Slowenin vollendet den Hattrick

Ursa Bogataj siegt auch in Courchevel - Katharina Althaus ĂŒberzeugt

Foto: tramplin.perm.ru

Nach ihrem Doppelsieg in Wisla steht Ursa Bogataj auch in Courchevel ganz oben. Die Slowenin siegt knapp vor Marita Kramer und Nika Kriznar. Katharina Althaus fĂ€hrt fĂŒr den DSV ein Top-Ten-Ergebnis ein.

Der Sieges-Hattrick ist perfekt: Auch in Courchevel heißt die Siegerin Ursa Bogataj. Drei Wochen nach ihrem Doppelsieg in Wisla war die Slowenin mit 125 und 126,5 Metern und 213,9 Metern erneut die Beste. Marita Kramer aus Österreich musste nach HalbzeitfĂŒhrung mit Platz zwei Vorlieb nehmen, sie kam auf 124 und 122 Meter und 211,5 Punkte. Platz drei belegte Bogatajs Teamkollegin Nika Kriznar mit 121,5 und 113,5 Metern, die ihr 183,9 Punkte bescherten. Im Gegensatz zu Kramer, der nur 2,4 ZĂ€hler zu Bogataj fehlten, lag die letztjĂ€hrige Gesamtsiegerin allerdings 30 Punkte hinter der Siegerin.

Dahinter wurde es jedoch richtig knapp: Kaori Iwabuchi fehlten lediglich 0,1 Punkte zum Podium, fĂŒr die heute beste Japanerin war es dennoch das beste Karriereergebnis. FĂŒnfte wurde ihre Landsfrau Nozomi Maruyama, die im Finaldurchgang noch an Katharina Althaus vorbeizog. Sie wurde einmal mehr beste Deutsche und holte mit Platz sechs den erhofften Top-Ten-Platz. Dabei ließ sie auch Silje Opseth hinter sich, die bei ihrem Sommer-Grand-Prix-DebĂŒt Siebte wurde. Auf den weiteren Top-Ten-PlĂ€tzen folgten Chiara Kreuzer, die beste Französin Julia Clair sowie Yuki Ito.

Bestleistungen trotz wenig Anlauf

Wie schon im Training und der Qualifikation am Vormittag blieb die Jury Ă€ußerst defensiv bei der Anlaufwahl, sodass nur Bogataj SprĂŒnge jenseits des K-Punktes von 125 Metern produzieren konnte. Dennoch gab es weitere persönliche Bestleistungen zu vermelden: Jenny Rautionaho aus Finnland wurde starke Zwölfte, wĂ€hrend Selina Freitag mit Rang 17 zweitbeste Deutsche wurde und ebenfalls ein neues Top-Resultat einfahren konnte. Pauline Heßler und Anna Rupprecht schafften es ebenfalls ins Finale und belegten die Positionen 22 und 24. Thea Minyan Bjoerseth wurde bei ihrem Sommer-Grand-Prix-DebĂŒt 30..

Sara Takanashi verzichtete nach einem missratenen Probedurchgang auf den Wettkampf und zog sich noch wĂ€hrend des Springens ins Hotel zurĂŒck. Sie klagte allerdings bereits bei der Anreise nach Courchevel ĂŒber Schmerzen im Bein, die womöglich Nachwirkungen ihres spektakulĂ€ren Sturzes in Wisla, wo sie noch zwei Mal Zweite wurde, sein könnten. FĂŒr die beiden US-Amerikanerinnen Annika Belshaw und Logan Sankey reichte es zwar knapp nicht zum Finale, jedoch erzielten sie mit den PlĂ€tzen 31 und 32 ihre besten Grand-Prix-Resultate. Ebenfalls nicht im Finale war ĂŒberraschenderweise Jerneja Brecl, die in Wisla noch zwei Top-Ten-Ergebnisse erzielt hatte, in Courchevel aber mit 82 Metern und Platz 35 enttĂ€uschte.

Seyfarth disqualifiziert, Görlich vermeidet Horrorsturz

Die Russin Ksenia Kablukova kam im Probedurchgang zu Sturz, trug jedoch keine Blessuren davon und trat zum Wettkampf an, in dem sie 37. wurde. Juliane Seyfarth hatte die Teilnahme am Finaldurchgang eigentlich schon sicher, wurde dann aber aufgrund eines zu großen Anzugs erstmals in ihrer Laufbahn im Sommer-Grand-Prix disqualifiziert. Teamkollegin Luisa Görlich hatte kurz zuvor fĂŒr eine Schrecksekunde gesorgt, als ihr linker Ski unmittelbar nach dem Absprung nach unten zu klappen drohte. Mit viel Körperspannung und einer Portion GlĂŒck konnte die ThĂŒringerin einen Horrorsturz vermeiden und landete doch noch auf beiden Ski.

Die nÀchste Station im Sommer-Grand-Prix der Damen ist am nÀchsten Wochenende Frenstat pod Radhostem. Auf der dortigen Normalschanze (HS 106) steht am Samstag, den 7. August um 18 Uhr die Qualifikation an. Tags darauf beginnt um 10:30 Uhr dann das Einzelspringen (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 520 Artikel
Seit 2010 als Journalist tĂ€tig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafĂŒr ist er bei skispringen.com auch primĂ€r zustĂ€ndig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

1 Kommentar

  1. Hier wird besonders transparent erkennbar, wie eklatant die Leistungsunterschiede der Frauen auf der großen Schanze sind, weil die MĂ€nner am gleichen Ort unterwegs waren. 65 Punkte innerhalb der Top 10 sind ggf. noch vertretbar, aber die 30. hat nicht mal 1/3tel der Sieger-Punkte. Zum Vergleich bei den MĂ€nnern ĂŒber 2/3tel. Warten wir den Winter ab und das die erhöhte Anzahl der Großschanzen-Wettbewerbe etwas verbessert.

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