Zum Weltcup-Finale kehrt Marius Lindvik zurück auf das oberste Siegertreppchen: Der Norweger schlägt beim Skifliegen in Planica Lokalmatador Prevc und feiert seinen ersten Saisonsieg. Die deutschen Skispringer sind im Kampf um die vorderen Plätze chancenlos.
Mit Weiten von 238,5 und 231 Metern sicherte sich Marius Lindvik den Sieg beim letzten Skifliegen der Saison. Der Norweger erzielte am Sonntagvormittag insgesamt 259,5 Punkte und setzte sich damit gegen Domen Prevc durch, der auf 240,5 und 229,5 Meter (453,9 P.) kam. Den dritten Platz belegte der Norweger Johann Andre Forfang mit 232,5 und 219,5 Metern (441,3 P.).
Schon nach dem ersten Durchgang legte der 27-Jährige den Grundstein zum neunten Weltcupsieg seiner Karriere und dem ersten dieser Saison: Der Skispringer aus Norwegen, der nach der vergangenen Saison im Zuge des Manipulationsskandals für drei Monate suspendiert war, führte das Feld zur Halbzeit noch vor Teamkollege Forfang sowie Prevc an.
Geiger bester Deutscher beim Horngacher-Abschied
Die deutschen Skispringer beenden die Weltcup-Saison ohne den erhofften Podestplatz: Mit Sprüngen auf 233 und 227,5 Metern landete Karl Geiger als bester DSV-Skispringer auf dem achten Platz.
Beim letzten Wettkampf unter Leitung von Bundestrainer Stefan Horngacher – sein Nachfolger steht offiziell noch immer nicht fest – verpasste Andreas Wellinger nach 238,5 und 217 Metern als Elfter knapp. Daneben sammelten auch Pius Paschke (19.) und Philipp Raimund (28.) weitere Weltcuppunkte.
Nicht mehr im zweiten Durchgang am Start war hingegen Felix Hoffmann: Der Thüringer, der die Saison eigentlich vorzeitig beendet hatte und nun zum Weltcup-Finale überraschend zurückgekehrt ist, belegte mit 177,5 Metern nur den 31. Platz.
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Leider sehe ich es momentan überhaupt nicht gern, wenn ein Norweger gewinnt, wenn die dann noch so überschwänglich im Auslauf „abfeiern“ – einfach peinlich! Eigentlich wäre eine Sperre über die gesamte Saison die gerechtere Strafe für ihre Vergehen im letzten Jahr gewesen!!
He just wins when he cheats, wins when he cheats, Marius Lindvik just wins when he cheats!
Hammer!!! Wie Geil war das den das die Jurys soo Exorbitant Großzügig war…fast nur 19er und 20er Noten…..und das zum Abschluß…….
Weiß eigentlich jemand, wieso Rok Oblak springen durfte? Er war ja nur 40. im Weltcup. Lief das über die nationalen Startplätze?
Ja genau, die Gastgebernation durfte 4 Athleten stellen, daher hat er den Platz noch bekommen
Ja, verstehe ich auch nicht. Zumal das Feld mit Sandro Hauswirth ja bereits aufgefüllt war. Außerdem wären Zyla (33), Sato (34) , Bickner (36) und Aigro (37), die alle vor Ort waren, vorrangige Nachrücker gewesen.
Domen Prevc gewinnt den Gesamtweltcup mir Rekordvorsprung von 954 Punkten. Das ist ja der Wahnsinn.
Leider bleibt auch bei diesem Wettbewerb ein ziemlich bitterer Beigeschmack. Vor allem, weil es meiner Meinung nach ein geklauter Sieg war. Domen Prevc war auch heute zweifellos der beste Springer, jedoch hätte er im ersten Durchgang bei Gate 11 253 Meter mit Telemark springen müssen, was bekanntlich physikalisch nicht möglich ist. Lindvik ist wiederum aus der 8 gefahren, wenn ich mich richtig erinnere, und hat 5 mal die 20 bekommen. Ansonsten aber dank der großartigen Organisation in Planica ein schöner Saisonabschluss. Über die Wettkampfführung wird man reden müssen
da bin ich komplett bei dir…heute haben sich eindrucksvoll die Lücken/Fehler in der Berechnung gezeigt. Man sagt zwar immer gar nicht alles komplett kompensieren zu wollen, aber derart Eklatante Verzerrungen hat man selten gesehen. Zumal es keine vereinzelten Schicksale verstreut über das Feld, sondern ganze Gruppen waren. Sowas gleicht sich auch in zwei Durchgängen nicht mehr aus, obwohl es Domen fast geschafft hätte.
Gate-hopping rettet manchen Wettkampf, und im Wettkampf oft die Zeit. Aber es kompensiert alles nur z.T., weil es eine Mathematik und nicht die Leistung ist. Auch die Kommentatoren sagten ganz zu recht, man kann heute nicht mehr im Kopf die Fakten zu einem Ergbnis bringen; da ist der Rechner schneller. Denn wie oft zeigt sich: Weit allein ist nicht (mehr) zwingend gut.
Da muss ich mich den Vorrednern anschließen. Wenn Lindvik es schafft, aus Luke 8 (sprich Gatekompensation +18) bei -24,5 Windkompensation an die 240m zu springen, wie soll dann Wellinger, der vorher aus der 10 bei -30,2 Windpunkten gesprungen ist, vor erstgenanntem Springer sein? Das wären aus Luke 10 umgerechnet rund 258m, die Wellinger hätte springen müssen (bei Beibehaltung eines Telemarks für 5x die Höchstnote 20!), um an Lindvik vorbeizuziehen (und damit noch mehr als am Ende des 1. Durchgangs für Prevc).