Pole in bestechender Form

Dawid Kubacki in der Klingenthal-Quali nicht zu schlagen

Foto: Brand-Aktuell

Dawid Kubacki könnte den Sommer-Grand-Prix 2017 ungeschlagen beenden – denn auch in der Qualifikation vor dem Finale in Klingenthal lässt der Pole der Konkurrenz keine Chance. Die deutschen Hoffnungen ruhen auf einem starken Andreas Wellinger.

Es ist inzwischen ein gewohntes Bild. Immer wenn Dawid Kubacki beim Sommer-Grand-Prix am Start ist, taucht sein Name ganz oben in der Ergebnisliste auf: Mit 137,5 Metern und 134,1 Punkten ließ der 27-jährige Pole der Konkurrenz vor dem letzten Wettkampf der Saison im sächsischen Klingenthal keine Sorge – und schickt sich nun an, die diesjährige Sommersaison ungeschlagen zu beenden. Bei seinen vier Wettkampfteilnahmen hat der Pole bislang gewonnen – am Dienstag könnte der fünfte Sieg und damit der überlegene Gesamtsieg dazu kommen.

Hinter dem überragenden Polen reihten sich gleich zwei Norweger punktgleich ein: Robert Johansson segelte auf 132,5 Meter, seinem Teamkollegen Johann Andre Forfang genügten 130 Meter für 125,1 Punkte.

Zehn Deutsche beim Grand-Prix-Finale dabei

Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen für den letzten Wettbewerb des Sommers auf Andreas Wellinger. Der 22-jährige Deutsche, der am Vortag in Hinzenbach den fünften Platz belegt hat, kam nach zwei starken Trainingssprüngen in der Qualifikation auf 130 Meter und wurde damit Vierter.

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Die übrigen deutschen Skispringer konnten im Kampf um die vorderen Plätze hingegen nicht mitmischen – doch dass gleich zehn DSV-Skispringern der Sprung in den Wettkampf gelungen ist, dürfte Bundestrainer Werner Schuster zufrieden stimmen.

Neben Wellinger schafften auch Karl Geiger (13.), Markus Eisenbichler (25.), Andreas Wank (28.), Richard Freitag (29.), Pius Paschke (35.), David Siegel (38.), Stephan Leyhe (39.), Constantin Schmid (46.) und Justin Lisso (49.) den Sprung in den ersten Wertungsdurchgang.

Felix Hoffmann (54.) und Moritz Bär (69.) aus der nationalen Gruppe müssen am Dienstag hingegen zuschauen.

Weitere prominente Ausfälle des Tages: Die beiden Österreicher Markus Schiffner (52.) und Michael Hayböck (55.) scheiterten an der Ausscheidung ebenso wie der Slowene Miran Zupancic (57.) und der Norweger Andreas Stjernen (65.). Insgesamt wurden 26 der insgesamt 76 Athleten aus 21 Nationen aussortiert.

Polen mannschaftlich weiterhin überragend

Ansonsten dominierten einmal mehr die Farben rot und weiß: Hinter Wellinger schafften es mit Maciej Kot (5.), Stefan Hula (6.), Klemens Muranka (8.), Piotr Zyla (9.) und Kamil Stoch (10.) fünf weitere Polen unter die besten Zehn.

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Durchkreuzt wurde dieses starke Auftreten nur vom Österreicher Gregor Schlierenzauer. Im Training ließ der Rekord-Weltcupsieger noch Luft nach oben, in der Qualifikation machte er dann aber deutlich, warum die Vogtland-Arena zu seinen Lieblingsschanzen gehört: Mit 129 Metern landete Schlierenzauer auf dem siebten Platz. Teamkollege Stefan Kraft wurde 13.

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Am Dienstag geht es für die Skispringer ein letztes Mal in diesem Sommer um wertvolle-Grand-Prix-Punkte: Am Tag der deutschen Einheit steht um 14:45 Uhr zunächst der Probedurchgang auf dem Plan, um 15:40 Uhr (alles live bei skispringen.com) folgt der Wettkampf.

Über Marco Ries 402 Artikel

Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

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