Beeindruckende ÖSV-Dominanz beim Heim-Weltcup

Chiara Hölzl und Eva Pinkelnig feiern Doppelsieg in Hinzenbach

Foto: GEPA

Chiara Hölzl und Eva Pinkelnig lassen auch heute die UVB-Arena in Hinzenbach zu einem Tollhaus werden. Für die große Überraschung sorgte aber eine Italienerin.

Sechster Weltcupsieg und der vierte davon in Folge, Chiara Hölzl hat einfach einen Lauf. Beim zweiten Springen in Hinzenbach siegte die Österreicherinnen mit zweimal 87,5 Metern und 251 erzielten Punkten. Mit nur 2,2 Punkten weniger machte Eva Pinkelnig (87 und 88,5 m; 247,8 P.) den zweiten ÖSV-Doppelsieg der Geschichte perfekt. Sensationell Dritte wurde Lara Malsiner mit zwei Sprüngen auf 87 Meter und 241,5 Punkten. Für die Italienerin war es der erste Podestplatz im Weltcup überhaupt, für ihr Land der erste seit dem zweiten Platz ihrer Schwester Manuela am 20. Januar 2017 in Zao.

„Ich weiß gar nicht, was ich noch sagen soll. Es ist ein echter Traum, das möchte ich jetzt einfach nur genießen. Es ist bei jeder von uns so laut geworden und dann freut man sich einfach nur, wenn man dann endlich losfahren darf“, kommentierte die 22-Jährige ihren Erfolg im ‘ORF’. Zum nun schon sechsten Mal in der laufenden Saison landete Sara Takanashi auf dem undankbaren vierten Platz, diesmal fehlten der Japanerin 1,4 Punkte zu ihrem 100. Podestplatz.

Einen kleinen Rückschlag im Kampf um den Gesamtweltcup musste Maren Lundby hinnehmen. Die Norwegerin fiel nach einem schwachen Sprung im Finale von Platz zwei auf fünf zurück. Jacqueline Seifriedsberger und Lisa Eder erzielten mit Platz sechs und sieben ihre besten Saison- respektive Weltcupplatzierung und komplettierten mit Daniela Iraschko-Stolz auf Rang neun das ÖSV-Quintett in den Top Ten. Das hatte zuvor noch keine Nation geschafft.

DSV-Team (fast) ohne Top-Platzierung

Nach dem gestrigen fünften Platz musste sich Katharina Althaus mit dem zehnten Rang zufrieden geben. Hinter ihr landete mit Marita Kramer die sage und schreibe sechstbeste Österreicherin auf Rang elf, punktgleich mit Juliane Seyfarth und Nika Kriznar, der besten Slowenin. Beste Russin wurde Lidiia Iakovleva als 16.. Selina Freitag zeigte abermals solide Sprünge und sprang als 18. in die Preisgeldränge, wie auch Daniela Haralambie aus Rumänien mit Platz 20.

Svenja Würth und Agnes Reisch landeten auf den Positionen 26 und 27 und damit unmittelbar hinter der 16-jährigen Norwegerin Thea Minyan Bjoerseth, die ihre ersten Weltcuppunkte holte. Erneut Punkte gab es auch für die Ungarin Virag Vörös mit ihrem 29. Platz. Dies blieb Luisa Görlich, wie schon am Vortag verwehrt, die 21-Jährige wurde 37. vor Manuela Malsiner. Anders als noch am Samstag waren diesmal auch zwei Athletinnen aus der nationalen Gruppe der Österreicherinnen vertreten. Claudia Purker und Elisabeth Raudaschl überstanden die Qualifikation im Vorfeld des Wettkampfs und belegten in diesem dann die Plätze 34 und 39.

Hölzl baut Vorsprung im Weltcup weiter aus

Durch den Tagessieg konnte Chiara Hölzl (1030 Punkte) ihre Führung im Gesamtweltcup gegenüber Maren Lundby (940) noch weiter ausbauen, der Vorsprung beträgt nun 90 Zähler. Eva Pinkelnig (859) ist unverändert Dritte, auch Katharina Althaus (503) behielt ihre Position, die Oberstdorferin ist als Fünfte weiterhin beste Deutsche.

» Event-Übersicht: Weltcup-Saison der Damen 2019/2020

Am kommenden Wochenende steht für die Skispringerinnen kein Weltcup an. Weiter geht es dann am Wochenende vom 21. bis 23. im slowenischen Ljubno ob Savinji, wo ein Einzel- und das zweite Teamspringen der Saison anstehen (alles live bei skispringen.com).

Über Luis Holuch 137 Artikel
Ist seit Kindesbeinen an sport- und skisprungverrückt. Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-Weltmeisterschaften 2020 in Oberwiesenthal.

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