Vor dem Weltcup-Finale

Ema Klinec überzeugt im Training von Lahti – Auch Katharina Althaus stark

Im Training zur Vorbereitung auf das Weltcup-Finale der Skispringerinnen macht Weltrekordhalterin Ema Klinec erneut den stärksten Eindruck. Aber auch Katharina Althaus präsentiert sich auf der Großschanze in Lahti stark.

Vier Tage nach der erfolgreichen Premiere des Skifliegens waren die Skispringerinnen bereits wieder gefordert: Bei nahezu perfekten äußeren Verhältnissen fand am Donnerstagabend im finnischen Lahti das offizielle Training vor dem morgigen Weltcup-Finale statt. Wie schon in Vikersund am vergangenen Wochenende machte Ema Klinec den stärksten Eindruck. Die Weltrekordhalterin sprang auf 126,5, 115 und 123,5 Meter und damit auf die Plätze eins, vier und wieder eins. Den ersten Durchgang entschied sie gar mit 18,2 Punkten Vorsprung für sich.

Dort noch am nächsten kam ihr Katharina Althaus mit 120 Metern. Die Oberstdorferin belegte zudem mit 113,5 und 122 Metern die Plätze sechs und drei in den beiden weiteren Durchgang und legte damit einen guten Auftakt auf der Salpausselkä-Großschanze hin, die für sie und ihrer Mitstreiterinnen eine neue Anlage im Weltcup ist. Auch Klinec‘ Teamkollegin Nika Kriznar hatte keinerlei Anlaufschwierigkeiten und belegte mit 118, 118,5 und 119,5 Metern zwei Mal den dritten und ein Mal den sechsten Platz.

Kvandal mischt vorne mit – Lundby mit Problemen

Ebenfalls auffällig präsentierte sich die Norwegerin Eirin Maria Kvandal. Trotz, dass sie in allen drei Durchgängen aus der niedrigsten Anlaufluke losgeschickt wurde, sprang sie zwei Mal 116,5 und ein Mal 114,5 Meter weit, was ihr die Plätze fünf, eins und zwei bescherte. Im Wettkampf hätte sie die Gutschrift für die Anlaufverkürzung durch ihren Trainer Christian Meyer allerdings nicht erhalten, da sie in keinem Fall die erforderlichen 95 Prozent der Hillsize erreicht hatte, die in Lahti bei 123,5 Metern liegen. Deutlich größere Probleme hatte allerdings Teamkollegin Maren Lundby, die nur auf 66,5, 97,5 und 83 Meter kam und damit ein Mal 32. und damit Letzte und zwei Mal 31. und damit Vorletzte wurde.

Die übrigen vier deutschen Springerinnen Selina Freitag (15., Zwölfte und 14.), Anna Rupprecht (19. und zwei Mal 24.), Pauline Heßler (zwei Mal 22. und 26.) und Luisa Görlich (29., 23. und 27.) waren derweil im Mittelfeld zu finden. Bei den Österreicherinnen fand Eva Pinkelnig von Sprung zu Sprung mehr Gefallen an der HS-130-Schanze und belegte die Positionen Zwölf, zwei und vier. Eine ähnliche Entwicklung war bei Chiara Kreuzer (17., 13. und Siebte) festzustellen. Sara Marita Kramer legte als Neunte, Siebte und 13. ebenfalls gute Sprünge hin, während Jacqueline Seifriedsberger als 28. und zwei Mal 25. deutlich mehr zu kämpfen hatte. Julia Mühlbacher hatte als 25., 18. und 21. ebenfalls noch Reserven.

Die mit Abstand stärkste Springerin von Gastgeber Finnland war Jenny Rautionaho. Nachdem sie sich als einzige Athletin ihres Landes fürs Skifliegen qualifizieren konnte, belegte sie nun in Lahti die Plätze 14, acht und 18. Wie gehabt sind beim Weltcup-Finale die besten 30 anwesenden Springerinnen der Gesamtwertung startberechtigt. Da Rautionaho aber die einzige Finnin unter den Top 30 ist, machte der Verband von der Ausnahmeregelung Gebrauch, die besagt, dass insgesamt bis zu vier Springerinnen nominiert werden dürfen. Mit Sofia Mattila und Julia Kykkänen sind zwei weitere Finninnen am Start.

» Weltcup-Kalender 2022/2023: Alle Termine im Überblick (Damen)

Am morgigen Freitag steigt in Lahti dann das Weltcup-Finale für die Skispringerinnen. Der Probedurchgang beginnt um 16 Uhr, der erste Wertungsdurchgang folgt um 17 Uhr (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 507 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

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