"Dreischanzentournee"

Vierschanzentournee: Wind-Chaos in Innsbruck – drittes Springen abgesagt

Der starke und böige Wind in Innsbruck verhindert das dritte Springen der Vierschanzentournee. Wegen des in Innsbruck berühmt-berüchtigten Föhns wird es wie schon 2008 eine „Dreischanzentournee“ geben.

Wegen des starken Windes war an diesem Dienstag zu keinem Zeitpunkt an Skispringen zu denken. „Wir haben Wind bis zu acht Meter pro Sekunde, es ist sehr unstabil. Wir würden gerne springen, aber die Sicherheit der Athleten hat Priorität“, erklärte FIS-Renndirektor Sandro Pertile.

Aus der Vierschanzentournee wird nun sozusagen eine „Dreischanzentournee“, denn der Wettkampf soll am Mittwoch in Bischofshofen (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) nachgeholt werden. Dasselbe Szenario gab es bereits in der Saison 2007/2008, als aus der Vierschanzentournee sozusagen eine Dreischanzentournee wurde.

Neuer Zeitplan für Bischofshofen

Der neue Zeitplan am Mittwoch sieht um 11:30 Uhr zunächst einen Trainingsdurchgang vor, gefolgt von der Qualifikation um 13 Uhr und dem Ersatz-Wettkampf um 16:30 Uhr. Am Donnerstag ist die Qualifikation für 14:30 Uhr und das Tournee-Finale für 17:30 Uhr angesetzt. In beiden Wettbewerben soll der K.o.-Modus zur Anwendung kommen.

Stefan Horngacher bedauert die Absage: „Wir hatten uns riesig gefreut, hier zu springen. Aber es war die richtige Entscheidung, denn es war zu gefährlich, heute zu springen“, erklärte der Bundestrainer und erklärte weiter: „Für uns ändert sich nicht viel. Wir haben nach wie vor einige Punkte Rückstand und müssen auf einen Fehler von Kobayashi hoffen.“

(Noch) kein Flutlicht am Bergisel

Was für Bischofshofen spricht: Im Gegensatz zum berühmten Bergisel ist die Paul-Außerleitner-Schanze mit einer Flutlichtanlage ausgestattet. Ein Wettkampfstart nach Einbruch der Dunkelheit wäre dort also im Gegensatz zu Innsbruck möglich.

Inzwischen ist beschlossen, dass auch der Bergisel als letzte der vier Tournee-Schanzen eine Flutlichtanlage erhalten soll. Die Bauarbeiten könnten schon im kommenden Jahr beginnen, 2023 oder 2024 soll es dann erstmals einen Wettkampfstart in den Abendstunden geben.

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Über Marco Ries 770 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

31 Kommentare

  1. Vielleicht steht die Schanze an einer falschen Stelle! Oder man steht etwa auf Rückenwind? Passt aber zum Slopestyle-Parcour in Mutters irgendwie!

  2. Die Tendenz die man schon seit einigen guten Jahren beobachten kann stimmt mich leider sehr pessimistisch. Überall an allen Schanzen installiert man Flutlicht und trägt die Wettkämpfe ausschließlich in den Nachmittags- bzw. Abendstunden aus. Man nimmt dem Sport dadurch sehr viel Reiz weg.

    Das sieht man doch am Beispiel von Engelberg sehr gut -> eine wunderbare, idlyllisch, in einer wahren Touristenregion gelegene Schanze. Seit der Einführung von Flutlicht hat die Schanze ihren einstigen Reiz fast komplett verloren. Früher konnte man bei Tageslicht die impostante Alpenlandschaft samt des schönes Städtchens im Tal bewundern. Heute bei Flutlicht, wenn ein Springer unten im Auslauf steht, unterscheidet sich die Schanze eigentlich sogut wie gar nicht von der in Klingenthal oder Predazzo. Genauso wäre es doch mit Garmisch-Partenkirchen oder Innsbruck.
    Wenn Flutlicht, dann nur um die Möglichkeit der zeitlichen Verlegung eines Wettkampfes auf spätere Stunden (im Falle schlechten Wetters) zu haben. Aber so wird es nicht sein, das sage ich jetzt schon. Wenn Innsbruck und GA-PA Flutlicht bekommen, wird da nur nachmittags oder abends gesprungen werden.

    Wie ist eure Meinung dazu?

    • Ihre Befürchtungen sind nicht von der Hand zu weisen. Und ja, schade um die Kulissenbilder.
      Doch die klimatischen Verhältnisse sind nun mal so, dass abends stabileres Wetter ist.

      • Wegen einer handvoll neuer Springer die Innsbruck-Quali streichen? Finde ich unfair gegenüber denen, die sich gestern qualifiziert hatten. So wäre Innsbruck wenigstens mit der Quali in der Tournee verewigt gewesen, während Bischofshofen jetzt 4 zum Weltcup zählende Springen innerhalb von 1 Woche hat! Außerdem kann es Zeitdruck geben, wenn das Wetter schlechter wird als erwartet…

    • Hallo,
      hab das soeben diskutiert. Andere Schanze, andere Verhältnisse, andere Ergebnisse. Ein Wettkampf kann fairerweise nur dort ausgetragen werden, wo ich mich auch qualifiziert habe, alles andere wäre unsauber.
      Grüße und der Beste soll gewinnen.

  3. Wird es dann den K.O.-Modus geben? Ich glaube vor ein paar Jahren – wo es in Bischofshofen viel zu viel geschneit hat und die Quali am Wettkampftag durchgeführt wurde – hat es wegen organisatorischer Gründe keinen KO-Modus gegeben.

  4. Innsbruck ist so ein dreckiger Saftladen. Heute haben sie auch noch den Sturz von Wellinger verhindert und jetzt wird Freund aus dem Team geworfen….

  5. Richtig so! Ist mir schon seit Längerem ein Dorn im Auge, wie sich die ganzen Hartz 4-ler unter der Woche beim Skispringen vergnügen und dann auf Twitter austoben während andere Leute schuften gehen und erst spät Abends erschöpft nach Hause kommen! In was für einer Konsumgesellschaft leben wir, wenn in einer Woche 8 x Skispringen im TV kommt!!!

    • an christian Wienke
      warum beleidigst du HartzIV-Empfänger und damit auch mich??So was von asozial. Ich wäre gerne bei der Arbeit und würde nicht daheim rumhängen. Aber wenn deine Firma wegen Corona Insolvenz anmelden muss, und du mit 55 Jahre zu alt bist, um eine neue Stelle zu finden..was dann? Pass nur auf auch du kannst ganz schnell auf der ALG2-Seite stehen.

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