Erst nach der verpassten Olympia-Nominierung präsentiert sich Karl Geiger bei der Skiflug-WM in seiner Heimat stark formverbessert. Bundestrainer Horngacher lobt den Oberstdorfer und nimmt andere Springer in Schutz.
Bei der Skiflug-WM in Oberstdorf spielten die deutschen Springer vor den 7.000 Zuschauern zunächst nur eine Nebenrolle im Kampf um die vordersten Plätze. Dennoch blickt Bundestrainer Stefan Horngacher optimistisch auf die Leistung seines besten Mannes.
Karl Geiger, der als Elfter bester Deutscher wurde, scheint pünktlich zum Heimspiel seine Form gefunden zu haben. Horngacher führt die Entwicklung des Skiflug-Weltmeisters von 2020 im Gespräch mit skispringen.com nicht nur auf die spezielle Flugschanze zurück: „Das ist schon die allgemeine Entwicklung jetzt. Er war ja in Sapporo schon auf dem Vormarsch und hat schon ganz gute Sprünge gezeigt.“
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Für den Coach ist klar, dass Geiger seine Routine ausspielt: „Der Karl weiß natürlich auch, wie man fliegt. Er ist ein Skiflug-Weltmeister gewesen schon und hat heute einfach seine Leistung umgesetzt.“
„Das hat ihn nicht aus der Bahn geworfen“
In Hinblick auf die Olympischen Winterspiele als größten Saisonhöhepunkt kommt der Aufwärtstrend für Geiger aber zu spät – dass er nach der verpassten Nominierung sich nun so zurückmeldet, beeindruckte Horngacher: „Er ist ein Spitzensportler, der immer alles gibt. Ich glaube, das hat ihn nicht aus der Bahn geworfen. Er freut sich auf weitere tolle Flüge und das ist ihm auch einfach gegönnt.“
Nicht optimal lief der erste Wettkampftag in Oberstdorf hingegen für die in dieser Saison eigentlich stärksten Deutschen Philipp Raimund und Felix Hoffmann auf den Plätzen 14 und 28. „Ein Grund ist sicher die Krankheit, die beide gehabt haben. Die sind jetzt körperlich nicht aktuell auf höchstem Niveau“, erklärte er bei skispringen.com.
Nach Knieproblemen: Hoffmann mit Trainingsrückstand
Besonders bei Hoffmann kam eine Knieverletzung erschwerend hinzu, die den Rhythmus komplett unterbrach. Horngacher verdeutlichte das Defizit: „Der Felix hat eine lange Zeit Pause machen müssen wegen seinem Knie. Er hat in den zwei Wochen seit der Vierschanzentournee nur noch eine Trainingseinheit an der Schanze gehabt. Das ist sehr, sehr wenig.“
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Für den nächsten Wettkampftag hofft das deutsche Lager auf das nötige Quäntchen Glück, das Karl Geiger im Finale des ersten Tages fehlte. Die Marschroute bleibt dabei klar auf die technische Ausführung fokussiert. „Vielleicht hat er morgen dann Glück. Die Sprünge müssen gut sein, das ist das Wichtigste. Das macht er aktuell und den Rest kann man nicht beeinflussen“, bilanzierte Horngacher abschließend.
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