Neue Skimarke auf dem Markt

Andreas Wellinger wechselt auf Red-Bull-Sprungski

Foto: Red Bull Content Pool

Andreas Wellinger schlägt neue Wege ein: Der Olympiasieger von 2018 wird zukünftig mit Ski von ‚Van Deer-Red Bull Sports‘ an den Start gehen. Auch für den Hersteller beginnt damit ein neues Kapitel.

Materialwechsel im Skispringen sind nichts ungewöhnliches, gehören zu Saisonbeginn sogar zum natürlichen Wesen dieser Sportart. Doch der Weg, den Andreas Wellinger nun einschlägt, ist weitestgehend einzigartig. Wie der Olympiasieger von 2018 am Mittwoch bekannt gab, wird er ab sofort Ski der Marke ‚Van Deer-Red Bull Sports‘ anschnallen. Nachdem er jahrelang mit den ‚Fischer‘-Latten an den Start gegangen war, beginnt nach einem kurzen Intermezzo auf ‚Augment‘ für den 27-Jährigen nun ein neues Kapitel.

„Im Leistungssport geht es um Weiterentwicklung. Ich wollte nach der vergangenen Saison etwas verändern und bin ganz offen in die Materialtests gegangen. Bei den Tests hat sich gezeigt, dass die Performance des neuen Materials von Van Deer-Red Bull Sports richtig stark ist. Auch im Team habe ich mich sofort wohlgefühlt und man merkt, dass jeder an einem Strang zieht, um erfolgreich zu sein“, begründete der Team-Olympiasieger von 2014 und Mixed-Team-Weltmeister von 2017 seinen Entschluss.

Hirscher-Firma weitet Geschäftsfeld aus

Auch für den Hersteller ist die Zusammenarbeit ein neues Kapitel der noch jungen Firmengeschichte. Erst im vergangenen Jahr gründete Ex-Weltklasse-Skifahrer Marcel Hirscher die Firma, die zunächst Alpin- und Touring-Ski baute. Im Juli diesen Jahres folgte dann nach dem Einstieg von Energy-Drink-Riese ‚Red Bull‘ die Übernahme der Firma ‚Augment‘, die unter anderem mit Manuel Fettner (Team-Olympiasieger und Silbermedaillengewinner von der Normalschanze 2022) und Eva Pinkelnig (Gesamtweltcupdritte 2019/2020) bereits Fuß im Skisprung-Markt gefasst hatte.

Wellinger ist der erste Athlet, der mit dem neuen Fabrikat springen wird, wenngleich auch ‚Augment‘-Ski nach der Eingliederung an ‚Van Deer‘ weiterhin am Produktionsstandort Stuhlfelden im Pinzgau gebaut werden. Mit der Vierschanzentournee und der Nordischen Ski-WM in Planica (21. Februar bis 5. März 2023) warten gleich zwei Highlights auf den Deutschen und seinen neuen Partner. „Wir haben das gleiche Ziel: Wir wollen im kommenden Weltcup-Winter um Spitzenplätze mitspringen. Daran arbeiten wir und investieren viel Herzblut, um gemeinsam mit Andreas Wellinger in Zukunft tolle Erfolge zu feiern“, erklärte Pierre Heinrich, Race Director Nordics von Van Deer-Red Bull Sports.

Möglich macht diese Zusammenarbeit erst die Aufnahme der Marke in den Skipool des Deutschen Skiverbandes (DSV), die notwendig ist, damit ein Materialhersteller Athletinnen und Athleten ausrüsten darf. Dieser Schritt „ist für uns ein nächster Meilenstein“, betonte Geschäftsführer Toni Giger, der bis Ende letzten Winters noch Sportdirektor beim Österreichischen Skiverband (ÖSV) war. Weitere Coups des ambitionierten Unternehmens sind aufgrund dessen hervorragenden Netzwerks wohl nur eine Frage der Zeit.

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Über Luis Holuch 353 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und auch die Continentalcup-Finals in der Nordischen Kombination.

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