Kubacki gewinnt WM-Quali, Stoch überragt

Dawid Kubacki entscheidet die Qualifikation für die Einzel-Entscheidung auf der Normalschanze bei der WM in Lahti für sich. Lokalmatador Ahonen überrascht, Kamil Stoch springt Schanzenrekord – aber klagt über Schmerzen.

Nachdem sich die polnischen Skispringer schon im Training im Vorfeld stark präsentiert hatten, unterstreichen sie ihre Favoritenrolle auch in der Qualifikation. Mit einem Sprung auf 99 Meter sowie mit 129,2 Punkten sicherte sich Dawid Kubacki am Freitagmittag den Qualifikationssieg vor der ersten WM-Entscheidung im finnischen Lahti. Der 26-jährige Pole setzte sich gegen seinen Teamkollegen Piotr Zyla durch, der auf 96 Meter (126,5 P.) kam. Überraschend stark präsentierte sich Finnlands Altmeister Janne Ahonen – mit 97 Metern (126,2 P.) und dem dritten Platz der Qualifikationswertung machte der 39-Jährige deutlich, dass er die Medaillen bei seiner Heim-WM nicht kampflos der Konkurrenz überlassen wird.





Die deutschen Skispringer haben ihr Mindestziel erreicht und sich geschlossen für die erste Entscheidung bei diesen Titelkämpfen qualifiziert. Der Willinger Stephan Leyhe, der sich am Vortag beim Training im mannschaftsinternen Duell gegen Karl Geiger durchgesetzt hat, belegte mit 96 Metern punktgleich mit dem Russen Evgeniy Klimov den vierten Platz. “Das Fazit fällt positiv aus. Ich habe die Kante gut getroffen, doch im Flug muss ich noch ein bisschen arbeiten. Nun geht es darum, diese Fehler bis morgen abzustellen”, erklärte Leyhe nach der Ausscheidung.

Freitag tut sich schwer

Teamkollege Richard Freitag tut sich mit der kleineren der beiden WM-Schanzen in der 120.000-Einwohner-Stadt dagegen noch schwer, kam in der Quali nicht über 90 Meter und den 19. Platz hinaus. “Das Training war gut, die Quali leider nicht ganz so gut. Ich werde meine Sprünge genau analysieren und es morgen besser machen”, so Freitag.

Wellinger: “Noch etwas schief in der Luft”

Die größten deutschen Hoffnungen ruhen auf der Normalschanze auf Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler, beide waren für den Wettbewerb vorqualifiziert. Wellinger knüpfte mit 98,5 Metern an seine guten Trainingsleistungen an, Eisenbichler verzichtete nach einem starken Sprung im zuvor ausgetragenen Probedurchgang.

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“Grundsätzlich bin ich zufrieden, aber noch etwas schief in der Luft. Das werde ich jetzt analysieren und morgen hoffentlich besser machen”, erklärte Wellinger.

Stoch springt Schanzenrekord – und fasst sich ans Knie

Den mit Abstand weitesten Sprung zauberte allerdings der Gesamtweltcup-Führende in den Schnee: Kamil Stoch segelte bei guten Bedingungen auf bärenstarke 103,5 Meter – Schanzenrekord! Doch der 29-jährige Pole fasste sich unmittelbar nach der Landung ans rechte Knie und klagte über Schmerzen. Nach ersten Informationen ist aber davon auszugehen, dass sich der Vierschanzentournee-Sieger nicht ernsthaft verletzt hat.





16 der insgesamt 66 Skispringer aus 22 Nationen mussten ihre Medaillenambitionen schon vor dem Wettkampf aufgeben. Mit dem Türken Fatih Arda Ipcioglu (43.), dem Ukrainer Stepan Pasichnyk (50.) und dem Letten Kristaps Nezhborts (53.) traf es vor allem die Springer aus den “exotischen” Ländern, die nur selten im Weltcup in Erscheinung treten.

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Am Samstag geht es für die Skispringer dann um Edelmetall: Um 15:30 Uhr startet der Probedurchgang, um 16:30 Uhr (MEZ / alles live bei skispringen.com) folgt die Einzel-Entscheidung auf der Normalschanze.

3 Kommentare

    • Nein, ist es natürlich nicht – doch wir können die Ergebnisliste erst dann anzeigen, sobald sie seitens des Internationalen Skiverbandes (FIS) zur Verfügung steht. Inzwischen ist die Ergebnisliste unter dem angegebenen Link verfügbar.

  1. Also ich find es nicht fair, dass nur 4 Athleten pro Nation starten dürfen.
    Außerdem ist es unfair, dass die Damen nur einen Einzelbewerb haben.

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