Neue Regel vor dem Weltcup-Start

Nach Prevc-Disqualifikation: FIS schafft Klarheit nach Wirbel um Gelbe Karten

Foto: imago / GEPA, Montage: skispringen.com

Eine Gelbe Karte sollte für Nika Prevc eigentlich bald Geschichte sein. Doch eine neue Regel der FIS sorgt dafür, dass die Slowenin ihre Verwarnung jetzt mit in den Winter nehmen muss.

Der Internationale Ski- und Snowboardverband (FIS) hat die Regeln für Gelbe und Rote Karten bei Ausrüstungsverstößen verändert. Seit dem 1. Juli 2026 bleiben Gelbe Karten nicht mehr automatisch bis zum Ende der Saison bestehen, sondern sind ab dem Zeitpunkt ihrer Vergabe zwölf Monate gültig.

Damit gibt es vor dem Beginn der Wintersaison keinen erneuten Schnitt. Die Karten werden also nicht noch einmal zurückgesetzt, wenn der Weltcup startet.

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Für Verwirrung hatte zuvor eine andere Darstellung slowenischer Medien gesorgt. FIS-Renndirektor Sandro Pertile stellte nun aber klar, dass dies nicht der Fall ist: „Alle Karten, die seit dem 1. Juli 2026 vergeben wurden, bleiben zwölf Monate ab dem Tag ihrer Erteilung gültig“, wird der Italiener von ’skijumping.pl‘ zitiert.

Prevc nimmt Gelbe Karte mit

Besonders relevant ist die Änderung für Nika Prevc. Die slowenische Skispringerin wurde Ende September beim Sommer-Intercontinentalcup in Hinterzarten disqualifiziert. Bei der Kontrolle ihres Anzugs wurde eine nicht regelkonforme Luftdurchlässigkeit festgestellt.

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Prevc erhielt neben der Disqualifikation auch eine Gelbe Karte. Damit ist die Verwarnung nach der neuen Regel nicht mit dem Ende des Sommers erledigt, sondern bleibt zunächst bestehen.

Im slowenischen Team sorgte vor allem die Vergabe der Gelben Karte für Diskussionen. Trainer Jurij Tepes verwies darauf, dass ein unbeabsichtigter Ausrüstungsverstoß nicht automatisch mit einer Gelben Karte geahndet werden soll. Der slowenische Verband legte daher auch Einspruch gegen die Entscheidung ein. Sollte dieser keinen Erfolg haben, startet Prevc mit der Gelben Karte in die neue Wintersaison.

Zweite Karte könnte Folgen haben

Für die Gesamtweltcup-Siegerin könnte das insbesondere mit Blick auf das Finale des Sommer-Grand-Prix in Klingenthal wichtig werden. Dort steht Ende Oktober noch ein Einzel-Wettbewerb auf dem Programm.

Eine zweite Gelbe Karte hätte nach dem aktuellen Sanktionssystem deutlich größere Konsequenzen. Sie führt zu einer Roten Karte und damit zu einer Sperre.

Die FIS hatte das System bereits zuvor verschärft. Eine Rote Karte bedeutet nicht nur das Aus für den laufenden Wettbewerb, sondern auch eine Sperre für weitere Wettbewerbe. Dabei können inzwischen auch Einzel-, Team- und Super-Team-Wettbewerbe berücksichtigt werden.

Auch interessant: Die FIS hat die Liste der russischen Athleten mit neutralem Status erweitert: Neu darunter befindet sich der Skispringer Evgeniy Klimov, dessen Verhalten nach Beginn des russischen Angriffskrieges für erhebliche Kritik gesorgt hatte.

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