Gut vier Monate nach ihrem Karriereende gibt es die große Kehrtwende: Lisa Eder kehrt zur WM-Saison wieder auf die Schanzen zurück.
Groß war das Echo auf ihre Rücktrittserklärung Mitte April – nun wird es sicher nicht minder groß ausfallen: Gut vier Monate nach ihrem Karriereende legt Lisa Eder eine waschechte Kehrtwende hin und kehrt auf die Schanzen zurück. Das vermeldete der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Mittwoch, der auch Eders 25. Geburtstag ist.
Am 17. April hatte zunächst der ÖSV und dann auch Eder ihren Rücktritt verkündet, der seinerzeit aus dem Nichts kam, nachdem sie im abgelaufenen Winter Gesamtweltcupvierte wurde, in Zao und Hinzenbach ihre ersten beiden Weltcupsiege gefeiert hatte und neun weitere Male auf dem Podium gelandet war.
„Schon länger haben es mir die Umstände schwergemacht. Skispringen an sich würde mir Spaß machen, aber das Drumherum macht mich nicht so happy“, hatte sie kryptisch als Begründung angeführt.
Eder wollte Manuel Fettner als Trainer im Team haben
Florian Liegl, Sportlicher Leiter für Nordische Kombination und Skispringen beim ÖSV, erklärte derweil: „Lisa äußerte den Wunsch, dass ihr Verlobter [Ex-Skispringer Manuel Fettner, Anm. d. Red.] ins Team integriert wird. Dem konnten wir aus inhaltlichen, compliance-technischen und budgetären Gründen nicht Folge leisten. Das konnten wir nicht umsetzen, weil wir ein sehr gut funktionierendes Trainerteam rund um Cheftrainer Thomas Diethart haben. Warum Lisa ihre Karriere beendet, ist ihre persönliche Entscheidung.“
In der Zwischenzeit „sind die Freude und die Motivation für das Skispringen zurück“ hieß es in der Medienmitteilung, die zugleich mit einer Einladung zu einem Termin mit Eder am Donnerstagvormittag an der Sprungschanze in Stams verbunden war.
Dort wird sich die Österreicherin dann auch erstmals selbst zu ihrem Umdenken äußern. Nach Angaben des ÖSV trainiere sie jedoch bereits wieder und bereite sich auf den WM-Winter vor.

Schreiben Sie jetzt einen Kommentar