Norweger weiterhin bärenstark

Anstatt Qualifikation: Halvor Egner Granerud gewinnt Prolog in Titisee-Neustadt

Foto: Andre Ivancic

Halvor Egner Granerud entscheidet den Prolog in Titisee-Neustadt für sich, der anstelle der Qualifikation ausgetragen wird, weil nur 50 Athleten am Start sind. Markus Eisenbichler tut sich nach starken Trainingsleistungen schwer, Pius Pasche wird bester Deutscher.

Mit einem Sprung auf 140 Meter sicherte sich Halvor Egner Granerud den Sieg im Prolog vor dem Weltcup-Wochenende in Titisee-Neustadt. Der 24-jährige Norweger erzielte am Freitagabend auf der Hochfirstschanze insgesamt 156,2 Punkte und setzte sich damit gegen den Polen Dawid Kubacki durch, der auf 139 Meter (150,4 P.) kam. Den dritten Platz belegte Marius Lindvik aus Norwegen mit 141 Metern (149,1 P.).

Weil insgesamt nur 50 Athleten für das Weltcup-Wochenende gemeldet haben, war eine Qualifikation hinfällig. Der Internationale Skiverband (FIS) hat sich in Absprache mit den Nationen kurzfristig dazu entschieden, anstelle der Qualifikation im Anschluss an die beiden Trainingsdurchgänge einen Prolog durchzuführen. Sieger Granerud erhielt dafür ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Schweizer Franken.

Eisenbichler enttäuscht nach starkem Training

Markus Eisenbichler hat sich in den beiden Trainingsdurchgängen im Vorfeld bereits stark präsentiert, enttäuschte im Prolog mit 129 Metern und dem 14. Platz dann aber. „Der Sprung war nicht gut, sondern einfach zu früh. Das passiert mir normalerweise nie. Das zeigt eigentlich, dass man keine Furcht hat, sondern sich vertraut, aber dann kommt überhaupt kein Druck am Tisch an“, erklärte der Siegsdorfer.

Bester Deutscher war somit Pius Paschke, der nach einer weitgehend enttäuschenden Vierschanzentournee wieder einen Aufwärtstrend verzeichnen konnte. Mehr ausgerechnet hat sich hingegen Karl Geiger, der mit 131 Metern nur Elfter wurde. „Der Sprung war nicht ganz ideal, aber in Ordnung. Ich konnte mich in jedem Sprung ein bisschen steigern, das ist die Hauptsache“, urteilte der Zweitplatzierte der zurückliegenden Vierschanzentournee.

Die weiteren Platzierungen der DSV-Skispringer vor dem ersten Einzelspringen im Schwarzwald: Martin Hamann 21., Constantin Schmid 32. und Severin Freund auf Platz 40.

Daniel Huber springt Bestweite

Den weitesten Sprung des Durchgangs erzielte Daniel Huber, der sich mit 142,5 Metern auf dem vierten Platz vor dem Norweger Robert Johansson (5.) eingereiht hat. Aus der österreichischen Mannschaft, die ohne Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer in den Schwarzwald gereist ist, überzeugte ebenfalls als Zehnter.

Daneben haben auch Andrzej Stekala (6.), Vierschanzentournee-Sieger Kamil Stoch (7.) und Jakub Wolny (9.) den Sprung unter die Top Ten geschafft und einmal mehr für ein hervorragendes Mannschaftsergebnis der Polen gesorgt.

Am Samstag findet auf der Hochfirstschanze das erste von zwei Einzelspringen statt. Um 15 Uhr startet zunächst der Probedurchgang, um 16 Uhr (alles live bei skispringen.com) folgt dann der Wettbewerb.

Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

Auch interessant: Nach dem Springen in Innsbruck hat Halvor Egner Granerud gegen die polnische Mannschaft um Sieger Kamil Stoch gestichelt. Nun entschuldigt sich der Norweger für seinen Gefühlsausbruch.

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34 Kommentare

  1. Ich bin ein grosser Fan dieses wunderbaren Sports und bewundere die Springer, egal woher sie kommen, sie alle sind grossartiger Springer und Sportler. Viele Beiträge sollten nicht gedruckt werden, sie sind oft dumm und beleidigend. Brigitt

    • Warum werden solche Posts nicht einfach gesperrt? Was in FB leider üblich ist, gehört nicht in ein Sportforum.Richi wird wieder zurückkommen

    • So etwas zu lesen, ist unter jeder Gürtellinie. Willkommen im Donald Trump Club. Skispringen ist Sport, und ein schöner und anstrengender noch dazu. Jeder der Athleten gibt sein bestes und Richie ist ein Kämpfer, schon dafür verdient er Respekt.

    • Was für ein armseliger Kommentar.
      Ich wahren Leben nix auf die Reihe kriegen, aber in Internetforen seinen geistigen Müll abliefern.
      Leider kein Einzelfall u. typisch in diesen Zeiten.

    • Warum muessenunere deutschen Springer immer die besten sein? Skispringen ist ein grossartiger Sport und jeder einzelne Springer verdient meine Hochachtung und Anerkennung, egal woher er kommt! Brigitte

      • @Andrea, ich heiße auch Andrea, habe auf skispringen.com schon mehrfach kommuniziert und werde mich jetzt leider aus diesem Forum verabschieden müssen, um nicht mit Ihnen und Ihren „eigenartigen“ Kommentaren verwechselt zu werden. Was Sie hier äußern, ist nicht nur beleidigend und anmaßend, sondern auch äußerst unqualifiziert und respektlos.
        Ach übrigens – ich bin Ossi…

        • Hallo, da hier keine Reservierungspflicht besteht, ist der Verleumdung Tür und Tor geöffnet. An anderer Stelle hat jemand unter meinem Namen auch etwas für mich völlig Undenkbares gepostet. Da benutzt jemand einfach fremde Namen.

          • @Antje stoni,
            danke für Ihren Hinweis, aber warum führt die Redaktion eigentlich keine Registrierungspflicht ein? Sicher gibt es gleiche Vornamen mehrfach, aber dann muss es Benutzernamen geben oder so – aber wahrscheinlich zu viel Aufwand. Ich finde es schon sehr bedauerlich, was hier abläuft und bin echt enttäuscht, mich in Zukunft unter „meinem“ Namen hier nicht mehr äußern zu können.

      • Wie dumm kann man eigentlich sein – da ist wohl Hpfen und Malz verloren…
        Danke allen, die sich dazu kritisch geäußert haben. Scheint wohl doch ein bedauerlicher Einzelfall zu sein – hoffentlich

  2. Die Spannung und die Hochform über den ganzen Winter beizubehalten, dürfte für Normalsterbliche ein Ding der Unmöglichkeit bedeuten. Die deutschen Skispringer haben diesen Winter ihr Leistungsvermögen schon etliche Male in hervorragender Weise abgerufen. Skispringen konzentriert sich auf wenige Sekunden, die über den Erfolg entscheiden. Wer selbst schon aktiv Sport getrieben hat, weiss, wie viele Faktoren über Erfolg und Misserfolg mitwirken. Und nicht vergessen: Die Jungs stehen im Nerven aufreibenden Rampenlicht. Und immer wieder diese lästigen Fragen beantworten. Bitte, ein bisschen auf den Boden kommen und den Springern nicht ihre Freude am Skispingen nehmen.

  3. Die Konstanz bei Eisei ist ein Thema, was ihn schon in seiner ganzen Karriere begleitet. Werner Schuster und auch Stefan Horngacher konnten die oft riesigen Unterschiede, in seinen Sprüngen, nicht abstellen. Sollte er irgendwann dieses Problem in den Griff bekommen, dann kann Markus Eisenbichler auch mal die Vierschanzentournee gewinnen. Das Sprungvermögen hat er und auch die Landungen sind viel besser geworden.

  4. Für Freund hätte man ja auch Freitag mal eine Chance geben können, vielleicht sogar die WM Quali zu schaffen.
    Aber in diesem Fall ist das offensichtlich nicht gewollt. Anders ist das rumgeeiere vom BT ( Ösi) nicht zu erklären Klotz

  5. Guten Abend?

    Ist das dieses Jahr nicht eine Titisee-Neustadt-Five, ähnlich wie in Willingen und wodurch schon deshalb das Ausbleiben dieses Sprünge bei 50 Athleten und weniger nicht möglich gewesen wäre?
    Oder wurde das Vorhaben auf Grund der Corona-Pandemie und der Situation vor Ort zurück genommen?

    • Und was kam hinter Karl Geiger?
      Kein!!! Springer hat 8 Sprünge gehabt.
      Eisei macht es wiede wie vor der Saison. Mal haut er einen raus, ansonsten top 15 Sprünge.
      Pius hat sein altes Niveau und kämpft um den zweiten Durchgang.
      Schmid war im Weltcup noch nie so abgeschlagen.
      Haman ist unkonstant wie immer und über Freitag, Freund und Wellinger brauchen wir gar nicht reden. Die sind glücklich über jeden halbwegs gelungenen Sprung. Das ist für mich ein Abwärtstrend. 8 Springer die das Zeug habe unter die ersten 15 zu kommen aber es schaffen nur zwei.

  6. Schade, dass nach kurz nach den Wettkämpfen Eure Seite nicht mehr erreichbar ist. Ist mir jetzt schon öfters passiert, dass ich nach Ergebnissen schauen wollte und Eure Seite sich nicht aufbauen lies.

    • Egal ist nicht schlimm. Vielleicht klappt es nächstes Jahr besser. Ich freue mich für die Österreicher um Kraft, er kommt langsam wieder in Form! Gruß aus Rostock und genießt euer Bier mit Hartz Vier!!

  7. Oh je der Abwärtstrend geht weiter im DSV… Mal schauen ob die Jungs in dieser Saison nochmal auf die Füße kommen. Sieht gerade nicht so aus.

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