Beim Auftaktspringen

Vierschanzentournee: Keine Zuschauer in Oberstdorf

Anders als ursprünglich geplant wird das Auftaktspringen der Vierschanzentournee vor leeren Zuschauerrängen stattfinden. Das Organisationskomitee muss die ursprüngliche Planung an die Corona-Maßnahmen in Bayern anpassen.

Wie das Organisationskomitee des Auftaktspringens am Montagmorgen offiziell bestätigt hat, kann die ursprüngliche Planung mit 2.500 Zuschauern je Veranstaltungstag nicht mehr gehalten werden.

„Es tut uns in der Seele weh, aber wir müssen jetzt die Reißleine ziehen und schweren Herzens auf Zuschauer verzichten. Das schmerzt umso mehr, da wir in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Deutschen Skiverband und den lokalen Gesundheitsbehörden ein tragfähiges Corona-Konzept erarbeitet hatten und bis zuletzt zuversichtlich waren“, erklärte Peter Kruijer, Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf und Präsident des Auftaktspringens.

Ticket-Käufer erhalten Rückerstattung

Spätestens nach den jüngsten Lockdown-Verschärfungen in Bayern mit einem generellen Zuschauerverbot für Profisportveranstaltungen bis mindestens 20. Dezember hatte das OK keine Chance mehr: „Angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen in Bayern und der aktuellen Beschlüsse der Staatsregierung müssen wir einfach davon ausgehen, dass diese Einschränkungen auch nach Weihnachten noch Bestand haben werden. Eine vorzeitige Anpassung ist nicht absehbar. Daher fehlt uns komplett die Planungssicherheit und damit die Grundlage für eine Veranstaltung mit Zuschauern. Schade, denn wir als Organisationskomitee haben wirklich alles unternommen, um das Auftaktspringen mit einer begrenzten Zuschauerzahl durchführen zu können“, sagte Florian Stern, der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und Generalsekretär des Auftaktspringens.

Im Oktober war das Interesse an der 2.500 Tickets noch riesig, schon nach einer Stunde war das Auftaktspringen der Tournee ausverkauft. Die Zuschauer erhalten eine entsprechende Rückerstattung. „Diese erfolgt automatisch über die jeweilige Vorverkaufsstelle. Wir bitten die Skisprungfans hier um ein wenig Geduld“, so Stern.

Auch andere Tournee-Stationen ohne Zuschauer

Damit steht fest, dass die 69. Vierschanzentournee erstmals in ihrer Geschichte ohne Zuschauer stattfinden wird. Auch Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen haben bereits bekannt gegeben, ohne Zuschauer zu planen. In den vergangenen Jahren hat das Wintersporthighlight zum Jahreswechsel mehr als 100.000 Zuschauer in die Stadien gelockt.

Auch interessant: Die Skiflug-WM im Dezember wird das erste große Highlight dieser Saison sein. Jetzt gibt es eine kuriose Idee, wie man die Titelkämpfe sogar vor Zuschauern im Stadion austragen könnte.

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12 Kommentare

  1. Die Noko-WM findet statt aber ohne Zuschauer stand jetzigen Zeitpunkt. Als einheimischer bin ich absolut erleichtert das keine Zuschauer erlaubt sind. Wir sind froh wenn die Touristen mal aus bleiben bzw. weniger davon hier sind. Des Weiteren kommt das der Natur nur zu gute!

    Für alle Eventualitäten, nein nicht alle sind von Touristen abhängig. Ja auch selbst die die von Touristen abhängig sind freuen sich über hiesige Entscheidung!

    • Au weia,deutsche Rechtschreibung ist schwer… und ich wage zu bezweifeln ob die Mehrheit der Oberstdorfer Ihre Meinung teilt. Vielleicht sind Sie ja im öffentlichen Dienst tätig und nicht betroffen….

  2. Jammerschade.
    Kommen jedes Jahr nach Oberstdorf und nehmen dafür auch 600 km Anreise gerne in Kauf.
    Hoffe, dass bis zu Nordischen Ski WM wieder was möglich ist und die stattfinden kann.

  3. Anlässlich der Pandemie ist es ungerecht, Springer mit positiven PCR -Test, die Chance für das Sammeln von etwaigen Weltcuppunkten zu nehmen . Das sind aussergewöhnliche Umstände. Ich plädiere dafür dieses Jahr grundsätzlich keine Weltcuppunkte zu vergeben . es Ist eine Ausnahmesituation.

    • Rein statistisch gesehen kann das Virus jeden aus jedem Land treffen, also verteilt sich das Pech einigermaßen gerecht. Die Weltcup-Punkte sind auch nur eine Statistik. Locker bleiben…

    • Ich finde den Weltcup dieses Jahr auch sinnlos. Eisenbichler ist sicher der beste Springer derzeit, aber das ÖSV-Team ist echt benachteiligt. Finde auch, man sollte eigentlich keine Werung ausführen.

        • Sorry, aber ich glaube „meinem Gehirn“ gehts soweit gut. Du musst doch selber zugeben, dass das Verteilen von Weltcuppunkten etwas befremdlich ist, wenn ein Springer wegen Corona gar nicht die Chance hat teilzunehmen. Ein Winter ganz ohne Springen- das habe ich nie gemeint, das wäre für mich so grausam! Nur ob es Sinn macht am Ende der Saison einen Weltcupgewinner zu küren… Da bin ich mir nicht sicher.

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