Olympische Winterspiele in Pyeongchang

Olympia: Norwegen fliegt zu Gold, DSV-Adler holen Silber

Foto: GEPA

Norwegen wird bei der olympischen Team-Entscheidung in Pyeongchang seiner Favoritenrolle gerecht. Mit deutlichem Vorsprung holen die Skandinavier Gold, Deutschland und Polen liefern sich ein hochspannendes Duell um Silber.

Die norwegischen Skispringer wurden bei der letzten Olympia-Entscheidung im Skispringen ihrer Favoritenrolle gerecht. In der Besetzung Daniel-André Tande, Andreas Stjernen, Johann Andre Forfang und Robert Johansson ließ die Mannschaft aus Skandinavien der Konkurrenz keine Chance, sicherte sich die Goldmedaille im Teamspringen.

Die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Stöckl erzielte am Montagabend (Ortszeit) insgesamt 1098,5 Punkte und ließ damit eine starke deutsche Mannschaft mit Karl Geiger, Stephan Leyhe, Richard Freitag und Andreas Wellinger (1075,7 P.) hinter sich. Die Bronzemedaille ging an die polnische Mannschaft um Olympiasieger Kamil Stoch sowie Maciej Kot, Stefan Hula und Dawid Kubacki (1072,4 P.).

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Schon zur Halbzeit lag die norwegische Mannschaft in Führung, der Vorsprung auf die zweitplatzierte Deutschen fiel mit nur zwei Punkten Vorsprung aber äußerst knapp aus. Vor allem Normalschanzen-Olympiasieger Andreas Wellinger beeindruckte im ersten Durchgang mit der Bestweite von 140 Metern – und so zeichnete sich früh ein Dreikampf zwischen Norwegen, Deutschland und Polen um die Medaillen ab.

Duell der Olympiasieger: Wellinger zweimal vor Stoch

Während die norwegische Mannschaft ihren Vorsprung im Finaldurchgang souverän ausbauen konnte, lieferten sich Deutschland und Polen ein hochspannendes Duell um die Silbermedaille. Am Ende hieß es Olympiasieger gegen Olympiasieger – Andreas Wellinger gegen Kamil Stoch. Wie schon im ersten Durchgang ließ Wellinger dabei seinen polnischen Konkurrenten hinter sich. Im Finale kam der 22-Jährige auf 134,5 Meter und kassierte dafür hohe Haltungsnoten.

Richard Freitag kam zweimal auf 134,5 Meter, der Oberstdorfer Karl Geiger überzeugte vor allem mit seinem ersten Sprung auf starke 136 Meter. Nur Stephan Leyhe konnte nicht ganz an die starken Trainingsleistungen anknüpfen, scheiterte zweimal an der 130-Meter-Marke. Der Willinger dürfte dennoch hochzufrieden sein – nachdem er in den Einzel-Entscheidungen noch Geiger und Markus Eisenbichler den Vortritt lassen musste, konnte er das Vertrauen von Bundestrainer Werner Schuster mit soliden Sprüngen zurückzahlen.

Historisch: Österreich bleibt ohne Olympia-Medaille

Die österreichischen Skispringer haben ihr erhofftes Ziel vom Gewinn von mindestens einer Olympia-Medaille verpasst. Die Mannschaft mit Stefan Kraft, Manuel Fettner, Gregor Schlierenzauer und Michael Hayböck kam nach durchwachsenen Einzel-Entscheidungen mit der Mannschaft nicht über 978,4 Punkte und den vierten Platz – 94 Punkte hinter den drittplatzierten Polen – hinaus. Erstmals seit 2002 bleiben die Skispringer aus der Alpenrepublik damit ohne Edelmetall bei Olympischen Winterspielen.

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Die slowenische Mannschaft (Jernej Damjan, Anze Semenic, Tilen Bartol, Peter Prevc; 967,8 P.) gelang bei einem fairen und kaum vom Wind beeinflussten Wettbewerb keine Sensation. Sie musste sich mit dem fünften Platz zufrieden geben. Dahinter folgten Japan (Taku Takeuchi, Daiki Ito, Noriaki Kasai, Ryoyu Kobayashi; 940,5 P.) und Russland (Alexey Romashov, Denis Kornilov, Mikhail Nazarov, Evgeniy Klimov; 809,8). Auch die finnische Mannschaft (Janne Ahonen, Andreas Alamommo, Jarkko Määttä, Antti Aalto; 790,4 P.) qualifizierte sich für das Finale und belegte am Ende den achten Platz.

Die Teams aus den USA (377, P.), Tschechien (370,1 P.), Italien (364,5 P.) und dem Gastgeberland Korea (274,5 P.) sind nach dem ersten Wertungsdurchgang ausgeschieden. Erst gar nicht angetreten sind die Schweizer: Der nationale Skiverband hat im Vorfeld hohe Anforderungen bei der Nominierung seiner Athleten gesetzt und schließlich nur zwei Skispringer nach Südkorea geschickt – eine Teilnahme am Teamspringen war somit bereits im Vorfeld ausgeschlossen.

» Alle Termine im Überblick: So geht’s weiter im Skisprung-Weltcup

Nach der Team-Entscheidung sind die Olympischen Winterspiele für die Skispringer beendet. Einige Athleten werden direkt zurück in die Heimat fliegen, andere bleiben bis zur Schlussfeier am Sonntag in Pyeongchang. Der Skisprung-Weltcup wird am 3. und 4. März mit einem Team- und einem Einzelspringen im finnischen Lahti fortgesetzt.

Über Marco Ries 519 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

55 Kommentare

  1. Hmm Wellinger hatte die Saison einen guten Wettkampf,mehr nicht. Stoch ist natürlich der bessere und erfolgreichere Springer..bei Olympia haben die wellinger immer bei wirbelsturm Aufwind losgeschickt..trotzdem war er nie deutlich besser

  2. Hallo Leute,

    Ich bin sehr enttäuscht von Kamil stoch den 2 Sprung hat er total versaut , ich bin selber Pole aber das was er in denen Sprüngen abgeliefert war , hat mir überhaupt nicht gefallen .wellinger war in den ganzen Wettbewerben der beste und konstanteste Skispringer .es ist leider so und das muss man auch akzeptieren ob man will oder net .

    • Stoch war mit hoher Warscheinlichkeit im 2 Durchgang noch Besoffen von den vielen Wodka den er sich als Goldmedalist gegönnt hat, deswegen hat er im 2 Durchgang die Kante nicht getroffen.

      • Und Du solltest Deinen Kommentar vielleicht vor dem Abschicken mal durch eine Rechtschreibkontrolle schicken. Schlimmer wird das jetzt hier aber bitte nicht mehr mit dem Niveau… oder hast Du selbst zu tief in die Flasche geguckt vorher?

  3. Natürlich ist Stoch ein Überflieger und besser als Wellinger.Wellinger hatte vor Olympia vielleicht einen guten Wettkampf. Ihr Kartoffeln müsst mal lernen mit eurem Neid umzugehen. Dämliche Ostler mit Hauptschulabschluss die afd wählen sollten hier sowieso nicht kommentieren.Stoch hat mehr und bessere Erfolge als alle eure Springer zusammen und das wissen wir alle

      • Ja, die Leute wie Sie leben nur aus ehemaligen Ergebnissen, die anderen wissen dass Wellinger bessere Form in Korea hatte. Apropos, sogar Johansson (dreimal Podium) war erfolgreicher als Stoch (zweimal) in Pyeongchang. Wecken Sie bitte auf, auch Kamil ist zu schlagen. Freuen Sie sich über seine Erfolge, eher oder später kann sich passieren, dass polnisches Team wieder im Durchsnitt hängen bleibt. Und die Zeit sicherlich kommt !!

        • @der lukas Sehr guten deutsch du sprechen!! Vielleicht sprichst du besser für deine eigenen Landsleute? Und nein,Stoch war erfolgreicher.Einzelgold ist mehr wert als Teamgold.Polen bleibt im Durchschnitt hängen ? Sehr witzig.

          • Ja, vielleicht sind meine Deutschkentnisse begrenzt, es gibt ja auch eine Begründung dafür, ich lebe nicht in der BRD und habe nie dort gelebt (Österreich und Schweiz auch nicht). Und mit Russland habe ich nichts zu tun, ich bin 100% Tscheche. Aber ich bin sicher, dass Sie alles vestanden haben, damit kann ich wie ein Ausländer leben 🙂

          • @Saturday night Wenn du so gut Deutsch sprichst und schreibst, dann solltest du auch darauf achten, dass du hinter einem Satzzeichen ein Leerzeichen setzt. Da „der Lukas“ sich im Gegensatz zu gewissen anderen Usern sich bemüht auf Deutsch zu schreiben sollte man ihn auch nicht kritisieren!

        • Ehemalige Ergebnisse hahhaha weil die Einzelentscheidung auf der Großschanze so lange her ist hahha Gott ihr Russlanddeutschen habt einen so ekelhaft niedrigen IQ

          • Nur weil Welle in einem Wettkampf besser als Stoch war, heißt das noch lange nichts. Wie schon Werner Schuster gesagt hat Stoch ist ein eiskalter Killer ein Sicario der wenn es drauf ankommt knallhart abdrückt ohne mit der Wimper zu zucken. Diese Eigenschafften fehlen Wellinger noch bzw bin ich mir ziemlich sicher das er als Mensch diese Fähigkeiten nicht besitzt, da die Medien und seine Fans ihn als Sunny Boy bezeichnen, und vor einem Sunny Boy hat i.d.R niemand Angst.

        • Der lukas ok dann halt deinen Mund bitte du Mischling. .weißt nicht mal wer deine vorfahren sind aber redest hier gegen Polen..geh leck deinem nazi opa den hintern

          • Wenn das mal kein arroganter Kommentar ist…
            Saturday night, spiel dich nicht so auf, du bist auch nur eine kleine Schnecke, die nicht genug Aufmerksamkeit bekommt.

          • Ab und zu muss man auch mit vollidioten stimmen, ja genau, die tschechischen Springer stecken in einer tiefen Krise. Wir sind keine Grossmacht der Skispringenwelt. Aber wir hatten ein paar gute Skispringer, Raska, Ploc, Sakala, Jez, Janda und letztens Koudelka, aber er ist heutzutage kein Leistungsträger mehr.

    • Meine Güte du kannst wohl saturday night akzeptieren sie einfach das Wellinger bei Olympia besser als Stoch war. Niemand sagt das Stoch nie Erfolge hatte aber Wellinger war bei diesen Olympischen Spielen besser. Kamil Stoch ist letztlich auch nur ein Mensch und Keine Maschine und macht somit auch beim Springen nicht alles perfekt

      • Meine Güte saturday night akzeptieren sie einfach das Wellinger bei Olympia besser als Stoch war. Niemand sagt das Stoch nie Erfolge hatte aber Wellinger war bei diesen Olympischen Spielen besser. Kamil Stoch ist letztlich auch nur ein Mensch und Keine Maschine und macht somit auch beim Springen nicht alles perfekt

  4. Natürlich ist Stoch ein Überflieger und besser als Wellinger. Wellinger hatte vor Olympia vielleicht einen guten Wettkampf.Ihr Kartoffeln müsst euren Neid mal im Zaum halten..dummen ossis.

  5. Meiner Meinung nach gibt es da keinen Unterschied ob Silber oder Bronze. Das einzigste was zählt ist Gold, da konnte Wellinger wenigstens eine Medaille holen. Die restlichen Medaillen werden nach einer Zeit sowieso vergessen, Gold ist eben das was bleibt.

  6. glückwunsch an alle medaillen-gewinner
    an fairplay: stoch hat die grüne führungslinie nicht erreicht => nur bronze
    ist stoch ein Roboter, der auf knopfdruck funktioniert? nein, er ist ein sypathischer sportler.

    • Bibi natürlich ist er es nicht, doch im Vorfeld wurde er nach der 4 Schanzen Tournee als der Überflieger dargestellt . Aber letztlich ist auch Kamil Stoch wie du schon sagtest ein Mensch und keine Maschinen

  7. Super Wettkampf, Gratulation an allen am Podium!! Andreas hat klar gezeigt, dass kein Stoch sondern Wellinger der Skispringer der diesjähringen Olympischen spielen ist. PUNKT.

  8. Glückwunsch an alle Teams, ein super spannender Wettkampf vor allem von den Medaillengewinnern.
    Hatte nicht gedacht, dass gerade Kamil Stoch das entscheidende Duell nicht gewinnt.
    Die in diesem Jahr 3 großen Nationen haben alle Medaillen unter sich aufgeteilt, also alle gerecht, alles in Ordnung.

  9. Nur drei Nationen haben Medaillen geholt.
    Skispringen hat leider stark an Internationalität eingebüßt. Einstige Topnationen wie Österreich oder Finnland haben keine Siegspringer mehr, auch Slowenien und Tschechien haben stark nachgelassen.

  10. Skandal !!! Wie schon sehr oft bekommt ein Deutscher die meisten gratis Punkte. Wellinger 134,5m + 4,2 Punkte / Stoch 134,5m + 1,8 Punkte… Endergebnis Deutschland 1’075,7 Polen 1’072,4 Zu oft, zu offensichtlich…

  11. Glückwunsch an Norwegen, Deutschland und Polen zu den Medaillien. Toller und spannender Wettkampf. Respekt an Kamil Stoch was er noch aus seinem letzen Sprung rausgeholt hat. In der Zeitlupe hat man brutal gesehen wie der Sprung zu spät war.

  12. Silber, Silber für unsere Jungs. Herzlichen Glückwunsch.So spannend bis zum Schluss um Silber und Bronze. Norwegen war nicht einzuholen.Auch an dieses Team meinen Glückwunsch.Auch Polen war stark.

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