Zwei Deutsche in den Top Ten

Vierschanzentournee: Domen Prevc gewinnt Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen

Foto: imago / Sven Simon

Domen Prevc ist auch bei der zweiten Station der Vierschanzentournee nicht zu schlagen und baut mit dem Sieg beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen seinen Vorsprung deutlich aus. Auch zwei DSV-Skispringer landen in den Top Ten.

Mit SprĂŒngen auf 143 und 141 Meter sicherte sich Domen Prevc auch beim zweiten Springen der Vierschanzentournee den Sieg. Der Slowene erzielte beim traditionellen Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen insgesamt 303,1 Punkte und setzte sich damit gegen die beiden Österreicher Jan Hörl (141 und 131,5 m; 287,7 P.) und Stephan Embacher (134 und 141,5 m; 287,1 P.) durch.

Prevc fĂŒhrte das Feld schon nach dem ersten Durchgang souverĂ€n vor Hörl und zu diesem Zeitpunkt noch drittplatzierten Japaner Ren Nikaido an. WĂ€hrend Nikaido im Finale auf den vierten Platz vor Teamkollege Ryoyu Kobayashi (5.) zurĂŒckgefallen ist, verteidigte Prevc seinen Vorsprung auf Hörl mit der erneuten Bestweite nicht nur, sondern baute ihn gleich auf 15,4 Punkte weiter aus.

Prevc fliegt der Konkurrenz davon

In der Gesamtwertung der Vierschanzentournee liegt Prevc nun insgesamt 35 Punkte – umgerechnet also fast 20 Metern – vor Hörl an der Spitze. Damit rĂŒckt auch ein möglicher Vierfachsieg bei der Vierschanzentournee fĂŒr ihn nĂ€her, den bislang nur Sven Hannawald, Kamil Stoch und Ryoyu Kobayashi feiern konnten.

Nur drei Deutsche im Finale

Den deutschen Skispringern ist es am ersten Tag des Jahres vor 22.000 Zuschauern im ausverkauften Olympia-Skistadion diesmal nicht gelungen, im Kampf um die PodestplĂ€tze mitzumischen. Im Kampf um eine gute Platzierung in der Gesamtwertung bleiben Felix Hoffmann und Philipp Raimund aber voll im Rennen: WĂ€hrend Hoffmann mit 134 und 136 Metern wie schon in Oberstdorf als Sechster erneut bester Deutsche wurde, belegte Raimund direkt hinter ihm den siebten Platz. Neben dem aktuellen FĂŒhrungsduo des DSV hat nur Pius Paschke (21.) den Sprung in den Finaldurchgang geschafft.

„Es ist krass, wenn man sieht, wie groß der Abstand von Domen ist. Das ist einfach krass, er macht total gute SprĂŒnge und hat ein FluggefĂŒhl, von dem ich aktuell nur trĂ€umen kann“, wĂŒrdigte Raimund die erneut herausragende Leistung des slowenischen Dominators.

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Andreas Wellinger (32.) ist im ersten Durchgang im K.o.-Duell gegen den Norweger Robin Pedersen gescheitert und damit ebenso ausgeschieden wie Karl Geiger (33.), der im Duell ausgerechnet auf Teamkollege Paschke gestoßen ist – die beiden Routiniers und aktuellen Sorgenkinder von Bundestrainer Stefan Horngacher bleiben bei dieser Vierschanzentournee also weiterhin ohne Weltcuppunkte. Ebenfalls ausgeschieden ist Ben Bayer (43.) aus der nationalen Gruppe des DSV.

„Die Leistung der beiden war sehr gut – nicht ganz perfekt, aber sehr gut. Es war ein bisschen ein schwieriger Wettkampf, es war im zweiten Durchgang wechselhaft und die Jury musste die Anlaufluken verĂ€ndern“, analysierte Bundestrainer Stefan Horngacher im Anschluss.

Tournee-Aus: Timi Zajc kassiert Rote Karte

Besonders bitter verlief der Start ins neue Jahr fĂŒr Timi Zajc: Der slowenische Skispringer, der in Oberstdorf eigentlich Dritter wurde und anschließend wegen eines irregulĂ€ren Sprunganzugs disqualifiziert wurde, kassierte in Garmisch-Partenkirchen direkt die nĂ€chste Gelbe Karte. Der 25-JĂ€hrige, der als einer der Mitfavoriten zur Tournee gereist ist, wird mit Rot damit fĂŒr die weiteren WettkĂ€mpfe in Innsbruck und Bischofshofen gesperrt.

» Weltcup-Kalender 2025/2026 (MĂ€nner): Alle Termine im Überblick

Nach einem Tag Pause wird die Vierschanzentournee am Samstag in Österreich fortgesetzt. Am berĂŒhmten Bergisel in Innsbruck stehen dann ab 11:45 Uhr zunĂ€chst zwei TrainingsdurchgĂ€nge auf dem Programm, bevor um 14 Uhr (alles live bei skispringen.com) die Qualifikation fĂŒr den dritten Wettkampf der Vierschanzentournee startet, der am dann am Sonntag ausgetragen wird.

Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

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7 Kommentare

  1. Herzlichen GlĂŒckwunsch an Domen Prevc.

    Ein Springer der so dominant ist und eine Liga besser ist als alle anderen, hat es ja schon lange nicht mehr gegeben.
    Raimund und Hoffmann auch ganz gut. Mal schauen wie es in Innsbruck lÀuft. Hoffe die beiden kommen da zu recht. Traditionell beginnt spÀtestens da ja der Absturz der DSV Leute.
    Geiger wĂŒrde ich zu Hause lassen. Der springt ja selbst in Töpfern in Innsbruck ja immer schlecht. Jetzt wird es ein Desaster. Mein Tipp wenn er mitgenommen wird: nicht bei den besten 60 dabei. Wenn es gut lĂ€uft landet er nicht auf dem Vorbau…. Wellinger wird auch nicht in den Wettbewerb kommen.

  2. Eigentlich wollte ich hier schreiben wie gut sich Embacher nach der letzten Saison gefangen hat, und wie unglaublich die Serie von Prevc ist, aber die Kommentare von Georg und T. Höllensteiner sind nur noch rassistischer und sexistischer Mist. Ich hoffe der Admin sperrt diese Clowns. Ist ja zum Kotzen. Solche Leute braucht man weder in einem Forum, noch sonst wo.

  3. Thomas Höllensteiner
    Wie kann man sowas dummes schreiben. Sowas ekelhaftes und abwertendes. Sagt sehr viel ĂŒber dich als Mensch aus. Wenn es dir weh tut die Siegerehrung nicht sehen zu können dann fahr nach Garmisch!

  4. Warum zeigt man weder beim ZDF noch auf Eurosport die besonders stimmungvolle und schöne Siegerehrung vom heutigen Neujahrsspringen?!!! Ist wirklich dieses langweilige und minderwertige Frauenspringen so wichtig, dass man dann direkt zu der 2-NĂ€chte Torunee (oder wie das Ding da heißt) umschalten muss?!! So wird der Rang der traditionellen Vierschanzentournee geschmĂ€lert. Ich hoffe, die fĂŒr das kommende Jahr geplante Vierschanzentournee der Frauen wird sich als ein mediales und sportliches Desaster in jeglicher Hinsicht erweisen, sodass die FIS und die Organisatoren diese Wettbewerbe nach 1-2 Jahren wieder aus dem Programm nehmen. Es darf nicht sein, dass diese großartige Veranstaltung welche die Vierschanzentournee der MĂ€nner ist, derartig unter dem zweit- oder drittrangigem Frauenspringen leiden muss!! Ein Skandal!! Es reicht nur noch, dass die FIFA gleichzeitig zur Fussball-WM der MĂ€nner noch in selben Stadien die Fussball-WM der Frauen ausrichtet….

  5. Es hat sich nichts geĂ€ndert bei der Fis. Die AnzĂŒge der Österreicher sind gigantisch aber alle gehen durch die Kontrolle. Hafele war ja 15 Jahre fĂŒr die AnzĂŒge in Österreich verantwortlich, er wird denen schon sagen wie sie nĂ€hen mĂŒssen damit sie durch die Kontrolle kommen, Beschiss ohne Ende schaue jetzt kein Skispringen mehr.

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