DSV-Skispringer enttäuschen

Ryoyu Kobayashi springt in Zakopane zum ersten Saisonsieg

Foto: imago / Newspix

Ryoyu Kobayashi kehrt zurück auf das oberste Podest: Der Gesamtweltcup- und Vierschanzentournee-Sieger feiert in Zakopane seinen ersten Saisonsieg. Die deutschen Skispringer enttäuschen und verpassen die Top Ten.

Mit Sprüngen auf 136,5 und 134,5 Meter sicherte sich Ryoyu Kobayashi den Sieg beim ersten von zwei Einzelspringen an diesem Wochenende. Der Japaner erzielte am Samstagnachmittag auf der „Wielka Krokiew“ im polnischen Zakopane insgesamt 268,9 Punkte und setzte sich damit gegen Andrzej Stekala aus Polen durch, der mit 137 und 133,5 Meter (134 P.) erstmals in seiner Karriere auf dem Podium gelandet ist. Den dritten Platz belegte der Norweger Marius Lindvik mit 133 und 141,5 Metern (140 P.).

Nach dem ersten Durchgang sah es noch nach dem fünften Sieg in Folge für Halvor Egner Granerud aus. Der Gesamtweltcup-Führende aus Norwegen führte das Feld nach dem ersten Durchgang noch an, fiel im Finale mit schwächeren 129 Metern dann aber noch auf den siebten Platz zurück. Deutlich nach vorne ging es hingegen für den späteren Sieger Kobayashi, der zur Halbzeit noch an vierter Stelle gelegen hat.

„Irgendwas kaputthauen“: Eisenbichler über Platz 14 frustriert

Die deutschen Skispringer haben beim ersten Wettbewerb des Wochenendes hingegen nur eine Nebenrolle gespielt. Zwei Wochen vor der dem Start der Heim-WM in Oberstdorf verpassen die deutschen Skispringer die vorderen Plätze deutlich: Hoffnungsträger Markus Eisenbichler kam mit 132 und 131 Metern nicht über einen enttäuschenden 14. Platz hinaus.

„Egal was ich hier mache, die Schanze mag mich einfach nicht. Ich sollte jetzt noch irgendwas kaputthauen“, sagte der sichtlich enttäuschte Siegsdorfer im Anschluss der ‚ARD‘. Sein Teamkollege Pius Paschke belegte punktgleich ebenfalls den 14. Platz. Weitere Weltcuppunkte sammelten aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher daneben nur Karl Geiger als 23. und Severin Freund als 30.

Granerud nur drittbester Norweger

Mit seinem siebten Platz büßte Granerud einige Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup ein, liegt aber weiterhin deutlich in Führung. Noch vor ihm landeten am Samstag die beiden Slowenen Anze Lanisek (4.) und Bor Pavlovcic (5.) sowie Landsmann Daniel-André Tande (6.).

Piotr Zyla wurde als zweitbester Pole Achter, gefolgt von Robert Johansson (9.) und dem besten Österreicher Stefan Kraft (10.).

» Weltcup-Kalender 2020/2021: Alle Termine im Überblick

Am Samstag startet um 15 Uhr zunächst der Probedurchgang, bevor es ab 16 Uhr (alles live bei skispringen.com) dann um wichtige Weltcuppunkte geht.

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17 Kommentare

  1. Ich finde das Bielek/ Schuster das perfekte Kommentatoren-Duo waren, leider nur ein sehr kurzes Vergnügen Anfang der Saison. Die haben sogar meine bisherigen Favoriten Thiele/Siegmund leicht übertroffen. Unerträglich finde ich Hannawald…

  2. Ich freue mich sogar immer sehr, wenn ich sehe, dass Pointner kommentiert. In meinen Augen sogar leicht besser als Schuster.
    Aber beide sind herausragend im Vergleich zu Martin Schmidt. Über den Leinauer müssen wir da gar nicht reden, der hat zu jedem Sportler eine Aussage und die wird seit Monaten wiederholt… Schade dass Matze Bielek nicht mehr dabei ist, der hat mir als zweiter Kommentator neben einem Experten immer ganz gut gefallen

    • Hier muss ich deutlich widersprechen: Alex Pointner ist der Hammer! Brillante Analyse- und Ausdrucksfähigkeit, er muss nur dem Leinauer noch ein Eckchen mehr Platz lassen…

  3. Die Sprüche vom Eisenbichler werden immer zweifelhafter. Gut, dass er morgen nicht mit seinem Schlagstock bei irgendeiner Demo aufpassen muss…

    • Mir gehen die Entgleisungen dieses Springers auch langsam sehr gegen den Strich. Der Trainer sollte ihn mal deutlich disziplinieren. Spitzensportler sind zwar auch nur Menschen, sollten sich aber auch ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Und bei Herrn Eisenbichler werden solche grenzwertigen Aussagen langsam zur Routine…

    • Jetzt lasst doch mal die Kirche im Dorf! Die bayrische Art ist eben einfach „gradraus“, für die Psyche mit Sicherheit das Beste. Abgesehen davon: Wer weiß schon was der ein oder andere Pole oder Norweger von sich geben, oder seid Ihr alle polyglott???

      • Vielleicht sollten die dt. Übungsleiter ihre Springer einbremsen und sinnlose Interview gegenüber den immer gleichen Fragen, ob Erfolg oder Misserfolg, zu unterlassen. Ich bezweifle, dass diese Fragerei im öffentlichen Interesse ist. Denn, schlecht oder gut gesprungen, das muß der Sportler nicht noch kommentieren und so die Sendezeit der Sender füllen. Seine Worte ins Mikrophon ändern nichts an der jeweiligen Situation.

  4. Ein spannendes Springen mit knappen Abständen ganz vorn.

    Glückwunsch an Kobayashi, Stekala u. Lindvik zu den Podestplätzen.

    Die Deutschen Springer weiter auf der Suche nach der Top-Form.
    Aber hilft ja nix. Weiter hart Arbeiten, das wird schon wieder.
    Ich hab immer noch Hoffnung, daß man bis zur WM wieder vorn dabei ist.

  5. Wieso büßt Granerud im Kampf um den Gesamtweltcup Punkte ein? Meines Wissens lag sein erster Verfolger Eisenbichler deutlich hinter ihm. Mal abgesehen davon, dass er so weit vorn ist, dass ihm ein paar Pünktchen sicher keine schlaflosen Nächte bescheren.

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