Lillehammer: Stoch siegt, Eisenbichler Dritter

Kamil Stoch und Maciej Kot sorgen für einen polnischen Doppelsieg beim zweiten Weltcup in Lillehammer. Auch ein DSV-Skispringer kann jubeln: Markus Eisenbichler feiert seinen ersten Podestplatz. Domen Prevc muss sich geschlagen geben.

Lange mussten die polnischen Skispringer auf einen Einzel-Erfolg in diesem Winter warten, jetzt schlägt das Team des neuen Cheftrainers Stefan Horngacher gleich doppelt zu: Mit Weiten von 134 und 130,5 Metern sicherte sich Kamil Stoch am Sonntagnachmittag im norwegischen Lillehammer den 16. Weltcupsieg seiner Karriere – und den ersten seit Januar 2015, als er in Willingen triumphierte. Der Doppel-Olympiasieger setzte sich mit insgesamt 289,9 Punkten in einem hochspannenden Finaldurchgang knapp gegen Teamkollege Maciej Kot durch, der auf Weiten von 129,5 und 136 Meter (289,3 P.) kam. Markus Eisenbichler landete mit 128,5 und 135 Metern sowie 286,2 Punkten erstmals in seiner Karriere im Weltcup auf dem Podium und bestätigte einmal mehr seine starke Form der vergangenen Wochen.

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Es war kein einfacher Wettkampftag am Lysgardbakken. Der Nebel bereitete nur den hauptsächlich polnischen Zuschauern im Stadion Schwierigkeiten, doch speziell während des ersten Durchgangs wirbelte der Wind das Feld kräftig durcheinander. Weil die Windrichtung von starkem Aufwind zu starkem Rückenwind wechselte, fanden sich viele Top-Athleten zur Halbzeit weit hinten im Klassement wieder.





Stoch legte den Grundstein zum Sieg schon im ersten Durchgang, hinter ihm rangierten zu diesem Zeitpunkt Jurij Tepes und Andreas Wellinger, die die vergleichsweise guten Bedingungen mit jeweils 136 Metern auszunutzen wussten. Doch im Finale ging es für den Deutschen und den Slowenen weit zurück: Wellinger belegte als zweitbester DSV-Skispringer den zehnten Platz, Tepes wurde nur 16.

Freund schwächelt, Wank scheidet aus

Der Oberstdorfer Karl Geiger landete beim zweiten Einzelspringen in Norwegen auf dem 14. Platz, Stephan Leyhe aus Willingen wurde 18. Keinen guten Tag erwischten hingegen die Zimmerkollegen Freitag und Freund: Der erkältungsgeschwächte Richard Freitag landete auf dem 23. Platz, Severin Freund kam mit 125 und 125,5 Metern diesmal nicht über Position 26 hinaus.

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Andreas Wank verpasste mit 121 Metern als 34. den Sprung ins Finale.

Domen Prevc nur Sechster, zwei Österreicher in Top Ten

Daniel Andre Tande bestätigte seine Position als aktuell bester Norweger mit dem vierten Platz, nachdem er zur Halbzeit noch abgeschlegen auf Rang 23 gelegen hatte. Hinter ihm landete Teamkollege Andreas Stjernen an fünfter Stelle.

» Domen Prevc siegt auch in Lillehammer

Der Weltcup-Gesamtführende Domen Prevc musste heute einen Rückschlag hinnehmen: Mit zwei Sprüngen auf 131,5 Meter landete der 17-jährige Slowene diesmal nur auf dem sechsten Platz – punktgleich mit Österreicher Manuel Fettner. Stefan Kraft, am Samstag noch Dritter, belegte den achten Platz, gefolgt von Peter Prevc (9.).





Daiki Ito, nach dem ersten Durchgang auch dank guter Bedingungen noch aussichtsreich auf dem vierten Platz gelegen, fiel mit schwachen 123,5 Metern im Finale auf Platz 15 zurück.

Kein Schweizer im Finale, Stursa schwächelt

Auch einige namhafte Athleten kamen mit den schwierigen Bedingungen im ersten Durchgang nicht zurecht: Oldie Noriaki Kasai musste als 33. im Finale zuschauen, Simon Ammann kam mit 115,5 Metern nicht über einen enttäuschenden 38. Platz hinaus. Überhaupt war der Wettbewerb für Schweizer ganz und gar nicht erfreulich: Auch Killian Peier (49.) und Gregor Deschwanden (51.) scheiterten am Einzug ins Finale.

» Comeback von Gregor Schlierenzauer verzögert sich

Tschechiens Newcomer Vojtech Stursa, gestern als Zehnter noch überraschend stark, musste nach 118,5 Metern und Rang 39 im Finale zuschauen.

Prevc bleibt vorne, Freund fällt zurück

Auch wenn es nicht für einen weiteren Sieg gereicht hat, ist das Punktepolster von Domen Prevc groß genug: Mit insgesamt 260 Punkten verteidigt der Slowene das Gelbe Trikot des Weltcup-Gesamtführenden. Hinter ihm folgen Daniel Andre Tande (308 P.) und Maciej Kot (247 P.).

» Aktuelle Weltcup-Gesamtwertung

Severin Freund fällt in der Gesamtwertung mit insgesamt 233 Punkten auf den vierten Platz zurück.

» Alle Termine im Überblick: Weltcup-Kalender 2016/2017

Fortgesetzt wird der Weltcup am kommenden Wochenende in der Schweiz: In Engelberg finden traditionell die letzten Wettkämpfe vor Weihnachten auf dem Programm – die beiden Einzelspringen am Samstag und Sonntag sind somit auch Generalprobe für die Vierschanzentournee. Bereits am Freitag stehen auf der umgebauten Titlisschanze Training und Qualifikation auf dem Programm.

Über Marco Ries 401 Artikel

Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

12 Kommentare

  1. Endlich steht Eisi auf dem Podium. Das hat er sich verdient. Er ist aktuell unser bester und konstantester Springer. Schade was Sevi heute abgeliefert hat, vielleicht sollte er lieber mal eine Wettkampfpause einlegen, damit er bis zur Tournee fit wird!

  2. Also liebe Leute,
    SO NICHT!!! Das war doch Betruch auf ganzer Linie heute. Eisenbichler Sieger der Herzen! Tande und Kraft Podestplatierte der Herzen!
    Ich habe ja immer gesagt das der Stoch NIE wieder aufm Podium landet nach seinem Betrugsfall und ich hatte Recht. Den dieser bewerb, das darfs nicht sein, DAS ZILDET NICHT!

    Wie unsmapthisch er auch rüberkommt und in seinem Interview nicht im Ansatz auf sein Windglück zu sprechen kommt, ne ne ne ne

    ne ne ne ne ne ne ne neeeeee

    • Halt du deine Fre…dummes A..O.von welchem betrug redest du überhaupt?wenn es um betrügen geht dann sag ich nur VW und aus welchem Land kommt die marke?

      • Geht es auch ein bisschen weniger ausfallend??? Geht’s noch?

        Welche berühmte Automarke hat denn Polen? Ach kommen Sie, auf so eine Diskussion lasse ich mich gar nicht erst ein, schon gar nicht mit einem linksgrünen Stochfan.

        Aber zu Ihrer Aufklärung. Stoch wurde schon mal wegen einem zu großen Anzug disqualifiziert!

        • am ende interessiert das doch keine sau ob windglück oder nicht, der beste hat heute gewonnen und das mit einen regelkonformen Anzug. dafür sorgen Gratzer und co. schon

        • Nun, es wurden schon sehr viele Springer disqualifiziert: Freund, Schlierenzauer, Kofler, Wank, sehr viele Norweger usw. Was sollen also Ihre Vorwürfe? Sie und der nicht linksgrüne, sondern bräunliche Fan aus Polen nehmen sich nicht viel und Ihre Beträge (von beiden) sollten gelöscht werden.

          • Ich bin überhaupt nicht braun.ich liebe ganz Europa und komme mit jedem klar aber ich mag nicht wenn einer wie der Bernd hier nicht verkraften kann dass nicht sein Favorit gewonnen hat.ausserdem hat polen heute ein Doppelsieg kassiert.ich warte bis der dritte nachkommt entweder Kubacki oder vielleicht Zyla. Übrigens Martin Schmidt ist in polen sehr beliebt und nicht nur er,es gibt sehr viele normale deutschen und die grüsse ich jetzt.

        • Kann mich überhaupt nicht erinnern dass Stoch desweg disqualifiziert worden ist aber ich kann mich an ganze Österreichische Mannschaft erinnern die mal gerade wegen zu grossen Anzügen disqualifiziert worden ist,esging um zu tiefen Schritt.wie auch immer,die polen haben verdient gewonnen und du hast anscheinend ein Problem damit

    • Bereits bei Stoch drehte der Wind und er sprang trotzdem 134 Meter weit. Auch Kot und Domen Prevc sprangen im ersten Durchgang unter die besten zehn.

      Welcher Betrug? Im zweiten Durchgang hatte Stoch die schlechteren Bedingungen und gewann. Außerdem waren die Polen dieses Wochenende das stärkste Team.

      Warum sie den Polen den Erfolg gönnen ist mir schleierhaft.

    • Bernd bitte halt dein maul.. deine polenfeindlichkeit bringt dich nicht weiter,du frustrierter o$$i. sieh einfach ein dass wir euch momentan zerstören,mehr bleibt dir nicht übrig

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