Inmitten der Frühlingspause kommt eine überraschende Rücktrittsmeldung: Österreichs Top-Skispringerin Lisa Eder hängt die Ski mit sofortiger Wirkung an den Nagel.
Das österreichische Skispringen verliert die beste Athletin des vergangenen Winters. Wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Freitagmittag bekanntgab, beendet Lisa Eder ihre Karriere – und das überraschenderweise im Alter von 24 Jahren. Nachdem im Vorjahr mit Sara Marita Kramer und Jacqueline Seifriedsberger zwei Top-Athletinnen zurückgetreten waren, geht dem ÖSV nun die nächste Spitzenathletin ab.
„Der Österreichische Skiverband (ÖSV) nimmt diese Entscheidung respektvoll zur Kenntnis“, heißt es in der Pressemitteilung, zu den Gründen machte der Verband jedoch keine Angaben. Nordisch-Direktor Florian Liegel wurde vom ‚Kurier‘ mit den Worten „Lisa hat das Damen-Skispringen in der Vergangenheit nachhaltig mitgeprägt, speziell auch in der abgelaufen Saison mit ihren ersten Karrieresiegen“ zitiert.
Eder selbst schrieb in den sozialen Netzwerken kurz und knapp: „That‘s it. Every dream ends some day. Danke an alle die mich auf meiner Reise begleitet, unterstützt und verfolgt haben.“
Lisa Eder: Rücktritt nach zwei Weltcupsiegen
Lisa Eder hatte die vergangene Saison als Gesamtweltcupvierte beendet und in Zao und Hinzenbach ihre ersten beiden Weltcupsiege gefeiert, dazu stand sie neun weitere Male auf dem Podium. In 135 Weltcupstarts gelangen ihr insgesamt 14 Einzel-Podestplätze, dazu vier weitere in Mixed- und drei in Team-Springen.
Gemeinsam mit Seifriedsberger, Julia Mühlbacher und Eva Pinkelnig gewann sie bei der WM 2025 in Trondheim Silber im Team-Springen, errang zudem drei Mal Gold und ein Mal Bronze bei Junioren-Weltmeisterschaften. Mit 205,5 Metern hält sie zudem den österreichischen Frauen-Rekord.
Die gebürtige Tirolerin nahm zudem zwei Mal an Olympischen Spielen teil und erzielte sowohl 2022 als Achte auf der Normalschanze als auch 2026 als Vierte und Siebte auf Normal- und Großschanze die besten Ergebnisse der Österreicherinnen und war auch bei beiden Ausgaben Teil des Mixed-Teams, das jeweils auf Rang fünf landete.
Während Pinkelnig, die nach schweren Knieverletzungen im vergangenen September an ihrem Comeback arbeitet und mit Mühlbacher das österreichische Frauen-Team anführen wird, geht Lisa Eder also nun in den sportlichen Ruhestand. Den vergangenen Winter hatte sie nach dem Trainings- und Qualifikationstag beim Skifliegen in Vikersund vorzeitig beendet und somit auch auf die Skiflug-Premiere der Frauen in Planica verzichtet. Ebendort verlobte sie sich jedoch mit ihrem Lebensgefährten Manuel Fettner, der ebenfalls seine Karriere beendete.

Laut „anderen“ Quellen (???) wollte sie die Einbindung von „Fetti“ in den ÖSV-Trainer-Stab erwirken, was wohl abgelehnt wurde!????
Ist es nur ein subjektiver Eindruck, oder hören bei den Österreichern mehr Skispringerinnen jung auf als in anderen Nationen. Und wenn ja, woran liegt das? Sophie Sorschag, Sara Marita Kramer, Lisa Eder. Waren doch alle in einem Alter, wo die Karriere bei vielen anderen erst noch Fahrt aufnahm.
Würd mich nicht wundern, wenn in ein paar Monaten ein kleiner Nachwuchsspringer auf die Welt kommt 🙂
Oder vielleicht gleich zwei 🙂 Glaube aber nicht, dass die besonders gut werden. Fehlt das Talent finde ich. Gruß an alle euer Peter-Karrl mit Bier
@Karl-Peterrrr
Was für ein selten dämlicher und unqualifizierter Kommentar. Hast wohl schon ne Kiste Bier intus….
Uff damit hätte ich niemals gerechnet. Also niemand kann in Lisas Kopf gucken.
Aber sie wirkte bei den Interviews und auch mal wenn sie richtig gut gesprungen ist selten glücklich. Schaute meist sehr ernst. Und jetzt wo ihr Freund die Karriere beendet hat, findet sie mit ihm vielleicht so mehr Zufriedenheit. Alles Gute. Trotzdem schade
a) persönliche Entscheidung = dann ist es eben so
(aufhören wenn es am schönsten ist, nicht erst am jüngsten Tag)
b) Villei hat auch Fetti Einfluss gehabt: Er 40, sie 24, warum soll einer weiterhin reisen, der andere heemebleiben…