Auftakt zum Weltcup-Finale

"Blue Bird": Marita Kramer dominiert Qualifikation in Tschaikowski

Foto: tramplin.perm.ru

Zum Auftakt des Weltcup-Finals in Tschaikowski sendet Marita Kramer mit ihrem Quali-Sieg ein Zeichen der Stärke. Die Konkurrenz fällt deutlich ab, alle DSV- und ÖSV-Springerinnen qualifizieren sich.

Besser konnte der Start ins Weltcup-Finale für Marita Kramer gar nicht laufen: Mit dem weitesten Sprung der Konkurrenz auf 98,5 Meter fuhr die Österreicherin 119,3 Punkte und damit den Sieg in der Qualifikation in Tschaikowski ein. Die Gesamtführende der „Blue Bird“-Tour war die einzige Springerin, die bei defensiv gewähltem Anlauf über den K-Punkt von 95 Metern hinauskam. Zweite wurde die Weltcupführende Nika Kriznar mit 89 Metern und 105,4 Punkten. Platz drei ging an Silje Opseth, die mit 92 Metern den zweitweitesten Sprung zeigte und 104,8 Punkte erzielte.

Auf Platz vier folgte mit Nozomi Maruyama die beste Japanerin, die ihren Formanstieg vom vergangenen Wochenende unterstreichen konnte. Platz fünf ging an die beste Deutsche, nämlich Anna Rupprecht, die durch ihre Weite von 89,5 Metern auf 98,8 Punkte kam. Auf den Positionen sechs und sieben landeten mit Ema Klinec und Spela Rogelj zwei weitere Slowenninen noch vor Sara Takanashi. Die schärfste Kontrahentin von Kriznar blieb als Achte unter den Erwartungen. Daniela Iraschko-Stolz belegte als zweitbeste Österreicherin Rang neun vor Yuki Ito, die die Top Ten komplettierte.

Alle DSV- und ÖSV-Athletinnen qualifiziert

Katharina Althaus wurde mit ihrem Sprung auf 86,5 Meter als Elfte zweitbeste Deutsche. Luisa Görlich beendete den Durchgang mit 84 Metern auf Rang 17, während Juliane Seyfarth (80,5 Meter) und Selina Freitag (79 Meter) punktgleich 29. wurden. Auch Pauline Heßler schaffte als 33. den Sprung in den Wettkampf, die Thüringerin kam auf 76,5 Meter. Die Tschechin Klara Ulrichova konnte mit Platz 16 beste Quali-Ergebnis in ihrer noch jungen Karriere erzielen. Julia Kykkänen wurde als beste der drei qualifizierten Finninnen 20..

Auch die vier weiteren Österreicherinnen meisterten die Qualifikation problemlos: Lisa Eder stach mit 86 Metern und Platz zwölf positiv hervor, während Chiara Hölzl sich mit 85,5 Metern auf Platz 14 und damit hinter der besten Russin Irina Avvakumova einreihte. Sophie Sorschag belegte mit 83,5 Metern Rang 19 und komplettierte damit ein gewohnt starkes und geschlossenes Mannschaftsergebnis seitens des ÖSV. Rumäniens Einzelkämpferin Daniela Haralambie schnitt als 25. ebenfalls solide ab.

Negativ-Überraschungen bleiben aus

Aus der nationalen Gruppe der Russinnen schafften immerhin zwei Springerinnen den Einzug in den Wettkampf: Neben Mariia Iakovleva, die vergangene Woche in Nischni Tagil bereits unter die Top 40 kam, gelang dies am Donnerstag auch der 17-Jährigen Elizaveta Mokhova, die als 40. direkt hinter ihrer Teamkollegin landete. Überraschende Patzer gab es keine, mit Anna Shpyneva (46.) schied nur eine Springerin aus, die in dieser Saison bereits Weltcuppunkte holen konnte.

Das erste von zwei Einzelspringen in Tschaikowski ist für den morgigen Freitag um 17:00 Uhr Ortszeit (13:00 Uhr MEZ) angesetzt, der Probedurchgang findet um 16:00 Uhr (12:00 Uhr MEZ) und damit eine Stunde zuvor statt (alle Sprünge gibt es natürlich live bei skispringen.com). Vor diesem vorletzten Einzelspringen liegt Nika Kriznar (751 Punkte) im Gesamtweltcup fünf Zähler vor Sara Takanashi (746) und deren 91 vor Marita Kramer (660), womit erstmals in der Geschichte des Damen-Weltcups noch drei Springerinnen bei noch zwei ausstehenden Wettkämpfen Titel-Chancen haben.

Über Luis Holuch 221 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020 in Oberwiesenthal, sowie die FIS Classics-Live-Serie und auch die Continental-Cup-Finals in der Nordischen Kombination im März 2021.

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