbereitung hinter Raimund der zweitstärkste DSV-Skispringer ist: Mit 127 und 129,5 Metern belegte der Ruhpoldinger den zehnten Platz.
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Nicht viel zu holen gab es hingegen für Felix Hoffmann, Karl Geiger und Pius Paschke, die die Plätze 26 bis 28 belegt haben – immerhin alle fünf Athleten aus dem Team von Bundestrainer Andreas Mitter landeten damit in den Punkterängen.
Vassilyev vorab disqualifiziert
Nicht am Start war Danil Vassilyev: Der Kasache, der nach zuletzt starken Leistungen auf dem dritten Platz der Grand-Prix-Gesamtwertung lag, wurde bereits nach der im Vorfeld ausgetragenen Qualifikation disqualifiziert. Eigentlich mit 127 Metern zunächst punktgleich mit dem Schweizer Gregor Deschwanden auf dem vierten Platz gelegen, wurde er ebenso wie der Franzose Ari Repellin disqualifiziert, weil sein Sprunganzug zu groß ausgefallen ist.
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In der Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix liegt weiterhin Naoki Nakamura nach dem achten Platz vorne: Mit 292 Punkten führt der Japaner vor Tschofenig (200) und dem Schweizer Gregor Deschwanden (181). Raimund klettert mit seinem zweiten Podestplatz in Folge auf den vierten Platz.
Fortgesetzt wird der Sommer-Grand-Prix am 19. und 20. September im rumänischen Rasnov, wo die nächsten beiden Einzel-Wettbewerbe auf dem Programm stehen. Danach folgt am 24. und 25. Oktober das traditionelle Finale im sächsischen Klingenthal.
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