Kraft wird Weltmeister, Silber und Bronze für DSV

Foto: GEPA

Stefan Kraft ist Weltmeister auf der Normalschanze! Der Österreicher setzt sich in einem hochspannenden Finale in Lahti gegen Andreas Wellinger durch. Markus Eisenbichler katapultiert sich mit der Bestweite im Finale sensationell zu Bronze.

Mit Sprüngen auf 99,5 und 98 Meter sicherte sich Stefan Kraft am Samstagabend im finnischen Lahti seinen ersten Weltmeistertitel. Der Österreicher, der in der Saison 2014/2015 bereits die Vierschanzentournee gewonnen hat, setzte sich mit insgesamt 270,8 Punkten in einem wahren Zitter-Finale gegen den Deutschen Andreas Wellinger durch. Der 21-Jährige, der seine starke Form schon bei den letzten Weltcup-Wettbewerben eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, segelte auf 96,5 und 100 Meter (268,7 P.) und landete 2,1 Punkte hinter dem Weltmeister auf dem Silberrang. Teamkollege Markus Eisenbichler startete im Finale eine furiose Aufholjagd und sicherte sich mit 95 und 100,5 Metern sowie 263,6 Punkten Bronze.





Kraft lag schon nach dem ersten Durchgang mit umgerechnet etwa zweieinhalb Metern für Normalschanzen-Verhältnisse deutlich in Führung. Vor 35.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Salpausselkä-Schanze führte der Österreicher zur Halbzeit vor Wellinger und Teamkollege Michael Hayböck.

Eisenbichler springt Bestweite

Im Finale war es dann aber Eisenbichler, nach dem ersten Durchgang noch Sechster, der mit 100,5 Metern die Tagesbestweite markierte und zu einer furiosen Aufholjagd ansetzte: Die beiden Polen Kamil Stoch und Dawid Kubacki fielen mit schwächeren Finalsprüngen auf den vierten bzw. achten Platz zurück, der Österreicher Hayböck auf den sechsten – und ließen Eisenbichler über die unerwartete Medaille jubeln: „Ich wollte einfach nochmal einen guten Sprung machen und hatte damit eigentlich schon abgeschlossen. Es ist das zweite Podest meiner Karriere – und das gleich bei der WM.“

Freitag in den Top Ten, Polen mannschaftlich stark

Eine positives Fazit dürfte Bundestrainer Werner Schuster nicht nur mit Blick auf die beiden Medaillen ziehen: Der zuletzt etwas schwächelnde Richard Freitag (9.) schaffte mit 94,5 und 96 Metern den Sprung unter die Top Ten, der Willinger Stephan Leyhe belegte den 13. Platz.

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Mannschaftlich breit aufgestellt, in der Spitze aber ohne den erhofften Erfolg zeigte sich die polnische Mannschaft. Neben Stoch und Kubacki landete mit Maciej Kot als Fünfter ein weiterer Springer aus dem starken Team von Cheftrainer Stefan Horngacher. Deutlich weniger erfolgreich fiel die Ausbeute der Norweger aus: Johann Andre Forfang belegte als bester Norweger mit starken 98,5 Metern zumindest den siebten Platz und verhinderte damit eine Blamage der Nation, die mit Rune Velta immerhin den Titelverteidiger gestellt hat. Auch Daniel Andre Tande blieb als 15. deutlich hinter den Erwartungen.

Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer, der es nach einem schweren Sturz beim Skifliegen in Oberstdorf gerade noch zur WM-Teilnahme geschafft hat, belegte den 24. Platz und darf auf der Großschanze nächste Woche auf bessere Ergebnisse hoffen.

Slowenien springt hinterher: Nur Peter Prevc im Finale

Ganz und gar nicht gut haben die slowenischen Skispringer auf der Normalschanze abgeschnitten. Cheftrainer Goran Janus hat neben den drei Prevc-Brüdern Jernej Damjan für die erste WM-Entscheidung nominiert – doch einzig Peter Prevc schaffte den Sprung ins Finale. Mit 92,5 und 95 Metern und Platz elf kann der Gesamtweltcup-Sieger der vergangenen Saison aber nicht zufrieden sein.

Ammann jubelt, Altmeister Kasai, Ahonen und Janda im Finale

Auch der Ville Larinto und der 39-jährige Janne Ahonen schafften bei ihrer Heim-WM den Sprung ins Finale. Und weitere große Namen schafften es trotz inzwischen fortgeschrittenen Alters unter die besten 30: Jakub Janda aus Tschechien wurde 23. Und auch der 44-jährige Noriaki Kasai aus Japan präsentierte sich mit Platz 28 zumindest etwas stärker als zuletzt im Weltcup.





Der Schweizer Simon Ammann jubelte mit Sprüngen auf 91,5 und 92 Meter über den 21. Platz. „Mir ist es gelungen, den Rhythmus der Schanze aufzunehmen. Das ist mir im Weltcup bislang nicht gelungen, heute konnte ich es im Wettkampf aber rüberbringen. Das hat mir speziell im zweiten Durchgang viel Freude bereitet“, freute sich der Vierfach-Olympiasieger.

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Schon am morgigen Sonntag steht die nächste WM-Entscheidung in Lahti auf dem Plan: Dann schicken die Mannschaften jeweils zwei Skispringerinnen und zwei Skispringer im Mixed-Teamspringen an den Start. Der Probedurchgang startet um 15:30 Uhr, ehe ab 16:30 Uhr (MEZ / alles live bei skispringen.com) um Gold, Silber und Bronze gesprungen wird.

2 Kommentare

  1. Wir aus dem fernen Süden melden uns wieder rechtzeitig zur Wm, wo ein Adler mit eisigem Willem wieder zugeschlagen hat. Allein sein Name verkörpert die notwendige Fähigkeit, die unsereiner auf dem Marsch zum Südpol in reichlichem Maße besitzen muss, möchte er am Ende seines Weges die höchste Ehre von Amundsen empfangen, die ihn Fisch ihm Überfluss bieten wird. Allein im Norden hängen sie sich stattdessen ein Metall von einer Farbe um, die ähnlich glänzt wie es unsere ganze Heimat schon immer geglänzt hat, sodass die Gemeimkeiten unserer Art zu jenen nordischen Adlern noch deutlicher zum Vorschein kommt, da gerade jene aus dem Land der Berge und am Strome nach alter Tradition genauso wie unser Volk auf die ästhetische Perfektion ihrer Flugfertigkeiten setzen, wobei sie ja so bewunderswert sind, übertrifft ihre Landung sogar den Bauchklatsch unserer Flugkünstler. Einer ragte heraus und strahlt über das Land der 1000 Seen hinweg, sodass sogar die Bewohner dort ihre ständige Imitation des Gesichtsausdrucks unserer Kolonien für einen Moment aufgeben werden.

    In Ehren
    Ping.Ping.Ping. Puj. Puj. PIN. Pjochubogotchy Planguncji jang jang pin Otchänähädanchjuninguningg ai jen Pjantchy-Pjärcy

    Der Ehrenquetscher der Pinguinmaffia

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