Slowenin nervenstark

Doppelsieg! Ursa Bogataj gelingt perfektes Wisla-Wochenende

Foto: tramplin.perm.ru

Auch am zweiten Tag in Wisla ist Ursa Bogataj nicht zu schlagen. Die Slowenin krönt ein starkes slowenisches Mannschaftsergebnis. Die österreichischen Springerinnen überzeugen erneut.

Auch im zweiten Einzelspringen des Sommer-Grand-Prix-Auftaktes in Wisla heißt die Siegerin Ursa Bogataj. Die Slowenin sprang mit 133 und 127,5 Metern und 245,7 Punkten nervenstark zu ihrem zweiten Sieg am Wochenende. Sara Takanashi (130,5 und 133,5 m; 243,3 P.) kam ihr bis auf 2,4 Punkte nahe und wurde erneut Zweite. Die Japanerin sorgte für eine kleine Schrecksekunde, als sie im zweiten Durchgang bei der Ausfahrt einen spektakulären Überschlag hinlegte und von ihrem Ski getroffen wurde. Sie wurde vorsichtshalber zu Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht, wenngleich sie keine offensichtlichen Blessuren davontrug. Platz drei ging an Sara Marita Kramer (131 und 128 m; 234,1 P.), der 11,6 Punkte zum Sieg fehlten, da sie in beiden Durchgängen keinen Telemark setzen konnte.

„Ich bin sehr glücklich über den Doppelsieg an diesem Wochenende. Im zweiten Durchgang habe ich mich etwas über den starken Aufwind erschreckt, aber es ist zum Glück gut ausgegangen“, resümierte Bogataj über ihren starken Auftakt. Nicht so viel Glück mit den Bedingungen hatte ihre Landsfrau Nika Kriznar, die nach einer Anlaufverkürzung die schlechtesten Verhältnisse erwischte und dadurch von Rang vier auf sechs zurückfiel. Neben Bogataj und Kriznar kamen mit Ema Klinec (Siebte) und Jerneja Brecl (Neunte) zwei weitere Sloweninnen in die Top Ten.

ÖSV-Damen erneut geschlossen stark

Eva Pinkelnig und Daniela Iraschko-Stolz bestätigten mit den Plätzen vier und fünf ihre starke Frühform. Komplettiert wurde das starke ÖSV-Mannschaftsergebnis durch Sophie Sorschag und Lisa Eder, die auf den Rängen elf und zwölf landeten. Mit Yuki Ito und Nozomi Maruyama, die Achte und Zehnte wurden, landeten abermals zwei weitere Japanerinnen unter den besten zehn. Julia Clair und Josephine Pagnier sammelten als 14. und 18. einige Punkte für Frankreich. Lara Malsiner konnte als 19. erneut für Italien punkten, während Schwester Jessica als 40. schon im ersten Durchgang die Segel streichen musste.

Beste Deutsche wurde abermals Katharina Althaus, die Rang 13 belegte. Anna Rupprecht, Pauline Heßler und Juliane Seyfarth landeten geschlossen auf den Plätzen 25 bis 27, konnten die verbesserten Eindrücke aus ihren Sprüngen aber nicht in bessere Resultate ummünzen. Dies gelang wiederum Luisa Görlich, die auf Position 21 landete. Auch Selina Freitag wurde Opfer des Windes, indem sie nicht nur einmal vom Balken musste, sondern bei ihrem zweiten Sprung auch die schlechtesten Verhältnisse erwischte und so um fünf Plätze auf Rang 30 abrutschte.

Keine Punkte für polnische Gastgeberinnen

In der Qualifikation vor dem Wettkampf gab es einen überraschenden Ausfall. Nicole Konderla, die am Samstag noch für polnische Punkte gesorgt hatte, schied mit ihrem Sprung auf 84,5 Meter auf Platz 42 aus. Wiktoria Przybyla und Joanna Szwab überstanden die Vorausscheidung zwar, verpassten jedoch als 36. und 37. die Punkte. Gleiches galt für Abigail Strate aus Kanada (33.), die am Samstag noch 24. wurde. Keine Wettkampfteilnahme gab es hingegen für die beiden Norwegerinnen Karoline Roestad und Karoline Skatvedt, die bereits am Freitag an den Top 40 gescheitert waren.

Die nächste Station im Sommer-Grand-Prix der Damen ist am ersten August-Wochenende Courchevel. Auf der großen Olympiaschanze von 1992 steht am Freitag, den 6. August um 11 Uhr die Qualifikation an, um 18 Uhr beginnt dann das Einzelspringen (alles live bei skispringen.com).

Über Luis Holuch 200 Artikel
Ist seit Kindesbeinen an sport- und skisprungverrückt. Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020 in Oberwiesenthal.

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