Entscheidung gefallen

Harte Olympia-Nominierung: Polens Skisprung-Team ohne bekannte Routiniers

Foto: imago / NurPhoto

Die polnische Mannschaft für die Olympischen Winterspiele steht: Während Kamil Stoch seine sechsten Spiele bestreitet, müssen andere Größen zuschauen – und sprechen nun über das Aus.

Der polnische Skiverband hat die Weichen für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina gestellt und seine Mannschaften für Predazzo nominiert.

Während Kamil Stoch sich auf seinen sechsten und letzten olympischen Auftritt vorbereitet, fehlen prominente Namen wie Piotr Zyla und Dawid Kubacki im Aufgebot von Trainer Maciej Maciusiak. Die Entscheidung markiert einen deutlichen Fokus auf die Zukunft, denn auch Maciej Kot fand keine Berücksichtigung.

Drei Männer, zwei Frauen – und gleich drei Debütanten

Neben dem 38-jährigen Stoch werden Pawel Wasek und der erst 19-jährige Debütant Kacper Tomasiak auf die Schanzen im Val di Fiemme zurückkehren.

Bei den Frauen setzen Trainer Marcin Bachleda und der Verband auf Pola Beltowska sowie Anna Twardosz, die beide ihre olympische Premiere feiern werden.

Kubacki: „Früher habe ich einen Vertraunsvorschuss bekommen“

Besonders das Fehlen von Dawid Kubacki sorgt für Aufsehen. Der Routinier erlebte zuletzt eine sportliche Achterbahnfahrt, die ihn bis in den Continentalcup führte. Bei der Skiflug-WM in Oberstdorf zeigte sich Kubacki jedoch gefasst und reflektiert.

„Ich nehme diese Entscheidung gelassen auf, ich nehme das auf meine Kappe. Ich wusste, wie die Situation aussieht. Ich habe dem Trainer keine zu starken Argumente geliefert, um im Kader zu stehen“, erklärte der 35-Jährige am Rande der Titelkämpfe im Allgäu gegenüber ’skijumping.pl‘: „Früher habe ich den Vertrauensvorschuss bekommen, bin zu den Olympischen Spielen gefahren und mit einer Medaille zurückgekehrt. Vielleicht brauchte jetzt jemand anderes diesen Kredit und wird ihn gut nutzen.“

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Auch Piotr Zyla wird die Reise nach Italien nicht antreten. Der 39-Jährige, der in Oberstdorf als bester Pole in der Qualifikation überzeugte, hatte sein Schicksal bereits frühzeitig geahnt: „Ich wusste es schon seit der Vierschanzentournee. Es fing an, schlecht zu laufen. Wieder einmal habe ich die gleichen Fehler gemacht, wieder einmal habe ich gegen mich selbst verloren. Aber wieder einmal werde ich kämpfen“, so Zyla laut ’skijumping.pl‘.

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3 Kommentare

  1. Nachtrag: Heute beim Skifliegen Team hat man ganz klar gesehen, dass die alten Springer die Arbeit verweigern. Mir kann keiner erzählen, daß Kubacki und Stoch, die schon an die 250 Meter gesprungen sind, plötzlich nichts mehr können. Nein, die boykottieren jetzt ihren Wunschtrainer. Und Żyła fliegt jetz ganz gut, und feiert sich ironisch, um dem Trainer und dem Präsidenten zu zeigen: hier bin ich, ihr nehmt mich nicht zur Olympiade mit, obwohl ich noch was kann. Und Zniszczoł – der Mann ist keinen Kommentar wert. Die polnischen Springer, die im A Kader sind, haben ihr Gehalt usw sicher. Wozu soll sich ein Zniszczoł noch anstrengen? Es wird Zeit, die alten rsuszuwerfen und die Mannschaft neu aufzubauen. Es gibt genug Nachwuchs, der bislang immer hinten anstehen musste. Stoch, Kubacki, Żyła und Kot (letzterer wegen seiner familiären Verbindungen zur Presse und in die Spitze des Verbandes) sind die Könige. Jedenfalls verhskten sie sich so.

    Und der Trainer muß auch weg. Der hat ja offensichtlich weder fachlich Ahnung noch hat er Führungsskills. Er ist halt ein Kumpel von Kaiser Małysz.

  2. Wie bei allem: Etwas wird (immer) stimmen.
    Trotzdem: a) wir waren nicht dabei, und b) wir können meist kein Polnisch.
    (Auch ich kann manche Dinge erschließen, aber eine Unterhaltung verstehen, niema.)

  3. Ich bin als Fan der polnischen Mannschaft von den schlechten Leistungen, besonders von Kubacki, bitter enttäuscht. Und gerade Kubacki war die treibende Kraft im Aufstand gegen Thurnbichler. Der ist in meinen Augen ein Arbeitsverweigerer, den hätte ich schon längst in den CC geschickt und fertig.

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