Österreichische Staatsmeisterschaften

Daniel Huber und Eva Pinkelnig holen Großschanzen-Titel in Innsbruck

Daniel Huber macht das Double bei den österreichischen Meisterschaften perfekt und sichert sich das Großschanzen-Gold. Auch Eva Pinkelnig krönt sich auf der Innsbrucker Bergisel-Schanze mit dem ÖM-Titel.

Das Double ist perfekt: Nach seinem Titel von der Normalschanze ist Daniel Huber nun auch neuer österreichischer Meister von der Großschanze. Zwei Jahre nach seinem ersten ÖM-Titel in Bischofshofen sicherte sich Huber auf der Innsbrucker Bergisel-Schanze mit 126,5 und 127 Metern und 254,5 Punkten souverän Gold. Ein zweites Double gab es für Jan Hörl, der keine 24 Stunden nach seiner gestrigen Silbermedaille mit 122 und 128 Metern und 243,9 Punkten erneut Zweiter wurde. Bronze ging an Stefan Kraft, der auf 123 und 124,5 Meter und 240,5 Punkte kam.

„Doppel-Staatsmeister fühlt sich sehr gut an. Das war heute noch ein Stück besser als gestern. Ich habe mich extrem wohlgefühlt“, zeigte sich Huber nach dem Wettkampf zufrieden. Gleichwohl ist er sich jedoch bewusst: „Wirklich zählt es dann immer erst bei den internationalen Bewerben im Weltcup.“ Er sehe sich und das Team aber auf einem guten Weg: „Der Kurs für den Winter stimmt, auch wenn ich mich jetzt sicher nicht ausrasten werde. Aber wir sind eine gute Skisprung-Nation und wenn man bei uns vorne dabei ist, dann kann man normalerweise auch im Weltcup richtig mitmischen.“

Vierter Titel für Eva Pinkelnig

Bei den Damen ging der Titel an Eva Pinkelnig. Die Silbermedaillengewinnerin im Normalschanzen-Einzel sprang 120,5 und 117,5 Meter weit und erzielte 220,5 Punkte, die ihr die vierte Goldmedaille bei den österreichischen Staatsmeisterschaften einbrachten. Silber ging an Daniela Iraschko-Stolz (113 und 119,5m; 205,1 P.), die überraschenderweise doch an den Start ging nachdem sie am Samstag noch ihren Startverzicht erklärt hatte. Bronze sicherte sich Sophie Sorschag mit 110,5 und 113,5 Metern und 179,3 Zählern.

„Traumhaftes Wetter heute in Innsbruck, perfekte Organisation und ich hab mein Bestes gegeben. Ich bin noch mitten in der Arbeitsphase, die Performance-Phase kommt erst. Insofern ist mir heute sehr Vieles gut gelungen, aber es gibt immer noch Einiges zu tun“, bilanzierte Pinkelnig ihren Auftritt. Auch für die 33-Jährige und ihre Teamkolleginnen war es der letzte Härtetest vor dem Weltcup-Auftakt Ende November in Nischni Tagil. „Es war auf jeden Fall ein intensiver Sommer für mich. Wir haben alle hart gearbeitet und da werden wir dranbleiben“, blickte die Vorarlbergerin voraus.

Gregor Deschwanden verteidigt Schweizer Meistertitel

Bereits am Samstag fanden auch die Schweizer Meisterschaften statt. Auf der Andreas-Küttel-Schanze in Einsiedeln sicherte sich Gregor Deschwanden mit 111,5 und 111 Metern und 251,5 Punkten zum zweiten Mal in Folge die Goldmedaille. Silber ging ebenfalls wie im Vorjahr an Dominik Peter, der auf 109,5 und 106,5 Meter und 237,3 Punkte kam. Lokalmatador Andreas Schuler holte auf seiner Heimschanze mit Sprüngen auf 99 und 103,5 Metern und 207 Zählern Bronze. Mit Simon Ammann und Kilian Peier verzichteten allerdings zwei Top-Athleten auf ihren Start.

Die Schweizer Damen sprangen tags zuvor auf der Bachtelblickschanze in Gibswil, die mit einem K-Punkt von 60 und einer Hillsize von 67 Metern zu den Mittleren Schanzen zählt. Den Titel sicherte sich dort Emely Torazza, die auf Weiten von 64 und 63 Metern und 240,8 Punkte kam. Die mit 16 Jahren jüngste Teilnehmerin Sina Arnet sprang durch 62,5 und 61,5 Metern zu 232,6 Punkten, die ihr die Silbermedaille einbrachten. Bronze ging an Rea Kindlimann (63 und 60m; 223,2 P.), die mit 19 Jahren die älteste Springerin war.

Über Luis Holuch 229 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020 in Oberwiesenthal, sowie die FIS Classics-Live-Serie und auch die Continental-Cup-Finals in der Nordischen Kombination im März 2021.

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