Skifliegen in Planica

Darum fehlt Markus Eisenbichler auch beim letzten Weltcup der Saison

Foto: imago / MIS

Lange sah es danach aus, als würde Markus Eisenbichler nach starken Leistungen im Continentalcup zum Saisonfinale in die Weltcup-Mannschaft zurückkehren. Nun fehlt der Routinier in Planica.

Es war keine einfache Saison für Markus Eisenbichler: Der sechsmalige Weltmeister ist mit deutlichem Trainingsrückstand in die Skisprungsaison gestartet, war aber kein einziges Mal Teil der Weltcup-Mannschaft. Selbst im zweitklassigen Continentalcup sprang der 32-Jährige lange hinterher und wurde daraufhin nicht einmal für die zusätzliche nationale Gruppe etwa bei der Vierschanzentournee von Bundestrainer Stefan Horngacher berücksichtigt.

Doch wenige Wochen vor dem Ende der aktuellen Saison hat sich das Blatt für den Bayer gewendet: Zuletzt zeigte Eisenbichler im Continentalcup überzeugende Leistungen, gewann zwei der letzten acht Wettkämpfe und stand insgesamt fünfmal auf dem Podium.

Horngacher erwägt Eisenbichler – doch der verzichtet

Obwohl Bundestrainer Stefan Horngacher ihm im Vorfeld einen Startplatz im Aufgebot für das Skifliegen im slowenischen Planica (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) in Aussicht gestellt hat, fehlt der Großschanzen-Weltmeister von 2019 auch beim letzten Wochenende des Winters.

„Grundsätzlich würde ich mich natürlich freuen, wenn ich für das Skifliegen in Planica nominiert werden würde. Allerdings habe ich schon vor einiger Zeit darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass mich das Skifliegen – obwohl es meine große Leidenschaft ist – in der aktuellen Situation und dem bisherigen Saisonverlauf nicht weiterbringen würde“, sagte Markus Eisenbichler schon im Vorfeld.

Karriereende wohl keine Option

Nach dem zurückliegenden Continentalcup-Wochenende in Zakopane hat Eisenbichler die Saison beendet, anstelle von ihm stehen nun Felix Hoffmann und Luca Roth wieder im deutschen Aufgebot.

Trotz der wohl schwierigsten Saison seiner Karriere denkt Eisenbichler offenbar nicht an ein Karriereende, wie es ihm verschiedene Experten schon nach der Nicht-Nominierung im Vorfeld der Vierschanzentournee prophezeit hatten.

„Ich fühle mich zwar fit, aber mein Bauchgefühl sagt mir, es ist besser, mich nach dem letzten Continentalcup zu erholen, um dann ausgeruht und top motiviert in die Vorbereitung der kommenden Saison einzusteigen“, sagte Eisenbichler und erklärte weiter: „Denn im kommenden Winter stehen mit der Tournee und den Weltmeisterschaften in Trondheim wieder echte Highlights auf dem Programm. Ich möchte daher den Schwung und den Spaß aus den letzten Wochen mitnehmen und mich topfit auf diese Highlights vorbereiten.“

Auch interessant: Bundestrainer Stefan Horngacher nominiert seine sechsköpfige Mannschaft für das letzte Weltcup-Wochenende der Saison in Planica – und nimmt gleich zwei Änderungen vor…

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Über Marco Ries 867 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist und Autor (u.a. das Buch „Unnützes Skisprungwissen“).

1 Kommentar

  1. Auch Horngacher trägt einen sehr großen Anteil an den Misserfolgen und es wäre schön wieder einen Menschen wie Schuster in der Verantwortung zu haben.
    Ich kann mir schwer vorstellen wie Horngacher Sportler motiviert.

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