65. Vierschanzentournee: Das müssen Sie wissen

Foto: OK Vierschanzentournee

Am Donnerstag startet die Vierschanzentournee in ihre 65. Ausgabe. Bevor die weltbesten Skispringer um Prevc, Tande, Stoch und Co. um den ersten großen Titel der Saison kämpfen, beantwortet skispringen.com alle wichtigen Fragen.

Wann geht’s los und was steht an?

Die Vierschanzentournee startet mit dem offiziellen Training und der Qualifikation in Oberstdorf am 29. Dezember 2016, einen Tag später steht der erste Wettkampf in Oberstdorf auf dem Plan. Die weiteren Stationen sind das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (31.12.2016-01.01.2017), das Bergiselspringen in Innsbruck (03.-04.01.2017) sowie das Finale in Bischofshofen (05.-06.01.2017).





skispringen.com bietet ausführliche Informationen zu allen vier Stationen. Dort erfahren Sie auch das detaillierte Programm:

Was sind die Besonderheiten der Vierschanzentournee?

Traditionell wird die Vierschanzentournee in einem Wettkampfmodus ausgetragen, der sich von den übrigen Weltcup-Wettbewerben unterscheidet. Dabei kommen den Qualifikationen, die jeweils am Tag vor dem Wettkampf stattfinden, eine besondere Bedeutung zu – denn der erste Wertungsdurchgang wird im sogenannten K.o.-Modus ausgetragen.

» So funktioniert der K.o.-Modus im Detail

Insgesamt treten im ersten Wertungsdurchgang 25 Paare, also 50 Springer, gegeneinander an. Die 25 Sieger erreichen anschließend den Finaldurchgang, der zusätzlich von den fünf besten Verlierern, den sogenannten „Lucky Losern“ ergänzt wird. Verzichtet einer der vorqualifizierten Top-Athleten auf die Quali, muss er im ersten Durchgang gegen den Sieger der Ausscheidung ran.

Wer sind die Favoriten?

Der erst 17-jährige Domen Prevc reist im Gelben Trikot nach Oberstdorf. Nach sieben Einzel-Wettbewerben der bisherigen Weltcup-Saison führt der Slowene die Gesamtwertung souverän vor dem Norweger Daniel Andre Tande und Stefan Kraft aus Österreich an. Auch Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen, der in der Gesamtwertung an vierter Stelle liegt, gehört nach Meinung vieler Experten zum Favoritenkreis.

Wie stehen die Chancen der Deutschen?

Im vergangenen Jahr war Severin Freund neben dem späteren Gesamtsieger Peter Prevc der Top-Favorit bei der Tournee. In diesem Jahr sieht das anders aus: Der 28-Jährige hat zwar gleich zu Saisonstart in Kuusamo überraschend gewonnen, doch inzwischen macht sich der Trainingsrückstand in Folge einer Hüftoperation im Sommer bemerkbar. „Ich glaube daher, dass ich gut daran tue, mir nicht zuviel zu erwarten“, ließ Freund im Vorfeld verlauten. Neben ihm ruhen die Hoffnungen der DSV-Mannschaft auf Markus Eisenbichler, der zuletzt in Lillehammer den ersten Podiumsplatz seiner Karriere erzielt hat.

Um was geht’s?

Die Vierschanzentournee genießt im Skispringen einen besonders hohen Stellenwert: Weil auf vier unterschiedlichen Schanzen gesprungen wird, entscheidet anders als bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Winterspielen nicht die Tagesform. Viele namhafte Top-Athleten wie Martin Schmitt, Simon Ammann und Kamil Stoch sind in der Vergangenheit leer ausgegangen.

Die Bedeutung eines Tournee-Gesamtsieges lässt sich kaum in Geld bemessen – und dennoch profitieren die Springer natürlich auch finanziell: Für einen Tagessieg gibt es das im Weltcup übliche Preisgeld in Höhe von 10.000 Schweizer Franken (etwa 9.300 Euro), zudem winkt dem Gesamtsieger am Ende eine Extra-Prämie in Höhe von 20.000 Franken (18.600 EUR).

Wie kann ich die Vierschanzentournee live verfolgen?

In Deutschland übertragen ARD (Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck) und ZDF (Oberstdorf und Bischofshofen) live, in Österreich ist der ORF übertragender Sender. Zudem zeigt auch Eurosport alle Wettbewerbe live.





Die ARD setzt wie gewohnt auf den ehemaligen Skispringer Dieter Thoma als Experte, beim ZDF informiert der Österreicher Toni Innauer. Neu ist die Konstellation bei Eurosport: Erstmals kommentiert Sven Hannawald die Tournee live, zudem fungiert Martin Schmitt als Experte.

Und was bietet skispringen.com?

skispringen.com berichtet wie gewohnt aktuell über die Ereignisse der 65. Vierschanzentournee. Unsere Redaktion ist bei allen vier Stationen vor Ort und liefert eine umfangreiche Berichterstattung – dabei stehen nicht nur die deutschen Skispringer im Fokus. Im Liveblog sowie dem offiziellen Live-Ticker verpassen Sie keinen Sprung, egal ob Training, Quali, Probe oder Wettkampf.

7 Kommentare

    • Sicher nicht! Eisenbichler ist unkonstant, das ist sein Problem. Die Tournee gewinnt man aber nur ein konstanter Springer. Bei Domen Prevc wär ich auch etwas vorsichtig. Aber der kann sich vielleicht sogar einen Ausrutscher erlauben.

      • es ist aber genau umgekehrt. Eisenbicheler ist zurzeit die Konstanz in Person! Er ist immer Konstant um Platz 10 rum dabei.Mal knapp drüber mal darunter in den top ten. Für die Tournee reicht das natürlich nicht. Es sei denn der hat auf einmal noch eine leichte steigerung. Freund ist ganz vorne mit dabei, wenn er mal zwei gute auspackt, was aber so gut wie nie passiert.

        • ÄLSO, der Eisi is a echt gut dbei, platz 2-8 locka drinne. Aber im Training trumpft grad echt der Welli auf, des wird sa Eins, glaubet mir ihr Leutz

          • Vergesst mir den Peter nicht. Er hätte das Auftaktspringen gewonnen, wenn er nicht gestürzt wäre und danahc hatte er ein kleines Problem beim Absprung, was reine Kopfsache ist und jederzeit raus zu bekommen ist. Sollte er das beim Training (er war ja bei Engelberg nicht dabei und hat trainiert) rausbekommen haben) ist der Kerl sofort wieder ganz ganz vorne dabei

  1. Wann wird dieser beschissene K.o-Modus eigentlich endlich abgeschafft? Das ist hochgradig unfair und macht die Vierschanzentournee im Vergleich zu allen anderen Weltcups unfair. Warum hält man heutzutage noch an diesem System fest?

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