Schräge Anekdoten

Vierschanzentournee: Kurioses und Wissenswertes aus 68 Jahren

Vier Stunden Live-Übertragung ohne Sprung

Das Neujahrsspringen war schon vor Jahrzehnten ein Klassiker: Darum übertrug das ZDF das traditionsreiche Springen am Neujahrstag 1979 mehr als vier Stunden live – ohne dass ein einziger Springer über den Bakken ging. Sportreporter Bruno Moravetz musste die Zeit mit Anekdoten überbrücken.

Nykänen nach Hause geschickt

Zweifelsohne ist Matti Nykänen einer der größten Skispringer aller Zeiten. Doch mit seinen Alkoholeskapaden machte die Finne häufiger Schlagzeilen. So auch beim Neujahrsspringen 1986/1987, als Nykänen von seinem damaligen Trainer Matti Pulli die Teilnahme verboten wurde – weil er betrunken an den Start gehen wollte. Im Jahr darauf gewann Nykänen zum zweiten Mal die Tournee. Im Februar 2019 ist er im Alter von nur 55 Jahren verstorben.

„Eddie the Eagle“ verletzt sich schwer

Auch er darf natürlich nicht fehlen: Michael Edwards, besser bekannt als „Eddie the Eagle“, stürzte 1988/1989 beim Bergiselspringen in Innsbruck nach 50 Metern. Der Engländer brach sich dabei das Schlüsselbein und sieben Rippen, ließ sich aber am nächsten Tag von zahlreichen Pressefotografen im Krankenhaus ablichten. Wie so oft wurde er Letzter, vom Publikum aber besonders frenetisch gefeiert.

Fußballverein beteiligt sich am Tournee-Feuerwerk

Am 19. Mai 2001 feiern die Tournee-Organisatoren ihre 50. Tournee-Tagung auf historischem Boden: Auf der Seegrube oberhalb von Innsbruck, wo die Vierschanzentournee gegründet wurde, wurde zum Abschluss der Tagung ein prächtiges Feuerwerk gezündet. Unten in Innsbruck feierten am selben Tag tausende Fußballfans die Meisterschaft des 1. FC Tirol – und glaubten, das Feuerwerk wäre aus diesem Anlass gezündet worden. Der Fußballverein zeigte sich großzügig und übernahm kurzerhand die Hälfte der Kosten für das Spektakel.

Zwei Sieger, zwei Autos

Historisch war die Vierschanzentournee 2005/2006: Mit dem Finnen Janne Ahonen und dem Tschechen Jakub Janda waren zwei Athleten nach den acht Wertungssprüngen punktgleich. Zahlreiche Fernsehsender, so auch RTL in Deutschland, gingen nach dem letzten Sprung direkt in die Werbung – und verkündeten erst mit minutenlanger Verspätung von dem historisch einmaligem Endergebnis. Tournee-Sponsor Nissan hatte eigentlich ein Auto im Wert von rund 35.000 Euro für den Sieger ausgelobt, am Ende erhielten beide eines.

Blackout in Oberstdorf: Stromausfall gefährdet Auftakt

Ausgerechnet zum Tournee-Auftakt 2015/2016 kam es in Oberstdorf zu einem Stromausfall im ganzen Ort. Flutlicht und Lift sind ausgefallen, die Anlaufspur schmolz. Erst nach langem Warten konnten die zahlreichen Zuschauer im Stadion per Megafon über den Vorfall informiert werden. Am Ende gab es nur einen statt zwei Trainingsdurchgänge, der Start der Qualifikation hat sich verzögert.

Im ersten Teil geht es um betrunkene Finnen, Ermittlungen gegen norwegische Skispringer und den österreichischen Popstar Falco. Zurück zu Teil 1:

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9 Kommentare

  1. Ich schaue die Vierschanzen-Tournee seit 1968. Es ist immer Klasse, die einzelnen Springen und die Favoriten anzuschauen. Am besten waren Jens Weißflug und Sven Hannawald.

  2. Skispringen ist faszination pur.Jedesmal freue ich mich wenn alle heil heruntergekommen sind.Das ist das wichtigste.Wenn denn noch einer meiner Lieblingsspringer gewinnt freue ich mich wie ein Schneekönig.Am anfang war es immer der Jens weissflog..

  3. Kann man da noch mehr erfahren über das Skispringen ich schaue schon seit 1970 zu vor hatten wir über das Radio zu gehört.Aber seit 1981 haben wir kein springen verpast

    • Anscheinend dürfen hier keine Links eingetragen werden, dir kommis mit dem Link werden auf jeden Fall nicht gepostet.

      50 Jahre internationale vier Schanzen Tournee Fliegen und siegen-Hannawalds grandioser Grand Slam ist der Titel

  4. Der Mann heisst Silvennoinen. Wieviel Promille er tatsächlich noch hatte, wissen wir nicht. Aber immer schön das Klischee aufrecht erhalten…

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