Raw Air in Trondheim

Raw Air: Kamil Stoch gewinnt Qualifikation in Trondheim

Kamil Stoch macht seine Ausnahmestellung auch in Trondheim deutlich. Der Pole entscheidet die nächste Qualifikation bei der „Raw Air“ für sich. Die deutschen Skispringer qualifizieren sich geschlossen, Gregor Schlierenzauer scheidet aus.

Kamil Stoch dominiert das aktuelle Skisprunggeschehen weiterhin nach Belieben. Einen Tag nach seinem überlegenen Sieg in Lillehammer hat sich der 30-jährige Pole auch im rund 350 Kilometer entfernten Trondheim den Qualifikationssieg gesichert und seinen Vorsprung bei der „Raw Air“-Tour weiter ausgebaut. Ganz so deutlich wie zuletzt war es diesmal aber nicht.

Der dreimalige Olympiasieger erzielte mit einem Sprung auf 140 Meter insgesamt 155,4 Punkte und setzte sich knapp gegen den Norweger Andreas Stjernen (141,5 m; 153,1 P.) durch, der mit zwei Luken mehr Anlauf vom Bakken gegangen. Der Österreicher Stefan Kraft belegte mit 140 Metern (147,5 P.) den dritten Platz.

Freitag und Wellinger mischen mit

Die deutsche Mannschaft hat sich wieder geschlossen für den Wettbewerb qualifiziert, musste im Kampf um die vorderen Plätze aber der Konkurrenz den Vortritt lassen. Mit 135 Metern belegte Richard Freitag hinter dem Norweger Robert Johansson den fünften Platz. Teamkollege Andreas Wellinger kam mit einer Luke mehr Anlauf auf 136 Meter und den sechsten Platz.

» Liveblog-Nachlese: So lief die Qualifikation in Trondheim

Auch Karl Geiger (13.), Markus Eisenbichler (19.), Stephan Leyhe (21.), Andreas Wank (22.) und David Siegel (29.) sind beim dritten Einzelspringen im rahmen der norwegischen Skisprungserie am Donnerstag startberechtigt.

Prevc setzt Aufwärtstrend fort, Norweger stark

Peter Prevc meldete sich mit 134 Metern endgültig in der Weltspitze zurück und belegte als bester Slowene den siebten Platz vor dem Polen Dawid Kubacki (8.). Aus mannschaftlicher Hinsicht glänzten einmal mehr die norwegischen Gastgeber – denn neben Stjernen und Johansson landeten auch Johann Andre Forfang (9.) und Daniel-André Tande (10.) unter den Top Ten.

Schlierenzauer scheidet aus

Einen deutlichen Rückschlag musste Gregor Schlierenzauer hinnehmen. Der Rekord-Weltcupsieger aus Österreich kam nach guten Trainingsleistungen in der Qualifikation nicht über enttäuschende 117,5 Meter hinaus und ist mit Platz 53 damit ausgeschieden.

Unter den 16 von insgesamt 66 Athleten, die am Mittwoch aussortiert wurden, befanden sich außerdem u.a. der Tscheche Roman Koudelka (52.), der US-Amerikaner Michael Glasder (54.) und der Schweizer Sandro Hauswirth (56.).

Stoch mit mehr als 70 Punkten Vorsprung

In der „Raw Air“-Gesamtwertung zieht Kamil Stoch an der Spitze der Konkurrenz davon: Mit insgesamt 1296,9 Punkten ist der Vorsprung des Polen auf den zweitplatzierten Johansson (1226,7) auf 70,2 Zähler angewachsen. Andreas Stjernen (1206,6) rückt auf den dritten Platz vor. Richard liegt als bester deutscher Skispringer an achter Stelle.

» Alle Termine im Überblick: Raw Air macht in Trondheim Station

Am Donnerstag folgt in Trondheim das dritte Einzelspringen der „Raw Air“: Um 16 Uhr startet zunächst der Probedurchgang, um 17 Uhr (alles live bei skispringen.com) folgt der Wettkampf.

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Über Marco Ries 504 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

8 Kommentare

  1. Zum Glück ist die Saison bald vorbei! Dann können alle wieder mal ein bisschen runter fahren! Hier geht es schon lange nicht mehr nur ums Skispringen, sondern nur noch um Schadenfreude wenn einer seinen Sprung vergeigt hat!! Am schlimmsten finde ich aber das man sogar Athleten, egal welcher Nation, Stürze wünscht!! Solche Idioten sind keine Skisprungfans sondern Hooligans der übelsten Sorte!!
    @ Marco Ries: Sie haben hier wirklich eine tolle Seite mit aktuellen Ergebnissen im Männerbereich(leider kommen bei ihnen die wirklich tollen Skispringerinnen Ergebnismäßig ein wenig zu kurz). Wenn sie jetzt noch irgendwie diese teilweise unter falschen Namen Shitstormkommentierer in den Griff bekommen,dann gibt es für diese Seite eine glatte 1 !!

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  2. Alles Quatsch,Richard Freitag wäre weit über 170m gesprungen, wenn er nicht „aufgemacht“hätte. Er hält sich selbst im Zaum, er lässt Stoch einfach nur gewinnen.ist doch völlig offensichtlich 😀

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