Rücktritt

Kenneth Gangnes beendet Skisprungkarriere

Norwegens Skisprung-Talent Kenneth Gangnes gibt sein Karriereende bekannt. Nach zahlreichen schweren Verletzungen wird er nicht mehr auf die Schanze zurückkehren.

Nach insgesamt vier Kreuzbandrissen und einer Verletzung am Oberschenkel hat Kenneth Gangnes die Skisprungskier an den Nagel gehängt. Am Mittwoch gab der 29-Jährige, der über viele Jahre als eines der größten Talente in Norwegen gehandelt wurde, sein Karriereende bekannt.

„Ich fühle eine gewisse Erleichterung, aber gleichzeitig fällt es mir schwer, meine Träume aufzugeben“, wird Gangnes in einer Meldung des norwegischen Skiverbandes zitiert.

Probleme sogar beim Treppensteigen

Der Gesamtweltcup-Dritte der Saison 2015/2016 hat nach langer Verletzungsgeschichte seinen letzten Weltcup im März 2016 bestritten, im Sommer 2017 war er nochmals im Grand-Prix am Start.

Zuletzt hatte Gangnes mit Beschwerden am Oberschenkel zu kämpfen. „Es war eine Ungewissheit, weil wir nie ganz klären konnten, was die Probleme am Oberschenkel ausgelöst hat“, so Gangnes, der sich schon vor den Weihnachtsfeiertagen zum Rücktritt entschieden und seine Teamkollegen in der norwegischen Mannschaft informiert hat. Zuletzt habe er sogar Probleme beim Treppensteigen gehabt.

Gangnes will Mannschaft unterstützen

Gangnes will dem Skisprungsport allerdings erhalten bleiben, eine Tätigkeit im Umfeld der Nationalmannschaft ist im Gespräch. „Ich hoffe, dass er Teil unserer Skisprung-Familie bleibt und uns mit seiner Expertise unterstützt“, erklärte Sportdirektor Clas Brede Brathen.

Trotz seines Rücktritts plant er, bei der am 30. Dezember in Oberstdorf (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) startenden Vierschanzentournee vor Ort zu sein.

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Über Marco Ries 584 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

3 Kommentare

  1. Sehr schade, daß dieser so sympathische gute Springer sich nun doch für das Karriereende entschieden hat.
    Ich kann’s irgendwo aber auch verstehen. Nach einer solchen Verletzungsserie und dem dadurch gesteigerten erneuten Verletzungsrisiko sollte man sich schon sehr genau überlegen, ob man nochmal auf die Bretter geht.

    Lieber Kenneth,
    ich ziehe meinen Hut vor Dir und Deinen bis zu Deinen schlimmen Verletzungen erbrachten Leistungen und der jetzt getroffenen Entscheidung gegen die Fortsetzung Deiner Karriere. Vielleicht packt es Dich in ein paar Jahren nochmal, und Du kehrst wider Erwartens doch in den Weltcup zurück.
    Egal, wie Du Deinen Weg weitergehst: Du wirst Deinen Anhängern unvergessen bleiben. Ich wünsch Dir für Deine Zukunft alles Gute

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