Schmid erneut beste Deutsche

Josephine Pagnier feiert Premierensieg in Lillehammer

Foto: imago / GEPA

Keine 24 Stunden nach ihrem besten Weltcupergebnis von Platz zwei springt Josephine Pagnier in Lillehammer zu ihrem ersten Sieg. Katharina Schmid wird erneut beste Deutsche.

Die Beweisliste dafĂŒr, dass Lillehammer der Ort schlechthin fĂŒr Premieren im Frauen-Skispringen ist, ist um einen Eintrag reicher: Josephine Pagnier gewann am Sonntagmittag mit ihren SprĂŒngen auf 140,5 und 134,5 Metern und 272,4 Punkten mit dem Großschanzen-Einzel ihr erstes Weltcupspringen. Zweite wurde die Qualifikationssiegerin Alexandria Loutitt mit 139,5 und 135,5 Metern und 267,5 Punkten. Rang drei ging an Eirin Maria Kvandal mit 135,5 und 132,5 Metern und 252,8 Punkten – und das trotz verpasster Bonuspunkte fĂŒr eine AnlaufverkĂŒrzung im Finalsprung.

„Ich bin unglaublich glĂŒcklich und genieße den Moment. Ich bin sehr stolz, dass mir das gelungen ist“, strahlte die Französin nach dem Springen, die als erste Springerin ihres Landes das gelbe Trikot der GesamtweltcupfĂŒhrenden erhĂ€lt. Kvandals Teamkollegin Silje Opseth rehabilitierte sich nach verpasster Qualifikation auf der Normalschanze mit Platz vier. Ema Klinec wurde als FĂŒnfte beste Slowenin, mit Nika Kriznar schaffte es auch eine ihrer Teamkolleginnen in die Top Ten. Japan stellte mit Sara Takanashi und Vortagssiegerin Yuki Ito auf Platz sechs und sieben ebenfalls zwei Athletinnen in den Top Ten.

Trotz Rang acht: „Holpriger Start“ fĂŒr Schmid

Wie bereits am Vortag wurde Katharina Schmid dank eines deutlich besseren zweiten Versuchs beste Deutsche und beendete das Springen auf ihrer Lieblingsschanze auf Rang acht. „Es war ein etwas holpriger Start. Ich bin nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung, die SprĂŒnge kamen noch nicht wie selbstverstĂ€ndlich“, resĂŒmierte die dreifache Weltmeisterin nach dem Wettkampf. Ein gutes Ergebnis fuhr derweil Luisa Görlich mit zwei stabilen SprĂŒngen und Position 14 ein. Die grĂ¶ĂŸte Aufholjagd im Finaldurchgang legte Nika Prevc hin, die sich mit 130 Metern von Rang 28 auf 17 nach vorne kĂ€mpfte.

Sara Marita Kramer belegte als beste Österreicherin Platz neun, wĂ€hrend Julia MĂŒhlbacher, Jacqueline Seifriedsberger, Chiara Kreuzer und Lisa Eder als 16., 18., 21. und 25. allesamt im Mittelfeld landeten. Selbiges galt auch fĂŒr die drei weiteren DSV-Athletinnen Anna Rupprecht (19.), Selina Freitag (20.) und Pauline Heßler (28.), die ihre ersten Saisonpunkte holte. Die Schweizerin Sina Arnet bestĂ€tigte als 30. ihr Ergebnis vom Vortag, wĂ€hrend mit Katra Komar (Slowenien) und Paige Jones (USA) als 26. und 29. zwei weitere Springerinnen in die Punkte kamen, die diese am Samstag noch verpasst hatten.

Erneut keine Punkte fĂŒr Wiegele und KĂŒbler

Das italienische Duo Annika Sieff und Lara Malsiner schieden als 32. und 37. ebenso vorzeitig aus wie ÖSV-Springerin Hannah Wiegele auf Rang 39. Pia Lilian KĂŒbler schaffte, wie schon am Freitag, als einzige DSV-Springerin nicht den Sprung in den Wettkampf, sie belegte in der Qualifikation lediglich Rang 43. Selbiges Schicksal erlitt die dritte Italienerin Jessica Malsiner als 46. Die Norwegerin Heidi Dyhre Traaserud war gemeldet, ging aber weder im offiziellen Trainingssprung noch in der Qualifikation an den Start.

Das nĂ€chste Wochenende ist fĂŒr die Skispringerinnen wettkampffrei. Die nĂ€chste Station ist dann vom 14. bis 16. Dezember Engelberg, wo der Tross der Frauen erstmals in der Weltcup-Geschichte aufschlagen und zwei Einzelspringen bestreiten wird (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 507 Artikel
Seit 2010 als Journalist tĂ€tig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafĂŒr ist er bei skispringen.com auch primĂ€r zustĂ€ndig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

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