Neujahrsspringen

Karl Geiger gewinnt Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen

Foto: GEPA

Auch in der Qualifikation zum Neujahrsspringen stellt Karl Geiger seine starke Form unter Beweis. Der Oberstdorfer gewinnt am Dienstag die Vorausscheidung in Garmisch-Partenkirchen. Neben ihm qualifizierten sich acht weitere Deutsche.

Karl Geiger beendet das Jahr mit einer Kampfansage an Ryoyu Kobayashi. Der Oberstdorfer sicherte sich vor 10.000 Zuschauern am Dienstagnachmittag in Garmisch-Partenkirchen den Sieg in der Qualifikation für das Neujahrsspringen.

Keine 48 Stunden nach seinem zweiten Platz zum Auftakt erzielte Geiger mit einem Sprung auf 139 Meter insgesamt 142,7 Punkte und setzte sich auf der Olympiaschanze mit insgesamt 142,7 Punkten in der 73 Mann starken Konkurrenz an die Spitze. Nur einen Zehntelpunkt dahinter landete der Österreicher Philipp Aschenwald (140 m; 142,6 P.), dem der weiteste Sprung des Tages gelungen ist.

Kobayashi ein Meter kürzer als Geiger

Oberstdorf-Sieger Ryoyu Kobayashi sprang einen Meter kürzer als Geiger und belegte mit 140,9 Zählern – punktgleich mit dem Slowenen Peter Prevc (138 m) – den dritten Platz der Qualifikationswertung.

„Der Sprung war wirklich sehr gut, er hat die Kante gut getroffen“, kommentierte Bundestrainer Stefan Horngacher die Leistung des deutschen Hoffnungsträgers. Die Olympiaschanze galt bei Geiger lange Zeit als ungeliebt, erst bei einem Trainingskurs im Herbst dieses Jahres hat sich das geändert. „Inzwischen habe ich mich ganz gut mit ihr angefreundet“, sagte der 26-Jährige, der bereits im offiziellen Training zuvor glänzen konnte.

Neun DSV-Skispringer an Neujahr am Start

Überhaupt war es einmal mehr ein starker Auftritt der deutschen Skispringer. Vor Geiger hatte bereits der dreimalige Weltmeister Markus Eisenbichler mit 137,5 Metern und dem fünften Platz der Qualifikationswertung für großen Jubel im Olympia-Skistadion gesorgt.

Insgesamt neun der zwölf angetretenen DSV-Skispringer sind beim prestigereichen Neujahrsspringen dabei: neben Geiger und Eisenbichler auch Stephan Leyhe (12.), Constantin Schmid (13.), Pius Paschke (26.), Philipp Raimund (28.), Martin Hamann (34.), Luca Roth (35.) und Moritz Baer (50.). „Die Jungs haben einen super Job gemacht, ich bin ziemlich zufrieden“, blickt Horngacher zuversichtlich ins neue Jahr.

Kraft trifft erneut auf Schlierenzauer

Der gesundheitlich leicht angeschlagene Stefan Kraft, beim Auftakt in Oberstdorf knapp am Podium vorbeigeschrammt, belegte mit 137 Metern den siebten Platz – hinter Yukiya Sato und punktgleich mit Daiki Ito. Der Salzburger trifft damit erneut ausgerechnet auf Teamkollege Gregor Schlierenzauer (alle K.o.-Duelle beim Neujahrsspringen im Überblick).

Johann Andre Forfang belegte als bester Norweger den neunten Platz, gefolgt vom Oberstdorf-Dritten Dawid Kubacki aus Polen (10.).

» Weltcup-Kalender 2019/2020: Alle Termine im Überblick

Am Mittwoch findet in Garmisch-Partenkirchen mit dem traditionellen Neujahrsspringen der zweite Wettbewerb der Vierschanzentournee statt. Um 12:30 Uhr startet zunächst der Probedurchgang, um 14 Uhr (alles live bei skispringen.com) der erste Wertungsdurchgang im K.o.-Modus.

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Über Marco Ries 648 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

4 Kommentare

  1. Warum sollte Karl Geiger die Tournee nicht gewinnen? Er springt aktuell konstanter als alle Anderen. Zudem gewinnt man den Eindruck, das er noch Steigerungspotential hat.

  2. Sieht doch für die Deutschen wieder ganz gut aus
    1) 9 Springer qualifiziert
    2) Geiger weiterhin in Top-Form und kann ums Podium mitspringen.
    3) Eisenbichler kommt langsam wieder im Form. Glaube morgen könnte eine Top-10 Platzierung raus kommen.

    Die Tour wird sich wahrscheinlich Kobayahi wieder holen.
    Ich hoffe einfach nur, dass Geiger seine Form bei behält und Sache bis zum Schluss spannend hält.

  3. Wiedereinmal
    Der Wind ist nicht der Freund von Stephan Leyhe. Er hatte mit Abstand den meisten Rückenwind in der Quali !!! Vieleicht hat er im neuen Jahr ja mehr Windglück !!!

    • Seine Zeit kommt noch,
      bisher hat er meist Pech mit den Bedingungen, aber
      sein Sprungstil ist der Sauberste von allen.
      Wenn er nun noch etwas Power am Tisch anbringen kann,
      ist er ganz vorn mit dabei.
      Er muß einfach etwas Gedult haben.

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