Vierschanzentournee-Finale

Vierschanzentournee: Dawid Kubacki gewinnt Qualifikation in Bischofshofen

Dawid Kubacki entscheidet die Qualifikation zum letzten Wettbewerb der Vierschanzentournee für sich. Der Pole setzt sich in Bischofshofen gegen Forfang und Ammann durch, Top-Favorit Stoch wird Fünfter. Alle DSV-Skispringer sind qualifiziert, Wellinger wird bester Deutscher.

Mit einem Sprung auf die Bestweite von 136 Metern sicherte sich Dawid Kubacki am Freitagabend den Sieg in der Qualifikation zum letzten Wettbewerb der Vierschanzentournee. In Bischofshofen erzielte der Überflieger des vergangenen Sommers insgesamt 139,9 Punkte und setzte sich damit gegen den Norweger Johann Andre Forfang durch, der auf 135 Meter und 136,3 Punkte kam. Simon Ammann sprang nach zuletzt enttäuschenden Wettbewerben in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck ebenso wie Kubacki auf 136 Meter, allerdings mit etwas mehr Anfahrt. Dem Schweizer Vierfach-Olympiasieger genügten 133,5 Punkte für den dritten Platz der Qualifikationswertung.

In Abwesenheit von Richard Freitag, der nach seinem schweren Sturz in Innsbruck die Vierschanzentournee vorzeitig beenden musste, haben alle sechs deutschen Skispringer ihr Mindestziel erreicht und sich geschlossen für den letzten Wettbewerb der Tournee qualifiziert.

Wellinger vor Eisenbichler, Stoch Fünfter

Die beste Leistung aus dem Team von Bundestrainer Werner Schuster zeigte dabei Andreas Wellinger, der mit 130 Metern den achten Platz vor Teamkollege Markus Eisenbichler (9.) belegte, obwohl dieser einen Meter weiter gesprungen ist. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl, vor allem ist die Ausgangsposition sehr gut. Ich hatte heute schon ein gutes Gefühl, auch wenn ich etwas früh an der Kante war und somit etwas Energie und Höhe fehlt. Bis morgen bekommen wir das aber hin“, zeigt sich Schanzenrekordhalter Wellinger zuversichtlich für den Wettbewerb am Samstag.

» Die 25 K.o.-Duelle beim Tournee-Finale

Der Oberstdorfer Karl Geiger wurde 17., Geburtstagskind Stephan Leyhe aus Willingen 26. Auch der 18-jährige Constantin Schmid wird beim letzten Wettbewerb der 66. Vierschanzentournee nach Platz 33 in der Qualifikation startberechtigt sein.

» Liveblog-Nachlese: So lief der Quali-Tag in Bischofshofen

Kamil Stoch, der am Samstag die Chance hat, den vierten Wettbewerb dieser Tournee für sich zu entscheiden und damit den Rekord von Sven Hannawald einzustellen, belegte mit 130 Metern den fünften Platz. Der 30-jährige Pole hat nach seinen drei Siegen offenbar viel Selbstvertrauen getankt – denn den ersten Trainingssprung im Vorfeld der Qualifikation hat der zweifache Olympiasieger ausgelassen.

Kraft lässt Österreich hoffen

Nach dem aus österreichischer Sicht enttäuschenden Heimspringen am Bergisel in Innsbruck ließ Stefan Kraft die Fans an der Paul-Außerleitner-Schanze auf einen versöhnlichen Tournee-Abschluss hoffen. Mit 134 Metern belegte der 24-Jährige den vierten Platz. Dahinter sah es für die Gastgeber hingegen wieder wenig vielversprechend aus: Zwar haben sich zehn der insgesamt zwölf ÖSV-Adler für das Finale qualifiziert, mit Daniel Huber als zweitbestem Österreicher auf Platz 19 dürfte Cheftrainer Heinz Kuttin aber kaum zufrieden sein.

» Alle Infos zur Vierschanzentournee: Die Themenseite bei skispringen.com

Gregor Schlierenzauer kam mit 125 Metern nicht über den 28. Platz hinaus. Der Rekord-Weltcupsieger trifft im K.o.-Duell am Samstag ausgerechnet auf Teamkollege Manuel Fettner und dürfte es dabei wieder nicht leicht haben, sich für den Finaldurchgang zu qualifizieren.

Der Norweger Robert Johansson präsentierte sich als Sechster stark, direkt hinter ihm wurde Sloweniens Newcomer Ziga Jelar Siebter. Auch Jernej Damjan (10.) schaffte es im nebligen Bischofshofen wieder unter die besten Zehn.

Bartol scheidet aus

Der Slowene Tilen Bartol, Überraschungs-Fünfter beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, ist mit 109 Metern und Platz 62 überraschend ausgeschieden. Auch die beiden Österreicher Maximilian Steiner (51.) und Markus Rupitsch (63.) aus der nationalen Gruppe, sowie der Schweizer Gregor Deschwanden (53.) müssen am Samstag zuschauen.

» Alle Termine im Überblick: Tournee-Finale in Bischofshofen

Dann startet um 15:30 Uhr zunächst der Probedurchgang, ehe um 17 Uhr (alles live bei skispringen.com) der vierte und letzte Wettbewerb dieser Vierschanzentournee beginnt.

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Über Marco Ries 511 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

35 Kommentare

  1. @skispringen.com: Der User „Alex“ gehört gesperrt, das ist meine Meinung. Das hat mit Satire nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Und in einem Sportforum hat so etwas schon überhaupt zu suchen. Es ist legitim, dass sich die polnischen Fans über die hervorragenden Leistungen des Kamil Stoch freuen, das sei ihnen auch gegönnt. Aber was hier teilweise von polnischen „Anhängern“ veröffentlicht wird, das geht meiner Meinung nach entschieden zu weit.

    • So jetzt muß ich eingreifen,was heißt hier von polnischen Anhängern???
      Ich bin selbst Pole lebe seit fast 30 Jahren hier und habe kein einziges Mal schlecht über deutsche geschrieben lese wiederum immer wieder schlechte Kommentare über uns. Das geht nicht,natürlich gibt es Idioten bei uns,so wie der Kollege oben mit dem Video aber die gibt es auch genügend auf deutscher Seite und auch in den anderen Nationen. Solche Leute gehören nicht hier rein und gehören gesperrt!
      Aber es kotzt much an wenn ich lesen muß daß die polnischen Fans so und so sind,langsam habe ich den Eindruck daß die deutschen Fans so sauer darüber sind daß Freitag raus ist das Sie jetzt auf diese Weise sich revanchieren wollen und das möchte ich nicht über sie denken,einfach damit klarkommen daß es auch in anderen Ländern Sportler gibt die besser sind als deutsche.
      Noch eins,ich möchte mit diesem Beitrag niemandem provozieren,nicht das gleich alle auf mich losgehen.

      • Ich bin ganz Deiner Meinung. Leute, die offensichtlich keine gute Kinderstube genossen haben gibt es auf beiden Seiten. Was hier teilweise an Sturzwünschen ausgesprochen wird….Das ist einfach nur zweitunterste Kategorie. Unterste Kategorie sind dann solche Beiträge/Videos a la Alex.
        Ich gönne auch Kamil heute von ganzem Herzen den Sieg, einfach weil er ein sympathischer Sportler ist und damit etwas ganz Großes geschafft hat. Und nicht weil dann ein Sven Hannawald ein „Alleinstellungsmerkmal“ verliert. Der Erste, der das geschafft hat, wird er sowieso auf ewig bleiben.
        Und noch etwas: Ich bedaure es ausserordentlich, dass R. Freitag ausgeschieden ist. Ein Duell auf Augenhöhe ist für mich als Zuschauer immer schöner, auch wenn dann „mein“ Favorit vielleicht den Kürzeren zieht. Natürlich kann im Skispringen viel passieren (ich sag nur Sturz…) aber bei realistischer Betrachtung ist Kamil der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen.

        • Guter Kommentar!
          Ich finds auch schade daß Freitag ausgeschieden ist ist immer besser im normalen Zweikampf zu gewinnen,das sagte auch Kamil und das es ihn leid tut für Freitag und er ihn das beste wünsche,die meisten Springer kommen gut miteinander klar und respektieren sich und das soll auch so sein. Wenn man nicht so neidisch ist dann muß man den Sieg Kamil einfach gönnen auch wenn er schon letztes Jahr gewonnen hat und sonst schon alles gewonnen hat weil er es verdient hat und vom Charakter her ein sehr sympathischer fairer auf dem Boden gebliebener Sportler ist.

      • @Bremer: Greifen Sie ruhig ein, lesen Sie aber bitte auch genau! Ich habe extra TEILWEISE geschrieben. Dass Sie hier schlecht über Deutsche geschrieben haben, das behauptet auch niemand, zumindest ich nicht. Sie lesen immer wieder schlechte Kommentare über „uns“, wer ist mit „uns“ gemeint? Ich weiß nicht, wie alt Sie sind. Wenn Sie aber seit fast 30 Jahren in Deutschland sind, dann sind Sie mit Sicherheit längst integriert. Und dann dürften Ihnen auch die beleidigenden Kommentare gegenüber Deutschen und Deutschland nicht entgangen sein. Hier ein Beispiel des Users „Polandja“: „die DE-leute lernen einfach nie und werde nie richtig sympatisch sein kann,die werden so seit Kindheit erzogen um uns Polen zu hassen.“ Selbstverständlich gibt es auch genügend dumme und beleidigende Bemerkungen deutscher User, das wird hier keiner bestreiten. Auch das gehört gelöscht, bzw. solche User gehören gesperrt. Ich selbst habe oft genug geschrieben, dass Stoch bisher die Springen verdient gewonnen hat. Und ich habe auch oben geschrieben: „Es ist legitim, dass sich die polnischen Fans über die hervorragenden Leistungen des Kamil Stoch freuen, das sei ihnen auch gegönnt.“ Niemals habe ich geschrieben, alle polnischen Fans oder alle Polen wären so, wie der User „Alex“. Bitte lesen Sie also die Beiträge genau. Ich finde es übrigens gut, dass Sie den User „Alex“ bitten, seine Beiträge in deutscher Sprache einzustellen. Verwunderlich finde ich es, wenn Sie Ihre Ausführungen abschließen mit dem Wunsch: „Gott schütze bzw. ehre die Heimat“. Wenn Sie seit fast 30 Jahren in Deutschland sind, was ist dann Ihre Heimat? Deutschland oder Polen?

        • Sie sind witzig natürlich bleibt meine Heimat Polen,da bin ich geboren und aufgewachsen,das ist meine Mentalität und meine Essgewohnheiten sind auch polnisch auch wenn ich die Bratwurst oder den Kartoffelsalat mag. Es wird immer meine Heimat bleiben auch wenn ich mich hier wohl fühle und mit den deutschen klarkomme mit denen ein trinken gehe oder sonst viel Spass habe.Wir haben auch schon Fussball zusammen geguckt Deutschland gegen Polen und wir haben uns nicht geprügelt. Ich bleibe aber immer noch für die ein Pole und das ist ok denn ich liebe mein Land aber mein zweites Land das ich liebe ist Deutschland und wenn Deutschland gegen England wo ich auch Verwa habe spielt bin ich für Deutschland. Also ich bin längst intergriert. Ist denn für die Türken die seit den 60-70 Jahren hier leben Deutschland Heimat?
          Viele können nicht mal deutsch sprechen und leben länger als ich hier,ist kein Vorwurf ist ihre Sache,die haben ihren Kulturkreis.
          Aber die Polen hier in De leben friedlich hier sind längst intergriert und trotzdem sagen Sie immer daß Polen ihre Heimat ist. Sie haben doch damit kein Problem oder?

    • Hallo Kegelbruder,

      ich hoffe Sie lesen diese Nachricht. Ihre Kommentare sind eine große Bereicherung für diese Seite und sehr sachlich. Danke dafür! Allerdings müssen Sie sich hier viel zu sehr mit diesen ganzen furchtbaren Trollen, wie „hanswurst“ rumplagen. Besuchen Sie doch mal das Skispringen forum (darf hier den Link nicht posten), aber einfach mal bei google „skispringen community forum“ und den ersten Link anklicken. Dort wird sehr sehr aktiv und sehr sachlich unter der Kontrolle einer fähigen Administration über das Skispringen diskutiert. Trolle haben dort nichts zu melden.

      Bitte wechseln Sie dort hin. Hier gehen Ihre guten Kommentare leider etwas unter!

  2. @skispringen.com: Auch wenn diese Kommentarfunktion scheinbar von vielen polnischen Muttersprachlern genutzt wird, bin ich mir nicht sicher, ob es zielführend ist, wenn hier ganze Beiträge in polnischer Sprache erscheinen. Wem ist damit gedient? Sollte hier nicht die Sprache der Kommentare immer noch deutsch sein? Ich will hier nicht die polnische Sprache und schon gar nicht Polen an sich kritisieren. Aber sollten sich die deutschsprachigen User (und das dürfte immer noch die Mehrheit sein) mit Übersetzungsprogrammen behelfen, damit sie den Sinn von solchen polnischen Beiträgen erfassen können?

    • Sie könnten auch einen Polnischkurs besuchen. Jede VHS bietet Polnischkurse an und dann brauchen Sie sich hier nicht dauernd zu beschweren.

      • @skispringer: Erstens habe ich mich heute bei der Redaktion zum ersten Mal gemeldet, warum schreiben Sie also „dauernd“? Zweitens können User wie „alex“ vielleicht auch in polnischen Sportforen schreiben. Und drittens wüsste ich nicht, warum ich einen „Polnischkurs“ besuchen sollte, wenn ich in Deutschland lebe. P.S. Gefällt Ihnen auch der untenstehende „Beitrag“ des Users Alex?

      • @skispringer: Abgesehen davon, werter „skispringer“, Sie sind doch selbst Deutscher, das haben Sie mir ja bereits einmal geschrieben. Wäre es Ihnen dann nicht auch lieber, wenn die Beiträge in deutscher Sprache erfolgen würden? Oder beherrschen Sie die polnische Sprache so gut?

    • Hallo Kegelbruder – der andere User hat „Alex“ nur geantwortet, dass es hier ein deutschsprachiges Forum ist und „Alex“ seine Argumente auf Deutsch verfassen sollte (allerdings war das nur eine „conspiracy theory“). Einfach ignorieren 😉 wir haben auch ein großes polnisches Forum, alle Trolls werden aber ganz schnell weggeschmießen, deswegen versuchen sie ihr Glück hier. LG von ihrer polnischen Nachbarin.

  3. Sollte man Skispringen in Zukunft nicht an der Playstation spielen? Wie viele komplizierte Änderungen wollen die Technikfreaks eigentlich noch?Dazu noch das Gerede von Bilek und Co.

  4. … no i super !! , ta awantura tylko wyjdzie temu sportowi na dobre i paradoksalnie wyczyści atmosferę specyficznej „kreatywności“ wśród sędziów . Austriacy żrą się między sobą . Niemcy mają pretensje do głównych sędziów , czyli do Austriaka i Norwega . Więc cała trójka głównych „drukarzy“ zaczyna trzymać się za gardło . Niepisany układ , który zawiązał się po sukcesach Małysza , po to , by drugi raz do takiej sytuacji nie doszło , wali się w posadach , więc pewno nastąpi reset i na jakiś czas powróci idea sportu w tej dyscyplinie . To dobrze , bo mamy olimpiadę za pasem . Więc może będzie uczciwie . Kiedyś polski skoczek był mimo woli swoistym zapalnikiem układu zmowy . Sukcesy Małysza spowodowały przymus zmian regulaminowych . Hofer wykrzyczał wtedy , że tym sposobem już nigdy nie dopuści do drugiej „małyszomani“ i wymyślił współczynnik rekompensaty za warunki wietrzne . To jak widać , wystarczyło tylko na jakiś czas , bo kłamstwo ma krótkie nogi . Tak niechciana małyszomania powróciła w osobie Stocha . Dzisiaj paradoksalnie „stochomania“ spowodowała obnażenie słabych punktów tego układu , które ewidentnie prowadzą do niebezpiecznych sytuacji w tym sporcie . Wygrywanie zawodów tylko przez Austriaków , Niemców , czy Norwegów za wszelką cenę , może kończy się tym , co teraz obserwujemy wśród tych , co kreują wizerunek tej dyscypliny , czyli przerzucaniem się odpowiedzialnością za wypadki ich zawodników . Tylko szkoda , że to odbywa się kosztem zdrowia skoczków . Dlatego Kamil Stoch jest wybitną postacią w tej dyscyplinie , bo jego sportowa postawa jaką teraz obserwujemy w konkursach , okazała się być katalizatorem tej chorej sytuacji , oraz lekiem na ten skostniały układ . Brawo Kamil !!!…, barwo , wielkie brawa !. PS. Gdyby niemiaszki na siłę nie pompowali tego balonu z Ryśkiem Piątek , to pewno chłopak by się nie wywrócił . Dobrze , że tylko się poobijał , bo mogło się skończyć gorzej .

    • Masz w wielu aspektach racje i mysle tak samo ale argumentuj to po niemiecku bo to niemiecka strona i po co maja se o nas nie wiadomo co myslec a nasi skoczkowie jezeli sa silni to se poradza zawsze. Zreszta swoje niemiaszkom po niemiecku napisalem zeby zrozumieli ze i w innych krajach sa sportowcy lepsi od niemcow i niech nie zazdroszcza. Piszmy na ich forum w ich jezyku.
      Bog Honor Ojczyzna!!!

  5. Stoch mal wieder der beste Springer. Hoffentlich gewinnt er morgen und macht den Sack zu, das wäre echt schön. Allen Skifans lasse ich einen Gruss da

  6. Ich habe noch keine Rückmeldung erhalten, daher poste ich hier nochmal meine Änderungsvorschläge für den Skisprungsport:

    1. Nur mehr die Landung sollte für die Haltungsnoten ausschlaggebend sein. Weil Unsicherheiten in der Luft können auch durch den Wind verursacht werden und außerdem wirken sich die dann eh in der Weite aus, wenn es tatsächlich Fehler gewesen sind.
    2. Es soll eine bestimmte von der Hillsize abhängige Weite festgelegt werden, ab der ein gestandener Sprung eine Mindestnote von etwa 17.0 oder 17.5 bekommt, damit weite Sprünge, die schwer zu stehen sind, nicht bestraft werden.
    3. Man sollte einen Fairnessgrad einführen, der angibt wie fair ein Durchgang verlaufen ist. Sowas kann man durchaus aus den Wind- und Gatepunkten aller Athleten statistisch ermitteln. Wenn der erste Durchgang gemäß dieses Fairnessgrades unfair verlaufen ist, sollte er durch die Qualifikation ersetzt werden können, sofern diese fairer verlaufen ist.
    Ich bin auch dafür, dass Athleten, die zuviel Windpunkte bekommen haben, ihren Sprung wiederholen dürfen.
    4.Grundsätzlich sollten sich die Abzüge auf tatsächliche Fehler beschränken und nicht ästhetische Unterschiede bei den Athleten in die Bewertung miteinbezogen werden. Am besten wäre es eine Liste von möglichen Landungsfehlern gäbe, sodass die Punterichter bei jedem Athleten eben diese Fehler angeben bzw mit entsprechenden Punkteabzügen ankreuzen. Dadurch wären die Noten viel besser nachvollziehbar.

    Man sollte auch die Bewerbe abbrechen, wenn der Wind wirklich verrückt spielt. Die Wind- und Gateregel wird leider zu oft missbraucht.

    Was haltet ihr von den Änderungen?

    • Nun, es gibt ja den Windkorridor, der indirekt schon heute die Min/Max-Werte bei den Bonuspunkten festlegt. Das entspricht in etwa Ihrer Forderung nach einem Mindest-Fairnessgrad.

      Die Wind/Gatepunkte sind im Vergleich zu früher eine sehr gute Sache – es gehört aber halt eigentlich noch berücksichtigt, dass die Funktion zur Berechnung der Boni bei starkem Rückenwind absurd flache Flugkurven prognostiziert, die in real nicht springbar sind, weil sie „durch“ die Schanze hindurch verlaufen.
      So ist es zu erklären, dass Springer zwar 20 Pkt. Bonus bekommen, aber nichts davon haben, weil sie es gar nicht über den Vorbau schafften.

      Den Mist mit Haltungsnoten und Ästehtik würde ich am liebsten sofort beerdigen. Das wirkt in meinen Augen völlig aus der Zeit gefallen. Wer am weitesten springt, sollte gewinnen.

      Ihre Ideen mit der Wiederholung ausgewählter Sprünge dürfte in der Praxis vermutlich an logistischen Überlegungen scheitern, obwohl es früher ja durchaus Neustarts ganzer Durchgänge gegeben hat.

    • @Tabaluga:
      Zu Punkt 1: Das halte ich für keine schlechte Idee. Wobei ich glaube, dass die Wertungsrichter bereits jetzt den eigentlichen Flug nur mehr marginal bewerten. Wenn ich Sprünge von Johansson und dessen ständig „flatternde“ Arme mit Sprüngen anderer Athleten vergleiche, dann müsste dieser Springer ständig mindestens einen Punkt Abzug erhalten. Das passiert aber nicht.
      Zu Punkt 2: Davon halte ich überhaupt nichts! Das würde nur zu einer brutalen „Weitenjagd“ führen, die Athleten würde nur mehr „kacheln“. Die Springer, die sehr weit fliegen, werden ja eben durch die „Weitenpunkte“ belohnt. Bestraft wird ein Sportler, der aufgrund schlechter Windbedingungen unmöglich bis an die Hillsize springen kann und deshalb aufgrund fehlender Weite auch wesentlich schlechtere Haltungsnoten bekommt. Besonders gut war das bei Wellinger in Oberstdorf zu beobachten. Eigentlich saubere Sprünge mit sehr schönen Landungen, aber dafür wegen fehlender Weite viel zu niedrige Haltungsnoten. Darüber sollten sich die Wertungsrichter einmal Gedanken machen. So erhält der Athlet, der mit Rückenwind starten muss, quasi eine „Doppelbestrafung“. Die gutgeschriebenen Windpunkte gleichen das niemals aus, das dürfte in Springerkreisen bekannt sein.
      Zu Punkt 3: Das dürfte nicht durchführbar sein, Springer mit „zu viel Windpunkten“ noch einmal starten zu lassen. Dann würden die Wettbewerbe zu lange dauern und viel zu unübersichtlich werden. Bei welchem Wert sollte man überhaupt die Grenze ziehen? Durch den Windkorridor mit dem dazu passenden Anlauf sollte ja eigentlich die Fairness gewährleistet sein, das wäre so etwas wie ein „Fairnessgrad“. Die Jury müsste sich halt auch daran halten. Bei Freitag in Innsbruck hat sie das nicht getan. Was tut man, wenn die Qualifikation auch nicht fair verlaufen ist? Was würde das außerdem für die Zuschauer und die Springer bedeuten? Man müsste dann jedesmal eine komplette Auswertung abwarten, um sicher zu sein, wer gewonnen hat und wer sich wo platziert hat.
      Zu 4. Da stimme ich wieder uneingeschränkt zu. Die Wertungen der Punktrichter müssten wesentlich transparenter werden. Sobald es für die Sportler gefährlich wird – sei es durch Windverhältnisse, durch zu schlechte Sicht oder durch mangelhaft präparierte Schanzenanlagen – muss ein Wettkampf abgebrochen werden. Die Gesundheit der Springer ist das Wichtigste. Wenn innerhalb eines Durchgangs der Wind um eine Differenz von +-4 (z.B. -2m oder mehr Rückenwind und +2m oder mehr Aufwind) schwankt, dann sollte meiner Meinung nach auch aus Gründen mangelnder Fairness abgebrochen werden. Solche Differenzen können niemals mehr durch Wind- oder Gatekompensationen ausgeglichen werden.

      • Da bin ich mit Ihnen nicht einer Meinung. Wenn ein Springer für eine Kacherllandung im hohen Weitenbereich nur 17er Noten bekommt, verliert er ja notenbedingt immer noch 3-4 Meter. Es würde sich also nachvievor lohnen, einen Telemark zu setzen. Im übrigen ist die Weitenjagd ohnehin gegeben. Obwohl die Athleten dadurch viele Punkte verlieren, brechen sie den Sprung nicht ab, wenns Richtung Schanzenrekord geht. Und warum? Weil das oft noch gefährlicher wäre. Bei Topbedingungen kann ein guter Springer nichts anderes machen als weit zu springen. Warum sollte er dafür dann mit 16er Noten oder sogar noch schlechter bestraft werden, wenn es nahezu unmöglich ist, einen Telemark zu setzen?
        Aber Sie haben schon Recht, windbedingt kürzere Sprünge gehören ebenfalls nicht bestraft, deswegen hab ich auch Punkt 4. vorgeschlagen.

        Es geht mir im Wesentlichen darum, eine bestimmte Größe festzulegen, die die Fairness eines Durchgangs angibt.
        Wenn die Quali auch unfair verlaufen ist, dann wertet mam den 1. Durchgang trotzdem, was soll man sonst tun?
        Natürlich muss es einheitliche Regeln geben, wann ein Durchgang als unfair gewertet wird aber das sollte man anhand der Standardabweichung von den Windpunkten aller Springer ermitteln können.

        • Hallo „Tabaluga“: Was sagen Sie zur Notendifferenz im ersten Duchgang? Die beiden Norweger mit 54.0, Kubacki und Kraft mit 56.5 und Stoch mit 57.5? Fannemel springt 130m bei -0.51 Rückenwind, Stoch springt 132.5m bei -0.25 und Kraft bei -0,35m 130.5m. Ich finde das schon interessant.

  7. Soll Stoch doch alle 4 Siege holen, wenn er unbedingt will. Die restlichen Großveranstaltungen gewinnt sowieso wieder Kraft. Wenns erst mal auf wieder auf die Flugschanzen geht, hat er wieder das richtige Gefühl und ist wieder der Alte, der Weltrekorde springen kann, Olympiagold holen und so weiter.
    Sollen die Polen ruhig feiern und Stoch hochloben. Ich kann da nur gelangweilt lächeln. Die Nr.1 war immer Österreich und das wird auch so bleiben. Aber das weiß eh jeder. Wir haben 247 Weltcupsiege und wer kommt danach? Ach ja die guten alten Finnen mit 151 Siegen, fast 100 weniger aber naja. Aber so wie die jetzt springen, tun die mir wirklich ein bisschen leid.
    Ich gönn eh den anderen Nationen einen Sieg, weil die tun mir jetzt schon leid, wenn die nächste Ära heranbricht, wos nur mehr rotweißrote Sieger geben wird und die keinen Tau haben, wie sie uns besiegen sollen.

    Alles Gute, Krafti! Zeigs ihnen!

  8. Schade das Wellinger mal wieder nichts gerissen hat! Als Strafe gibt es jetzt keinen Sex mit meiner Frau 🙁 Aber die restlichen Bierflaschen werde ich noch leeren um meine Trauer zu überwinden. Montag wieder arbeiten gehen, bin Schlosser von Beruf. Allen frohe Weihnachten, Gruss an alle Oliver

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