Nach enttäuschenden Ergebnissen in Deutschland zieht der Schweizer Verband Konsequenzen: Gleich zwei Athleten werden nach dem Neujahrsspringen vor der Weiterreise nach Österreich ersetzt.
Die Vierschanzentournee verlagert ihr Geschehen traditionell nach dem Neujahrsspringen von Deutschland nach Österreich, doch für den prominentesten Namen im Schweizer Team ist die Reise bereits vorzeitig beendet.
Wie der Schweizer Verband unmittelbar nach dem Wettkampf in Garmisch-Partenkirchen bekannt gab, wird Simon Ammann in der österreichischen Hälfte der Tournee nicht mehr zum Aufgebot gehören. Der Vierfach-Olympiasieger muss damit seinen Platz räumen, nachdem die sportliche Ausbeute bei den Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen hinter den Erwartungen zurückgeblieben war.
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Für Ammann verliefen die ersten beiden Stationen glücklos. Weder auf der Schattenbergschanze noch auf der Großen Olympiaschanze gelang es ihm, sein K.o.-Duell für sich zu entscheiden. In beiden Fällen belegte er am Ende den 34. Rang, wobei er sich namhaften Gegnern wie Halvor Egner Granerud und dem jungen Polen Kacper Tomasiak geschlagen geben musste.
„Ich habe es schon genossen, aber man sieht, dass ich noch was zu tun habe. Die Chance ist groß, dass ich jetzt rausgehe. Ich habe einen recht guten Plan B“, sagte Ammann nach dem Neujahrsspringen. In Hinblick auf die Olympischen Winterspiele, seinem Hauptziel in diesem Winter, ergänzte er: „Also man hat jetzt noch genug Zeit bis zum Februar. Es geht darum, das Richtige auszusuchen. Um Wettkämpfe zu machen, müsste man Änderungen sofort umsetzen können.“
Auch Kesseli fehlt bei österreichischen Tournee-Stationen
Neben Ammann wurde auch Juri Kesseli aus dem Team gestrichen. Kesseli konnte sich lediglich für das Neujahrsspringen qualifizieren, schied dort jedoch nach einem Duell mit Domen Prevc als 45. vorzeitig aus.
Anstelle des Routiniers und des Youngsters rücken nun zwei Rückkehrer ins Team, die zuletzt im heimischen Engelberg Weltcup-Luft geschnuppert hatten. Killian Peier und Felix Trunz werden die Schweizer Mannschaft in Innsbruck und Bischofshofen verstärken. Beide Springer konnten in dieser Saison bereits Weltcuppunkte sammeln und sollen nun für neue Impulse sorgen, wenn es am 4. Januar am Bergisel in Innsbruck und zwei Tage später auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen um die nächsten Platzierungen geht.
Während Ammann die Heimreise antreten muss, bleibt der Fokus innerhalb der Mannschaft vor allem auf Gregor Deschwanden und Sandro Hauswirth gerichtet. Die beiden Springer zeigten in Deutschland solide Leistungen und liegen zur Halbzeit der Tournee auf den Plätzen 18 und 21 in der Gesamtwertung.
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Für sie gilt es nun, in den verbleibenden zwei Springen in Österreich den Anschluss an die Top-Plätze zu halten, während das Team mit Peier und Trunz wieder zu voller Stärke finden möchte.

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