Riesenerfolg für DSV-Damen

Deutscher Doppelsieg in Lillehammer: Althaus siegt vor Straub

Foto: GEPA

Deutscher Feiertag am Abschlusstag in Lillehammer: Katharina Althaus siegt am Finaltag auf der Großschanze und sichert sich zudem auch die Gesamtwertung des Lillehammer Triple. Ramona Straub macht den Doppelsieg perfekt

Schanzenrekord eingestellt, Vohrjahressieg wiederholt: Auch beim diesjährigen Abschlusstag des Lillehammer Triple war Katharina Althaus die strahlende Siegerin. Dank eines überragenden zweiten Sprungs sicherte sich die Oberstdorferin nicht nur den Tagessieg (128,5 und 139,5 m; 254,0 P.), sondern gewann auch noch die Gesamtwertung des Lillehammer Triple und damit das Preisgeld von 10.000 Schweizer Franken. Mit ihr auf dem Podest standen Teamkollegin Ramona Straub (127,0 und 135 m; 242,0 P.) und die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz (131,0 und 127,0 m; 241,7 P.).

„Mein erster Sprung war nicht so besonders, der zweite dafür großartig. Ich weiß, dass ich sehr gut auf den großen Schanzen springen kann und bin froh, dass ich das heute auch zeigen konnte. Vielen Dank an mein Team und meine Trainer“, strahlte die 22-Jährige nach dem Wettkampf. Die sichtlich von ihrem Sturz am Montag gezeichnete Iraschko-Stolz freute sich über das Happy End einer für sie turbulenten Woche: „Die Sprünge auf der Großschanze waren schon wieder sehr locker. Das geht in die richtige Richtung. Ich glaube, dass Eva Pinkelnig und ich es am Ende nicht ganz einfach gehabt haben. Der Wind hat uns diesmal nicht geholfen. Aber ich fühle mich nach meinem Sturz schon wieder recht fit und nehme die guten Sprünge von hier mit nach Titisee-Neustadt. Die Schanze dort ist lässig und darauf freue ich mich schon.“

Tagessieg, Gesamtsieg und Schanzenrekord

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr feierte Althaus an Ort und Stelle schon ihr persönliches Triple aus Tagessieg, Gesamtsieg und Schanzenrekord – ein Kunststück, das sie mit der Einstellung ihres eigenen Schanzenrekords von 139,5 Metern in beeindruckender Manier wiederholen konnte. Fest in der Hand deutschsprachiger Springerinnen waren auch die weiteren Top-Platzierungen: Eva Pinkelnig wurde Vierte, Carina Vogt und Juliane Seyfarth Siebte und Achte. Jacqueline Seifriedsberger fuhr mit Rang 13 ihr bestes Saisonergebnis ein. Lediglich Anna Rupprecht verpasste als 33. das Finale, mit Chiara Hölzl erging es als 39. auch einer Österreicherin so.

Die Siegerin vom Samstag, Lidiia Iakovleva, startete im zweiten Durchgang eine Aufholjagd und wurde schlussendlich Sechste, denkbar knapp hinter ihrer Mannschaftskameradin Alexandra Kustova, die als Fünfte ihr bestes Weltcupergebnis einfuhr. Das japanische Team blieb auch am letzten Wettkampftag in Lilehammer unter den eigenen Erwartungen. Einzig Yuki Ito schaffte es als Neunte in die Top 10. Sara Takanashi patzte im ersten Sprung und wurde lediglich Elfte.

Lundby geht All-In – und verliert

Gerade einmal 0,4 Punkte betrug der Rückstand von Maren Lundby auf Juliane Seyfarth nach zwei der drei Wettkämpfe, denkbar knapp also. Dementsprechend setzte die Norwegerin auch alles daran, dieses Ergebnis noch umzudrehen. Doch schon im ersten Durchgang verlor sie sieben Punkte und wollte im zweiten Versuch dann alles reinlegen, was ihr jedoch misslang. Sie landete bereits bei 109,5 Metern und am Ende auf Rang 22 und musste so mit ansehen, wie Althaus sie überflügelte.

Die Qualifikation am Samstagabend gewann Ema Klinec vor den punktgleichen Zweiten Eva Pinkelnig und Carina Vogt. Auch diese ging nicht ohne Disqualifikationen über die Bühne: Diesmal erwischte es die Tschechin Stepanka Ptackova und Lara Malsiner aus Italien. Mit Thea Sofie Kleven und Karoline Roestad, sowie Veronika Shishkina und Alina Tuktaeva traten je zwei Springerinnen aus Norwegen und Kasachstan dort nicht an.

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Obendrein gab Lundby auch das Gelbe Trikot wieder ab und so reist Katharina Althaus als Weltcupführende aus Lillehammer wieder nach Hause (200 Punkte). Auf den Plätzen zwei und drei liegen nach der ersten Station Juliane Seyfarth (177) und Maren Lundby (169).

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Für die Skispringerinnen geht es am kommenden Wochenende in Titisee-Neustadt weiter. Auf der Hochfirstschanze steht am Samstag die Qualifikation an, das Einzelspringen steigt am Sonntag.

Über Luis Holuch 9 Artikel
Ist seit Kindesbeinen an sport- und skisprungverrückt. Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig.

3 Kommentare

  1. @stefan
    wurde doch lang und breit berichtet, gibt halt nur keine Aufnahmen davon. Ist halt bei der Landung nach vorne gestolpert und hat den „Amman“ gemacht…nur nicht so extrem. Nase angeknackst und noch nen leichtes Veilchen unterm rechten Auge.

  2. Schade nur daß wir zwar an dieser Stelle von Daniela irashckos Sturz erfahren durften aber jetzt nicht mehr lesen dürfen wie es ihr diesmal ergangen ist. Usw. Wie es kam daß sie schon wieder springt

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