Offiziell bestätigt

Raw Air 2019 erstmals auch für Skispringerinnen

Die Pläne sind schon länger bekannt, doch erst jetzt ist auch die Finanzierung gesichert: Bei der im März 2019 stattfindenden Raw-Air-Tour sind erstmals auch die Skispringerinnen mit von der Partie.

Das hat der norwegische Skiverband am Montag offiziell bestätigt. Demnach werden die Damen parallel zu den Herren vom 9. bis 14. März 2019 insgesamt drei Wettbewerbe in Oslo, Lillehammer und Trondheim austragen – nur das abschließende Skifliegen in Vikersund bleibt den Herren vorbehalten. Alle Wettbewerbe finden auf der Großschanze statt.

„Das ist ein großartiges Ereignis für die Welt des Damen-Skispringens. Raw Air ist eine fantastische Veranstaltung, die viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Deshalb haben wir beschlossen, diesen Wettbewerb finanziell zu unterstützen. Ich denke, dass die Frauen in ein paar Jahren so weit springen wie die Männer, vielleicht sogar noch weiter“, erklärte Norwegens Kulturministerin Trine Skei Grande.

Finanzierung gesichert

Zuletzt wurde Raw Air in der Weltcup-Kalenderplanung des Internationalen Skiverbandes (FIS) zwar berücksichtigt, jedoch unter Vorbehalt, da die Finanzierung noch nicht gesichert war.

Für Freude dürfte die Nachricht im Lager der Skispringerinnen sorgen – schließlich hatte eine große Tour in deren Wettkampfkalender bislang noch gefehlt. „Das ist ein Meilenstein für das Damen-Skispringen. Ich kann es kaum erwarten, in die Raw-Air-Tour zu starten“, erklärte Olympiasiegerin Maren Lundby.

» Alle Termine im Überblick: Der Weltcup-Kalender 2018/2019 der Damen

Neben der im russischen Nischni Tagil und Tschaikowski ausgetragenen Bluebird-Tour, die vom 15. bis 24. März als Abschluss der Weltcup-Saison stattfinden wird, ist es die zweite Tour mit eigenständiger Gesamtwertung, die im WM-Winter erstmals durchgeführt wird.

Skifliegen in Vikersund nicht gesichert

Noch auf der Kippe steht hingegen das Finale der Raw-Air-Tour der Herren, denn die Skiflugschanze in Vikersund verfügt derzeit über kein gültiges Schanzenzertifikat. Die FIS hat die Wettbewerbe auf der größten Schanze der Welt zwischenzeitlich aus dem Kalender gestrichen – doch der norwegische Verband bemüht sich weiterhin, die geforderten Umbaumaßnahmen umzusetzen.

Am Rande der FIS-Herbstsitzungen in Zürich war seitens des Internationalen Skiverbandes aber zunächst wenig Kompromissbereitschaft zu vernehmen. Eine endgültige Entscheidung steht hier noch aus.

Über Marco Ries 508 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

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